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Ford F-150 Raptor (2021) endlich enthüllt, noch keine Leistungsdaten

Der 2021er Ford F-150 Raptor setzt optisch eher auf Evolution, kommt aber mit einem komplett neuen und sehr interessanten Fahrwerk

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Auf den ersten Blick schlägt der neue Ford F-150 Raptor den gleichen Weg ein wie die herkömmlichen 2021er F-150-Modelle. Ob man es gut findet oder nicht, er sieht nicht so viel anders oder aufregender aus als sein Vorgänger (zumindest findet das unser US-Kollege Brandon Turkus, für uns könnte ein Gefährt kaum aufregender aussehen als der F-150 Raptor). Das gilt sowohl für seine äußere Gestalt wie auch fürs Interieur.

Allerdings versteckt die dritte Raptor-Generation unter ihrer eher evolutionären Hülle große Innovationen, mehr noch als dies bereits beim Brot-und-Butter-Truck der Fall ist, auf dem er basiert. Ein V8 (den sich so viele gewünscht haben) ist allerdings nicht darunter. Zumindest noch nicht.

Wir dachten uns, wir fallen lieber gleich mit den unangenehmen Neuigkeiten ins Haus. Trotz unablässiger Medienberichte und Erlkönigvideos, die einen Achtzylinder herbei redeten, wird dieser Raptor weiterhin mit einem 3,5-Liter-Biturbo-V6 über die Pisten dieser Welt pflügen. Ein ganz bestimmter Rivale dürfte sich sehr darüber freuen.

Aktuell hat Ford noch keine Lust, Leistungsangaben mit der Öffentlichkeit zu teilen, aber wenn man sich die mehr als 700 PS und knapp 880 Nm des Ram TRX vor Augen führt, dann wirken die Zahlen des letztjährigen Raptor - 450 PS und 690 Nm - ein wenig dünn. Ob das Blaue Oval hier für 2021 größere Veränderungen vorsieht, wird sich zeigen.

Um dem absurden Ram TRX auf Augenhöhe zu begegnen, wird Ford im nächsten Jahr tatsächlich nachlegen und mit dem sogenannten Raptor R ums Eck kommen, allerdings bestätigte der Hersteller tatsächlich nur den Namen dieses Trucks und sonst genau gar nichts.

Die gute Nachricht ist, dass der neue Raptor ein ganzes Eck mehr Radau machen wird als bisher. Verantwortlich dafür ist eine neue Auspuffanlage, die eine X-Pipe mit einem sogenannten "Trombone Loop" und aktiven Klappen verbindet. Die vier Sound-Modi - Quiet, Normal, Sport und Baja - sollten ähnlich operieren wie im Mustang, sprich: Sie sind abhängig vom eingestellten Fahrmodus oder der Präferenz des Fahrers. Geht man nach den Hörproben, die Ford veröffentlicht hat, könnte dies tatsächlich der erste 3,5-Liter-EcoBoost-V6 sein, der gut klingt.

Und wo wir gerade beim Thema Fahrmodi sind: Es gibt sieben davon. Sie erledigen das übliche Zeug (Justierung von Getriebe, Gasannahme, Dämpferhärte und so weiter). Allerdings sind besagte Fahrstufen auch aus einem anderen Grund wichtig, denn mehr als je zuvor bringen sie die Vorteile des komplett neuen Raptor-Fahrwerks zum Vorschein.

Jetzt ist das Fahrwerk nicht unbedingt ein Bereich, wo dieser High-Performance-Truck je besonders geschwächelt hätte, allerdings beschreitet die dritte Generation hier Pfade, die weit über das hinausgehen, was ihre Vorgänger zu leisten im Stande waren.

Ford hat der Hinterachse ein komplett neues Layout verpasst. Hier vertraut der Raptor nun auf eine Fünflenker-Konstruktion mit super langen Längslenkern und einem Panhardstab, was zusammen für ein eindrucksvolles Fahrverhalten sorgen sollte. Dazu kommen neue 3,1-Zoll-Fox-Dämpfer und massive 24-Zoll-Federn an allen vier Rädern. Sie sorgen für einen monströsen Federweg von 35,6 cm vorne und 40,6 cm hinten.

Diese beeindruckenden Zahlen erhalten Sie nur, wenn Sie sich mit den serienmäßigen 35-Zoll-Reifen zufriedengeben. Aber seien wir ehrlich, wir wollen alle die neuen, leicht absurden (und erstmals in dieser Klasse verfügbaren) 37-Zoll-Gummis, auch wenn der Federweg mit diesen Monstern auf 33 cm und 36 cm sinkt.

Unabhängig von der Reifengröße verbaut Ford beim neuen Raptor BFGoodrich KO2-Pneus. Und das auf drei verschiedenen Felgen-Optionen. Zwei davon sind Beadlock-fähig.

Abgesehen von diesen Änderungen werden die Kunden aber mit der eher evolutionären Herangehensweise des neuen Raptor leben müssen. Abgesehen von der neuen Haube und der überarbeiteten Front unterscheidet sich das Exterieur-Design kaum von dem des Vorgängers. Die Dinge, die geändert wurden, mögen wir allerdings sehr - die neu gestaltete Haube mit ihrem fetten Power-Dome etwa ist eine große Verbesserung. Und wir können gut damit leben, dass der SuperCrew die bisher einzige Karosserie-Variante ist.

Wenn Sie allerdings auf eine echte Revolution gesetzt haben, dann liefert der Raptor für Sie vermutlich nicht wirklich ab. Das gilt auch für den Innenraum, wo es eher dezente Updates gibt. Hier und da ein paar orangefarbene Akzente, dazu ein wenig Carbon-Dekor und die Schaltpaddles aus dem Shelby GT500, das war's dann aber auch schon.

Neben den Leistungsdaten will uns Ford auch den Preis des neuen Raptor noch nicht verraten. Immerhin wissen wir, dass er in den Staaten im Sommer 2021 auf den Markt kommt. Unsere US-Kollegen gehen davon aus, dass er dort weiterhin bei unter 60.000 Dollar (50.000 Euro) plus Steuern starten wird.

Deutlich mehr Infos zum neuen Ford F-150 Raptor sollten in den kommenden Wochen eintrudeln. Bleiben Sie dran, wir halten Sie auf dem Laufenden.

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