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  • 29.11.2021 · 14:46

  • von Roland Hildebrandt

Alpine A110 und A110 S (2022): Moderates Facelift

Nach vier Jahren bekommt die Neuauflage der Alpine A110 eine Modellpflege - Optisch ändert sich wenig, doch S und GT bekommen mehr Leistung

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Retro-Design, aber trotzdem zeitlos: Die Neuauflage der Alpine A110 ist auch schon seit Herbst 2017 auf dem Markt. Zwar ist die ferne Zukunft der Marke elektrisch, doch für die kommenden Jahre wird zunächst die A110 frisch gemacht. Optisch ändert sich aber nicht allzu viel, einige Versionen bekommen mehr Leistung.

Alpine

Alpine A110S Facelift (2022) Zoom

Hinzu kommen neue Ausstattungslinien für den Franzosen-Cayman. Der Mittelmotorsportler ist künftig als Einstiegsmodell A110, leistungs- und komfortoptimierte A110 GT und sportliche A110 S mit speziellem Aerodynamikpaket verfügbar. Dieses umfasst erstmals auch einen Front- und Heckspoiler.

Den sportlichen Charakter signalisiert das S im Namen der 221 kW (300 PS) starken A110 S. Mit dem optionalen Aero-Kit verfügt die leistungsstärkste und mit 275 km/h Spitze schnellste A110-Version erstmals über einen Front- und Heckspoiler, die in Kombination mit der verlängerten Unterbodenverkleidung vorn und dem Heckdiffusor die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten steigern sollen.

So bewirken Front- und Heckflügel laut Alpine bei Höchstgeschwindigkeit einen zusätzlichen Anpressdruck von 60 Kilogramm auf der Vorderachse und 81 Kilogramm auf der Hinterachse, sodass die A110 S ihr dynamisches Potenzial noch besser entfalten kann.

Verstärkt wird der sportliche Look durch die neue Zweifarb-Lackierung in Feuerorange für die Karosserie und Deep Black für das Dach. Passend dazu sind auch die Bremssättel in Orange gehalten. Optional stehen für die Version außerdem die Semi-Slick-Reifen Michelin PS Cup 2 mit 18-Zoll-Leichtmetall-Rädern GT Race in Glanz-Schwarz zur Verfügung. Auch die Ziernähte der mit Microfaser bezogenen Sportsitze und die Sicherheitsgurte präsentieren sich in Orange.

Mit der Alpine GT bietet die Sportwagenmarke eine komfortorientierte Alternative zur Alpine S an. Kennzeichen sind diamantpolierte 18-Zoll-Räder und blaue Bremssättel. Zum serienmäßigen Lieferumfang gehören außerdem Einparkhilfen vorne und hinten, Rückfahrkamera sowie 6-Wege-Sitze mit Lederpolsterung.

Darüber hinaus überarbeiteten die Alpine-Techniker den Motor von A110 S und A110 GT: Beide Modelle mobilisieren nun 221 kW (300 PS) bei 6.300 U/min. Außerdem hoben die Entwickler das Maximaldrehmoment um 20 Nm auf 340 Nm an, die bereits bei 2.400 U/min zur Verfügung stehen. Das Basismodell A110 ist weiterhin mit dem 185 kW (252 PS) starken Turbobenziner motorisiert, der den Zweisitzer in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

Die Alpine A110 verfügt in allen Varianten über drei Fahrmodi, von denen zwei im Zuge der Aktualisierung weiter optimiert wurden. So überarbeitete Alpine die Programme "Normal" und "Sport" für noch dynamischere Schaltvorgänge und mehr Komfort. Eine weitere Neuheit: Beim Aktivieren der Launch-Control wird einer der Zylinder vorübergehend abgeschaltet, um einen rennsporttypischen Sound zu erzeugen.

Kennzeichen der aktualisierten Modelle ist darüber hinaus das neue Online-Multimedia- und Navigationssystem. Das System verfügt über einen 7,0-Zoll (17,78-Zentimeter)-Touchscreen, Bluetooth-Konnektivität und erlaubt die Smartphone-Integration und Sprachsteuerung über Apple CarPlay sowie Android Auto. Weitere Besonderheit: Durch die FOTA-Technologie (Firmware Over-The-Air) lassen sich über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs neue Inhalte aufspielen.

Als weitere Neuheit haben Kunden die Möglichkeit, die Alpine A110 mit einem neuen Komfort-Paket auszustatten. Das Paket umfasst verstellbare Sabelt-Komfortsitze in schwarzem Leder, Aluminium-Sportpedale und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie ein Focal-Audiosystem und die Einparkhilfe vorne und hinten mit Rückfahrkamera. Ebenfalls neu für die A110 ist der optionale Sportauspuff.

Die neuen A110-Versionen sind ab sofort bestellbar. Das Basismodell startet bei 58.850 Euro, der GT kostet exakt 10.000 Euro mehr. Wer den S sein Eigen nennen möchte, muss mindestens 70.850 Euro überweisen.

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