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Charakterbildendes Jahr für Cytosport

Cytosport-Teamchef Greg Pickett blickt auf eine ALMS-Saison 2011 mit Höhen und Tiefen zurück - Neuer Teammanager und mehr Personal für die Saison 2012

(Motorsport-Total.com) - Die Saison 2011 in der American-Le-Mans-Serie (ALMS) war für das Cytosport-Team rund um Teamchef Greg Pickett einerseits die erfolgreichste in der bisherigen Teamgeschichte, andererseits mussten die Stammfahrer Klaus Graf und Lucas Luhr auch eine Reihe von herben Enttäuschungen wegstecken.

Lucas Luhr, Klaus Graf

Der Sieg in Long Beach war eines der Highlights für Cytosport im Jahr 2011

Nach drei Siegen mit dem Porsche RS Spyder wechselte das Team im Winter 2010/2011 das Chassis und setzte fortan auf den Lola-Aston Martin. Das Coupé erwies sich über die gesamte Saison als sehr schnell, jedoch auch deutlich defektanfälliger als der offene Porsche des Vorjahres. "Wenn ich auf die Saison zurückblicke, kommen bei mir jede Menge unterschiedliche Emotionen auf", sagt Pickett.

Gleich beim ersten Einsatz des Lola-Aston Martin beim Saisonauftakt in Sebring hatte Cytosport den ersten Ausfall überhaupt zu verzeichnen. Nach einem Crash mit einem GT-Fahrzeug war die Kühlung beschädigt. Dies führte in der Folge zu einem Getriebeschaden und schließlich zum Ausfall. "Darauf waren wir nicht sehr stolz, denn das ist normalerweise nicht die Art, wie wir an die Dinge herangehen", bedauert der Teamchef, dessen Rennstall die Saison 2010 mit vier Podiumsplatzierungen in Folge hatte abschließen können.

Beim zweiten Saisonlauf auf dem kalifornischen Stadtkurs von Long Beach sorgten Graf/Luhr für den ersten Sieg des Lola-Aston Martin. "Der Sieg in Long Beach war für alle eine große Erleichterung. Nach dem Rennen in Sebring haben wir uns eine Menge Fragen gestellt. Mit einer derart dominanten Vorstellung zurückzuschlagen, bedeutete allen im Team sehr viel", so Pickett.

Starker Sommer - Enttäuschender Herbst

Nach Platz zwei in Lime Rock ließ Cytosport im Zuge eines starken Sommers bei den Rennen in Mosport, Mid-Ohio und Elkhart Lake drei Siege hintereinander folgen. "Zur Saisonmitte gibt es nicht, viel mehr zu sagen, außer dass sie für uns herausragend war", lobt Pickett, dem speziell das Rennen in Elkhart Lake und das spannende Duell gegen den Lola-Mazda des Dysons-Teams der späteren Meister Guy Smith/Chris Dyson in Erinnerung geblieben ist. "Das Finish in Road America werde ich nie vergessen. Ich war danach körperlich und gefühlsmäßig total fertig, so nervenaufreibend war es."

Beginnend mit dem Stadtrennen in Baltimore riss der Faden für Cytosport. Aufgrund von Elektrikproblemen kamen Graf und Romain Dumas, der beim ersten ALMS-Auftritt in Baltimore den Platz von Luhr übernahm, kaum zum Fahren. In Laguna Seca folgte ein weiteres problembehaftetes Rennen mit langer Reparaturphase an den Boxen.

"Nach den drei Siegen in Folge konnten wir die Saison leider nicht so beenden wie wir uns das vorgestellt hatten" bedauert Pickett. "Wir können nur erahnen, was ohne die Zwischenfälle, die außerhalb unserer Kontrolle lagen, möglich gewesen wäre." De facto verloren Cytopsort und Graf in Laguna Seca die letzte Chance auf den ALMS-Titel 2011.

Erste Weichen für 2012 gestellt

Nach der enttäuschenden Schlussphase der Saison, die aufgrund eines Motorschadens beim Petit Le Mans in Road Atlanta in einem weiteren Ausfall gipfelte, wollen Pickett und sein Team in der Saison 2012 umso eindrucksvoller zurückschlagen. Die ersten Weichen hierfür wurden in diesen Tagen bereits gestellt. Chefingenieur Brandon Fry wurde kurzerhand zum Teammanager ernannt und erfüllt im kommenden Jahr eine Doppelfunktion in Verbindung mit seiner bisherigen Position.

Darüber hinaus wurde das Personal in der Teambasis im kalifornischen Benicia aufgestockt. "Wir haben in diesem Jahr viel gelernt, das uns als Gruppe nur noch stärker macht", sagt Pickett. "Wir werden nun auf diesen Erfahrungen aufbauen und haben für 2012 ein Ziel im Sinn - den Gewinn der Meisterschaft."

Unterdessen ist eine Entscheidung in Bezug auf das nächstjährige Chassis noch nicht gefallen. "Ich spreche mit Oreca, mit HPD, mit Lola und auch mit Toyota. Es gibt offenbar vier gute Motoren und drei gute Chassisoptionen. Wir wollen einfach schauen, welches das beste Paket für uns ist", hatte Pickett bereits Mitte September in Aussicht gestellt. Nach aktuellem Stand der Dinge soll es in der kommenden Woche eine Bekanntgabe seitens Cytosport geben.

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