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Cytosport: Es hat nicht sollen sein

Trotz starker Fahrt von Klaus Graf/Lucas Luhr in Laguna Seca verlor Graf die letzte Chance auf den ALMS-Titel - Blicke gehen nach vorn

(Motorsport-Total.com) - Cytosport-Pilot Klaus Graf musste am vergangenen Wochenende in Laguna Seca seine letzten Hoffnungen auf den ALMS-Titel begraben. Nachdem der Lola-Aston Martin mit Graf und Landsmann Lucas Luhr am Steuer nach einem ereignisreichen Rennen auf Platz fünf in der LMP1-Klasse ins Ziel kam - während die Titelkonkurrenten Guy Smith/Chris Dyson auf Platz zwei fuhren - war für den Schwarzwälder die letzte verbleibende Chance vertan.

Lucas Luhr, Klaus Graf

Zwischenzeitlich sah es im Rennen so aus, als könne Graf die Titelentscheidung bis zum Saisonfinale in Road Atlanta (1. Oktober) offenhalten. Selbst eine 60-Sekunden-Strafe schien dem Cytosport-Team nichts ausmachen zu können. Nach etwa einer Stunde wurde Luhr für eine Minute in die Boxengasse zitiert, nachdem er diese Strafe kurz zuvor für "vermeidbaren Kontakt" auferlegt bekommen hatte.


Fotos: ALMS in Laguna Seca


Im Zweikampf mit dem letztlich siegreichen Lola-Aston Martin des Werksteams, den zu diesem Zeitpunkt Stefan Mücke steuerte, kollidierten die beiden Fahrzeuge in Turn 5 des Laguna Seca Raceway. Dabei befand sich Luhr in diesem Moment gar nicht in angreifender Position. Vielmehr verlor der unmittelbar vor ihm fahrende Mücke sein Fahrzeug aus der Kontrolle, woraufhin Luhr auf der Innenseite der Kurve der Platz ausging und die Kollision nicht mehr zu vermeiden war.

"Alles lief nach Plan, bis ich diese komplett überflüssige Strafe bekommen habe", so Luhr, der trotz Unverständnis über die Entscheidung von einem Protest absah. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum ich in die Box zitiert wurde, schließlich habe ich mir nichts zu Schulden kommen lassen. Es bringt jedoch nichts, sich darüber aufzuregen, da es ohnehin vorbei ist", sagte der Cockpitpartner von Titelkandidat Graf nach dem Rennen.

Mit "ohnehin vorbei" meint Luhr die Aussichten seines Landsmanns, beim Petit Le Mans noch um den Titel mitfahren zu können. Trotz des Zeitverlusts fand sich Graf, nachdem er das Cockpit des Lola-Aston Martin übernommen hatte, kurz vor Halbzeit des Rennes bereits wieder auf dem zweiten Platz hinter dem führenden Dyson-Lola-Mazda von Smith/Dyson wieder.

Aufholjagd nach Strafe bleibt unbelohnt

Der Schwarzwälder war gerade drauf und dran, den Abstand auf die Titelkonkurrenten weiter zu verkürzen, als der Cytosport-Bolide mit der Startnummer 6 ausgangs des Corkscrew plötzlich massiv an Tempo verlor. Eine defekte Ölpumpe war der Grund und zwang das Team zu einer mehr als einstündigen Reparatur in der Garage.

"In diesem Moment habe ich nicht mehr daran geglaubt, noch einmal auf die Strecke gehen zu können", so Graf rückblickend. Doch die Cytosport-Crew machte das Unmögliche möglich und schickte den Lola-Aston Martin gerade rechtzeitig, um die für Punkte notwendige Minimaldistanz zu erreichen, wieder auf die Strecke.

Als das Dyson-Team in den Schlussminuten des Rennens dann das Fahrzeug von Smith/Dyson/Cochran am Schwesterauto von Steven Kane/Humaid Al Masaood/Butch Leitzinger vorbei auf Rang zwei lotste, war es um die letzte Titelchance geschehen. "Wir hatten ein starkes Auto, das eindeutig für den Sieg gut gewesen wäre. Letztlich hat es einfach nicht sollen sein. Da kannst du nichts machen", so Grafs Fazit.

"Glückwunsch an Dyson Racing. Sie waren die gesamte Saison über sehr konstant, während wir hin und wieder Probleme hatten." Klaus Graf

Luhr war nach dem Fallen der Karierten Flagge gleichermaßen enttäuscht: "Für Klaus tut es mir leid, er hätte eine weitere Chance auf den Titel wirklich verdient gehabt." Letztlich blieb beiden Piloten nichts anderes übrig, als dem Dyson-Team zum Titel zu gratulieren und den Blick nach vorn zu richten. "Glückwunsch an Dyson Racing. Sie waren die gesamte Saison über sehr konstant, während wir hin und wieder Probleme hatten", sagt Graf und fügt mit Blick auf den Kurs in Road Atlanta - wo am übernächsten Wochenende als ALMS-Saisonfinale über 1.000 Meilen über die Bühne geht - an: "Jetzt freue ich mich auf das Petit Le Mans. Die Strecke dort macht wirklich Spaß."

In der kommenden Saison will Graf einen neuen Anlauf auf den ALMS-Titel nehmen. Dieser wird dann aller Voraussicht nach nicht mit dem einen Lola-Aston Martin unternommen werden. Cytosport-Boss Greg Pickett befindet sich derzeit in intensiven Gesprächen mit mehreren Herstellern bezüglich einer künftigen Zusammenarbeit. Eine Entscheidung darüber, mit welchem Chassis das kalifornische Team in der Saison 2012 ausrücken wird, soll in den kommenden Wochen fallen.

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