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250er-Reaktionen: Aus dem Drei- wird ein Zweikampf

Marco Simoncelli und Alvaro Bautista über ihr heißes Duell im 250er-Rennen auf Phillip Island - Mika Kallio sieht nun keine WM-Chancen mehr

(Motorsport-Total.com) - Zwei Rennen vor Schluss haben noch drei Fahrer mathematische Chancen auf den 250er-WM-Titel 2008: Marco Simoncelli befindet sich mit 240 Punkten in der besten Ausgangsposition, Alvaro Bautista muss 37, Mika Kallio sogar 49 Zähler aufholen. Das bedeutet, dass Simoncelli unabhängig von den Resultaten seiner Gegner nur noch einen vierten Platz braucht.

Marco Simoncelli

Marco Simoncelli ist der Titel zwei Rennen vor Schluss kaum zu nehmen Zoom

Heute auf Phillip Island lieferten sich der Gilera-Pilot mit dem Wuschelkopf und Bautista wie schon so oft in dieser Saison einen elektrisierenden Fight mit mehreren Überholmanövern, der einer vorbeifliegenden Möwe das Leben kostete. Auch die obligate Berührung war in dem actionreichen Duell beinhaltet - nur der Last-Lap-Showdown fehlte ein bisschen, denn Simoncelli schien auf den letzten Metern alles unter Kontrolle zu haben.#w1#

Gegenseitiger Respekt

"Der Sieg ist fantastisch", jubelte er über die WM-Vorentscheidung. "Es war ein fantastisches Rennen, ein toller Fight mit Alvaro - von der ersten bis zur letzten Runde! Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber Alvaro ließ sich einfach nicht abhängen. In der letzten Runde war ich auf einen Angriff vorbereitet, aber ich habe versucht, alle Türen zu schließen. Gratulation an Alvaro, denn ich habe gewonnen, aber er ist ein großes Rennen gefahren!"

Bautista bedauerte, dass er nicht gewinnen konnte, "aber ich bin glücklich, denn ich habe alles gegeben. Am Anfang wollte ich mich von der Gruppe absetzen, aber das war schwierig, denn Marco wollte das auch. So wurde es wieder ein toller Zweikampf. Einmal haben wir uns sogar berührt, wodurch ich ein bisschen zurückfiel. In der letzten Runde wollte ich es noch einmal probieren, aber Marco hat die Tür zugemacht. Trotzdem freue ich mich über die tolle Show, die wir geboten haben."

Am wenigsten zum Feiern zumute war Kallio, denn der KTM-Pilot konnte die Pace der beiden Spitzenreiter nur im ersten Renndrittel mitgehen und fiel dann sukzessive zurück. Am Ende hatte er es einem Vorsprung von 28 Tausendstelsekunden auf seinen Markenkollegen Julian Simon zu verdanken, dass er rechnerisch noch im WM-Rennen ist. Simoncelli könnte er nur noch mit zwei Siegen bei zwei Simoncelli-Nullrunden überholen.

Kallio sieht keine WM-Chancen mehr

Mika Kallio

Für Mika Kallio ist die Weltmeisterschaft nach Phillip Island fast gelaufen Zoom

Insofern ist Kallio bewusst, dass er keine realistischen Chancen mehr hat: "Der dritte Platz ist gut und es ist auch immer schön, auf dem Podium zu stehen, aber für die Weltmeisterschaft war das kein gutes Rennen. Unsere Titelchancen sind jetzt praktisch dahin, aber es sind noch zwei Rennen zu fahren. Wir werden einfach unser Bestes geben und am Ende dann schauen, was dabei herausgekommen ist", meinte er achselzuckend.

Freuen durfte er sich dafür über das gewonnene Duell gegen Simon, mit dem er wieder einmal beweisen konnte, wer bei KTM der Herr im Haus ist: "Ich wusste, dass Simon eine harte Nuss ist, und er hat es ein paar Mal probiert. Ich konnte mich aber durchsetzen. Es war ein guter Fight, denn er war sehr schnell. Einmal hat er mich überholt, aber ich war aus der letzten Kurve heraus immer schneller als er und konnte mit dem Windschatten kontern", so Kallio.

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