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Video: Neuer Audi R18 in Sebring gesichtet

Erste Bilder vom Audi R18 e-tron quattro für die WEC-Saison 2015: Interessante Frontpartie, komplett neues Konzept von den Le-Mans-Siegern aus Ingolstadt

(Motorsport-Total.com) - Audi und Nissan testen aktuell mit ihren neuen LMP1-Fahrzeugen für die Saison 2015 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Sebring. Im Rahmen dieser Probefahrten ist ein Video aufgetaucht, das erstmals optische Eindrücke vom neuen R18 e-tron quattro liefert. Ursprünglich hatten die Verantwortlichen von Audi immer betont, dass man aufgrund des Zeitdrucks eher nur marginale Anpassungen am Konzept vornehmen könne, aber nun ist ein R18 zu erkennen, der offenbar sehr umfassend überarbeitet wurde.

Audi R18 e-tron quattro 2015 Sebring

Endlich gesichtet: Der neue Audi R18 e-tron quattro bei Testfahrten in Sebring Zoom

Die Neuheiten beginnen sehr auffällig an der Front, wo der Splitter in einigen Bereichen extrem weit nach oben gezogen wurde. Auf diesem Weg versucht man vermutlich, möglichst viel Luft unter das Auto zu bekommen. Der R18 ist hinten deutlich höher (vermutlich auch wegen Unebenheiten in Sebring). Durch dieses Anstellen kann über Unterboden und Diffusor viel Abtrieb erzeugt werden, ohne dabei den Luftwiderstand signifikant zu erhöhen. Die Nase des R18 ist an der Spitze erheblich schmaler geworden. Sie erinnert ein wenig an die Ferrari-Nase aus der Formel 1.

Auf dem Splitter sind recht weit außen senkrechte Elemente platziert, die auf der Innenseite der neu gestalteten Lampen einen Luftkanal bilden. Der dort gesammelte Fahrtwind wird vermutlich einerseits durch das Fahrzeug nach hinten geleitet, teils wahrscheinlich aber auch für die Kühlung der vorderen Bremsen genutzt. Die Radhausentlüftung an der Front erfolgt wie beim Vorgänger nach oben.


Audi testet den neuen R18 in Sebring

Interessant im Vergleich zu Toyota und Porsche: Audi lässt die vorderen Radkästen an der Vorderkante noch immer recht sanft ansteigen. Die Konkurrenz bildet über das Frontlicht viel senkrechtere Linien. Diese Lösungen stehen zwar auf den ersten Blick steiler im Fahrtwind, erzeugen aber über dem Radkasten einen anderen Luftstrom - somit verändert sich die Strömung aus den Radläufen.

Heck sieht noch kompakter und flacher aus

An den Seitenkästen auf Höhe der Cockpittür hat Audi offenbar etwas aufgeräumt. Die Luftleitelemente wirken nicht mehr so zerklüftet und zahlreich wie im Vorjahr. Am Heck haben die Ingolstädter mit Entwicklungsstandorten in Neuburg (Chassis) und Neckarsulm (Antrieb) den Flügel offenbar etwas höher gesetzt. Die Motorenabdeckung ist im hinteren Bereich noch kompakter und flacher ausgefallen. Dies spricht für ein verändertes Packaging der Antriebselemente unter der Haube.

Audi R18 e-tron quattro 2015 Sebring

Audi R18 e-tron quattro: Am Heck wurde der Flügel offenbar etwas höher gesetzt. Zoom

Die hinteren Seitenkästen sind im Gegensatz zu den Fahrzeugen von Porsche und Toyota nach oben entlüftet. Allerdings hat Audi im vorderen Bereich der hinteren Radhäuser (im Video auf der Innenseite in Höhe des Schriftzugs "itk" zu sehen) weitere Löcher auf der Innenseite integriert. Diese sollten der Bremskühlung dienen, die aufgrund einer Veränderung im Technischen Reglement in der Saison 2015 nicht mehr über sichtbare Schnorchel realisiert werden darf.

Die Endplatten des Heckflügels gehen hinunter bis zum Unterboden, haben aber im unteren Bereich neuerdings einige Ausschnitte. An diesen Stellen lässt Audi vermutlich die Luft von den hinteren Bremsen entweichen. Auf den Bildern des Videos ist nicht zu erkennen, wo Audi die Abgase aus dem Dieselmotor ins Freie jagt. Neben der Finne ist auf der linken Seite zwar ein kleines Loch erkennbar. Dieses dürfte für die Auspuffanlage jedoch zu klein sein.

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