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Trauer in Le Mans: "R.I.P. Allan Simonsen"

Der tödliche Unfall von Allan Simonsen überschattet Le Mans - Motorsport-Gemeinde trauert um den sympathischen Familienvater

(Motorsport-Total.com) - Aufhören kam nach der Tragödie nicht in Frage. Das Aston-Martin-Team ließ seine Autos auf der Strecke - "zu Ehren" des in Le Mans tödlich verunglückten Dänen Allan Simonsen, wie es auf der schwarz eingefärbten Homepage steht. Die 90. Auflage des legendären 24-Stunden-Rennens in der Sarthe ging weiter, als die Spuren des Unglücks beseitigt waren. Doch die Tempojagd im Nordwesten Frankreichs war nur noch Nebensache.

Allan Simonsen, Christoffer Nygaard, Kristian Poulsen

Allan Simonsen und seine Teamkollegen bei der Fahrerparade in Le Mans Zoom

Um 15:09 Uhr, keine zehn Minuten nach dem Rennstart, hatte sich der schwere Unfall am Samstag ereignet. Simonsens Aston Martin Vantage V8 war auf leicht feuchter Strecke in der schnellen Tertre-Rouge-Kurve hart in die Leitplanken geprallt. Umgehend wurde der Familienvater ins medizinische Zentrum an der Strecke gebracht, doch alle Hilfe kam zu spät. Der 34-Jährige erlag seinen Verletzungen.

"Wir wollen unsere große Trauer über diesen Unfall ausdrücken und sprechen Familie und Freunden unser tiefstes Beileid aus. Allan war ein talentierter Pilot, der schon in jeder Ecke der Welt gefahren ist und hochangesehen war", heißt es in einer Mitteilung. Gemeinsame Absender sind Pierre Fillon, Präsident des Veranstalters Automobile Club de l'Ouest (ACO), und Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA. Zum Unfallhergang werden weiterhin keine Angaben gemacht.

Simonsen ist der 22. Fahrer, der dem Traditionsrennen zum Opfer fällt. Der bis dato letzte Todesfall hatte sich 1997 ereignet, als der Franzose Sebastien Enjolras im Vor-Qualifying verunglückte. Einen tödlichen Rennunfall hatte es zuletzt 1986 gegeben - damals kam der Österreicher Josef Gartner ums Leben.

"Schockiert und traurig" war Simonsens Team nach dem folgenschweren Crash. Eine Erklärung für den Vorfall in der vierten Runde hatte zunächst niemand. "Angesichts der Sicherheit der heutigen Rennfahrzeuge ist ein so tragischer Unfall unvorstellbar. Wir kennen aber noch nicht die genaue Unfallursache und müssen eine Untersuchung abwarten", sagt Aston-Martins-Chef David Richard im Gespräch mit 'Speedweek.com'. Simonsen lag in Führung, als er in die Begrenzung prallte.

#hb1#Die Nachricht von dem Todesfall ging rasend schnell um die Welt. Vor allem im Motorsport sorgte das Unglück für Bestürzung. "R.I.P. Allan Simonsen. Traurige Nachricht", twittert der finnische Formel-1-Pilot Kimi Räikkönen. Auch sein Konkurrent Jenson Button drückt seine Anteilnahme aus: "Was für ein tragischer Verlust. Ein wahrer Kämpfer und ein wahrer Racer", lässt der Brite verlauten. "Wir müssen die Sicherheit im Motorsport weiter verbessern."

Simonsen war ein erfahrener Pilot und bereits zum siebten Mal bei seinem Lieblingsrennen dabei. Seinen 82. und letzten Sieg feierte der Rennfahrer aus Odense im April in Silverstone. Dort gehörten wie in Le Mans seine Landsleute Christoffer Nygaard und Kristian Poulsen zum Team.

Sein Engagement im Motorsport hatte Simonsen als Mechaniker begonnen, später war er zum Langstrecken-Spezialisten aufgestiegen. Auch in der australischen V8-Supercar-Serie war der Däne aktiv. Er hinterlässt seine Ehefrau Carina und Tochter Mie-Mai, die erst im vergangenen Jahr zur Welt gekommen war. Trotz des tragischen Verlustes war es Wunsch der Familie, dass Aston Martin das Rennen nicht aufgibt.

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