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TMG prüft: Motor für die LMP2-Klasse?

In Köln und Japan schaut man sich den Motor des Lexus IS-F genau an: Wird das Triebwerk als LMP2-Kundenmotor kommen?

(Motorsport-Total.com) - Die beiden LMP1-Hersteller in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) stellen sich breiter auf. Audi wird ab dem kommenden Jahr einen LMP1-Kundenmotor auf Basis des DTM-Triebwerkes bringen. Der Antrieb wird ohne Branding des Herstellers über den britischen Partner NBE vertrieben. Der LMP-Kundenmotor soll sehr effizient sein. Und er ist unschlagbar günstig: 60.000 Pfund (umgerechnet rund 70.000 Euro) plus Service kostet ein solches Aggregat.

Tom Kristensen, Loic Duval, Allan McNish, Marcel Fässler, Benoit Treluyer, Anthony Davidson, Sebastien Buemi, Stephane Sarrazin

Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) geht 2014 in ihre dritte Saison Zoom

Das Interesse am Vierliter-V8-Saugmotor hält sich trotz der niedrigen Kosten bislang in Grenzen. Hintergrund ist der schwierige Einbau in ein LMP1-Chassis. Der Motor dreht aufgrund der Anforderungen im Audi-DTM-Auto "falsch herum". Dies bedeutet, dass ein spezielles Getriebe erforderlich wird, wenn man den Motor in einen privaten Chassis einsetzen möchte - was wiederum die Kosten für den Einsatz deutlich erhöht. NBE hat erste Anfragen erhalten, aber noch keinen Deal für 2014.

Auch Toyota könnte sich bald als Lieferant für LMP-Motoren noch breiter aufstellen. Die Toyota Motorsport GmbH (TMG) mit Sitz in Köln ist schon jetzt Partner von Rebellion. Das Schweizer Team bezieht 3,4-Liter-V8-Aggregate von TMG für das LMP1-Auto. In der kleineren Klasse könnte bald ebenfalls Toyota auftauchen. "Wir schauen uns das an. TMG will sich auf der Langstrecke noch weiter etablieren. Ein LMP2-Motor könnte ein Weg sein. Allerdings muss es technisch machbar sein. Das prüfen wir derzeit", sagt TMG-Geschäftsführer Rob Leupen.

"Basis wäre der V8-Motor aus dem Lexus IS-F, der natürlich für den Renneinsatz angepasst werden müsste. TMG würde die Triebwerke aus Japan beziehen und sie entsprechend vorbereiten. Der Motor würde in der LMP2 nicht Toyota oder Lexus, sondern zunächst einmal TMG heißen", so der Niederländer. Im Sportwagen Lexus IS-F arbeitet serienmäßig ein Fünfliter-V8-Motor, der im normalen Straßenbetrieb 416 PS leistet.

Ob der TMG-LMP2-Motor 2014, 2015 oder vielleicht sogar gar nicht kommt, steht noch in den Sternen. "Leider kommt uns das aktuelle Regelwerk bei diesem Ansinnen nicht ganz so entgegen", erklärt TMG-Technikchef Pascal Vasselon. "Das Reglement, das ab 2017 gelten wird, bringt da schon eher Möglichkeiten, weil man dann näher an den Serienmotoren ist."

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