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Audi bringt LMP1-Kundenmotor ab 2014

Das bewährte V8-Triebwerk aus der DTM soll auf der Langstrecke zum Einsatz kommen: Audi kommt ACO und FIA entgegen

(Motorsport-Total.com) - Die Langstreckenszene bereitet sich intensiv auf das kommende Jahr vor. Das LMP-Reglement muss nur noch in Details ausgefeilt, der Rennkalender vom FIA-Weltrat abgesegnet werden. Dass 2014 Porsche als Hersteller in die LMP1-Szene zurückkehren und den Kampf gegen Audi und Toyota aufnehmen wird, steht fest. Unklarer ist die Situation bezüglich privater LMP1-Teams. Nur Rebellion ist auf der sicheren Seite. Die Schweizer treten mit ihrem R-One mit Toyota-Motor an.

Audi A4 DTM 2007 Motor

Der DTM-V8-Motor von Audi soll in der LMP1 zum Einsatz kommen Zoom

Über den Plänen von Oak, Pescarolo, Adess, Lotus und Co. stehen noch viele Fragezeichen. Von vielen Seiten gibt es Absichtserklärungen, aber auch immer wieder den Hinweis, dass die Finanzierung der jeweiligen LMP1-Projekte noch nicht gesichert sei. FIA und ACO wollen den Privatteams das Engagement möglichst schmackhaft machen. Dies geht unter anderem über die Stellschraube Kosten. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' haben die Verantwortlichen daher Audi um Hilfe gebeten.

Die Ingolstädter werden der Szene kostengünstige LMP1-Motoren ermöglichen. Über den Partner Neil Brown Engineering (NBE) ist ein Kundentriebwerk zu beziehen, das seine Wurzeln in der DTM hat. Das britische Unternehmen modifiziert den Vier-Liter-V8-Motor, der seit 2002 in den DTM-Audis läuft, für einen Einsatz auf der Langstrecke. Das seit über elf Jahren bewährte Triebwerk gilt als standfest, kompakt und effizient. Es soll ohne Audi-Branding angeboten werden, dürfte also unbenannt werden.

Der knapp 500 PS starke Motor (DTM-Version) wurde in den vergangenen Jahren im engen Korsett des Reglements stets weiterentwickelt. Dabei ging es vor allem um Reibungsoptimierung, Leistungsentfaltung und Verbrauchssenkung. Für private LMP1-Teams ist das Aggregat aber auch aus einem anderen Grund interessant: er kostet erheblich weniger als die Triebwerke der anderen Anbieter. HPD verlangt für den 2,2-Liter-V6-Turbo für 2014 ein Vielfaches.

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