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Spannung vor dem Rennen: Wer ist der Favorit?

Bei der Frage, ob Toyota, Porsche oder Audi als Hauptanwärter auf den Le-Mans-Sieg ins Rennen gehen, lieferten Training und Qualifying nur wenig Anhaltspunkte

(Motorsport-Total.com) - Im Verlauf des Freien Trainings und der drei Qualifyings zu den 24 Stunden von Le Mans wurde die Messlatte in puncto Rundenzeit sukzessive nach unten geschraubt. Nachdem Toyota das Training mit 3:23.652 Minuten angeführt hatte und Rückkehrer Porsche sich in Quali-Session 1 am Mittwoch mit 3:23.157 zur Wort gemeldet hatte, drückten die Le-Mans-erfahreneren Japaner mit Sitz in Köln die Marke am Donnerstag zunächst auf 3:22.589 und schließlich auf die Pole-Zeit von 3:21.789.

Alexander Wurz, Stephane Sarrazin, Kazuki Nakajima

Der Favorit auf den Le-Mans-Sieg 2014 ist derzeit nicht klar erkennbar Zoom

In einem Punkt aber sind sich alle einig. Ohne die Gelbphasen in der Schlussphase des dritten und entscheidenden Qualifyings wäre es noch schneller gegangen. Zumindest die 3:21er-Marke galt im Vorfeld als nicht unüberwindbare Hürde. Bei perfekten Bedingungen, vor allem in Bezug auf den Verkehr auf der Strecke, hatte man insgeheim sogar die 3:20 im Visier. Doch zur finalen Zeitenjagd kam es am späten Donnerstagabend nicht mehr.

"Wir wollten am Ende nochmal mit neuen Reifen raus, aber dann hatten wir leider diese Slow-Zone", so der Kommenator von Toyota-Pilot Nicolas Lapierre (Startplatz drei mit 0,7 Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit von Kollege Kazuki Nakajima).

Porsche erwartet "superenges" und "richtig schnelles" Rennen

Audi vs. Porsche in Le Mans

Die Konzernschwestern Audi und Porsche sagen Polesitter Toyota den Kampf an Zoom

Nachdem der mit Spannung erwartete Schlagabtausch in der Schlussphase des Qualifyings ausgeblieben ist, drehen sich die Gedanken nun ganz um das bevorstehende Rennen. Eine Analyse der bisher gezeigten Longrun-Zeiten lässt aufgrund der zahlreichen Unterbrechungen mit Rot und Gelb aber kaum Rückschlüsse auf die zu erwartenden Kräfteverhältnisse zu.

Timo Bernhard, einer der sechs Werksfahrer in Reihen von Rückkehrer Porsche, ist nicht erst seit den letzten Runden vom Donnerstag überzeugt: "Im Rennen wird alles supereng sein. Wenn man sich die Performance der einzelnen Autos ansieht, dann ist das ja fast schon wie Cup-Rennen."

"Es gibt ja auch kein richtig schlechtes Auto. In der LMP1 sind alle sieben Werksautos topbesetzt. Deshalb wird es für uns Fahrer eine Riesenherausforderung, über die Distanz den Null-Fehler-Job zu machen. Ich glaube, es wird ein richtig schnelles Rennen", so Bernhard.

Drei gegen zwei und zwei: Vorteil Audi?

Audi-Pilot Oliver Jarvis ließ während des Qualifyings durchblicken, dass man im Lager der Titelverteidiger aus Ingolstadt "die ganze Zeit auf das Rennen hingearbeitet" und sich "nicht auf schnelle einzelne Runden konzentriert" hat. Entsprechend gut sieht der Brite die gesamte Audi-Truppe aufgestellt. Auch der für den außer Gefecht gesetzten Loic Duval nachgerückte Marc Gene glaubt, dass die Chancen von Audi "so gut wie die der anderen" sind.

Gut möglich, dass es sich bei der zu erwartenden Pace im Rennen als gewichtiger Audi-Vorteil herausstellen könnte, drei Eisen im Feuer zu haben. Sowohl die hausinterne Konkurrenz von Porsche als auch der vertraute Mitbewerber Toyota können im Kampf um den Sieg bei der 82. Auflage der 24 Stunden von Le Mans "nur" auf deren zwei Autos zurückgreifen.

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