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Porsche in Le Mans: Derzeit kein Interesse an Wasserstoffklasse

Porsche engagiert sich bei den Hypercars bei den 24 Stunden von Le Mans mit Nachdruck, doch Wasserstoff lässt den Sportwagenbauer bisher kalt

(Motorsport-Total.com) - Die Wasserstoffklasse für Brennstoffzellen und H2-Verbrennungsmotoren gilt als großer Hoffnungsträger für die 24 Stunden von Le Mans. Ab den 2030er-Jahren soll Wasserstoff sogar Benzin komplett ersetzen. Konzerne wie Toyota zeigen großes Interesse.

Titel-Bild zur News: Porsche hat derzeit keine Pläne für die Wasserstoffklasse

Porsche hat derzeit keine Pläne für die Wasserstoffklasse Zoom

Sollte der ACO an dieser Linie festhalten, läuft er allerdings Gefahr, Porsche wieder zu verlieren. Denn laut Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach ist die Marke derzeit nicht wirklich an dem Thema interessiert.

"Wir sind da sehr vorsichtig", sagt er. "Was Porsche auf der Rennstrecke macht, muss einen Bezug zu dem haben, was Porsche auf der Straße macht. Das ist die Triebfeder unseres Engagements. Sagen wir es so: Wir beobachten das im Moment sehr vorsichtig." Mit der Ankündigung eines Wasserstoffprojekts ist also vorerst nicht zu rechnen.

Zumal die Wasserstoffklasse in Le Mans vor kurzem wieder einmal verschoben worden ist. Von den ersten Gehversuchen mit dem GreenGT H2, der am Testtag der 24 Stunden von Le Mans 2012 vorgestellt wurde, bis zum ersten Einsatz innerhalb des Rennens werden also mindestens 15 Jahre vergehen.

Porsche hat sich wie kaum ein anderer Hersteller den Technologietransfer auf die Fahnen geschrieben - vor allem zu LMP1-Zeiten ein geflügeltes Wort in zahlreichen Pressemitteilungen des Herstellers. Der alte Slogan "von der Rennstrecke auf die Straße" gilt hier nach wie vor konsequent.

So wurde beispielsweise aus dem abgebrochenen LMP2000-Projekt um die Jahrtausendwende herum der Porsche Carrera GT entwickelt. Der LMP2-Motor aus dem Porsche RS Spyder wurde im Straßenfahrzeug 918 Spyder wiederverwendet. Der Achtzylinder-Turbo, der heute im Porsche 963 zum Einsatz kommt, geht auf dieses Aggregat zurück.

MissonH24 Konzeptfahrzeug

Die Wasserstoffklasse ist wieder einmal um ein Jahr verschoben worden Zoom

Aus dem LMP1-Projekt wurden mehrere Komponenten für die Straße übernommen: Der Vierzylinder-Boxermotor aus dem Porsche 718 (982 - Boxster und Cayman) hat viele Anleihen beim V4-Verbrennungsmotor des 919 Hybrid.

Die Hochvoltsysteme aus dem LMP1-Boliden legten schließlich den Grundstein für die Elektromodelle, die Porsche demnächst auf den Markt bringen wird. Parallel dazu arbeitet Porsche an einem E-Fuels-Projekt in Patagonien, mit dem klimaneutraler Kraftstoff hergestellt werden soll. Auch hier nimmt der Motorsport eine Vorreiterrolle ein.

Allerdings ist Wasserstoff ein Bestandteil von E-Fuels und damit ein Vorprodukt. Es wäre also auch für Porsche nicht schwer, seine Position zu ändern, wenn man das wollte. Vorerst hält man aber Abstand zur H2-Klasse.

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