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Pescarolo mit einem Dome S102.5 und Starpiloten

Pescarolo wird Einsatzteam des japanischen Herstellers Dome: Ein S102.5 in der Weltmeisterschaft - Sebastian Bourdais und Nicolas Minassian als Piloten

(Motorsport-Total.com) - Pescarolo startet in der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf ganz eigene Art durch. Die Franzosen werden eine Weiterentwicklung des eigenen LMP1-Judd an den Start bringen und gleichzeitig den Einsatz eines Dome S102.5 betreuen. Das Team von Henri Pescarolo fährt somit technisch zweigleisig. Das japanische LMP1-Coupé wird ebenfalls mit einem 3,4-Liter-Judd-Motor ausgerüstet. Das verbesserte Chassis trägt die Bezeichnung S102.5.

Der Dome S102.5 wird teils die Farben von Pescarolo tragen Zoom

Somit werden die Japaner erstmals seit 2008 wieder in Le Mans fahren. "Damals waren wir mit größten Ambitionen gestartet, hatten sehr viel Geld in die Entwicklung des S102 gesteckt. Leider konnten wir unseren Ansprüchen nicht gerecht werden. Seither lag das Projekt in einem Dornröschenschlaf", erklärt Dome-Rennleiter Minoru Hayashi. In den vergangenen drei Jahren habe es mehrere Anfragen von Teams gegeben, die den S102 gern eingesetzt hätten. Zu einem Deal kam es aber nie.

Das Chassis wurde allerdings von Toyota zur Entwicklung von Antrieben genutzt. Der japanische Hersteller bestreitet sein Programm ab sofort mit einem eigenen Hybrid-LMP1, für Dome war dies das Signal zur Rückkehr. "Wir hatten auch für 2012 viele Anfragen, die jedoch allesamt an den finanziellen Rahmenbedingungen scheiterten. Daher haben wir beschlossen, die Sache selbst zu finanzieren", stellt Hayashi klar.

Im Dezember begann der umfangreiche Aufbau eines verbesserten S102, an dem nicht nur die obligatorische Heckfinne als sichtbare Neuerung zu erkennen sein wird. Die Entwicklung dauert derzeit noch an. Der Wagen mit der Kennzeichung Dome S102.5 soll kurz vor dem ersten WM-Lauf in Sebring getestet werden. Als Reifenpartner konnte man Michelin gewinnen, viele Bauteile wie Getriebe (X-trac), Bremsen (Brembo) oder Aufhängungselemente (Pankl) kommen von europäischen Zulieferern.


Fotos: Toyota TS030: Test in Le Castellet


Das Dome-Chassis galt schon 2008 als konkurrenzfähig, aber zu wenig ausgereift. Immer wieder erlitt man technische Defekte. Das Potenzial ist allerdings vorhanden. Dome muss immerhin 50 Kilogramm Ballast zuladen, um mit dem S102.5 auf das Mindestgewicht von 900 Kilogramm zu kommen. "Uns geht es im ersten Jahr vor allem um die Performance im Qualifying, wo der wahre Speed eines Autos sichtbar wird", erklärt Hayashi.

Für die Jagd nach schnellen Rundenzeiten holt sich Dome-Pescarolo prominentes Personal ins Cockpit. Die bisherigen Peugeot-Werkspiloten Sebastien Bourdais und Nicolas Minassian werden den S102.5 bewegen. In den kommenden Tagen wird man noch einen japanischen Piloten engagieren. Mit welchem Personal der Pescarolo-Judd des französischen Teams startet, wird man am heutigen Nachmittag (ab 16:00 Uhr) im Rahmen der Vorstellung des Starterfeldes von WEC und 24 Stunden von Le Mans erfahren.

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