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Ordonez in Le Mans Teamkollege von Brundle

Die Sieger der GT-Academy, die gemeinsam von Sony und Nissan ausgetragen wird, stehen vor einem abwechslungsreichen Rennprogramm 2012 - Höhepunkt ist Le Mans

(Motorsport-Total.com) - Die bisherigen Jahrgangs-Besten der GT-Academy - Lucas Ordonez (2009), Jordan Tresson (2010) und Jann Mardenborough (2011) - werden in der neuen Saison die Nissan Farben in drei der weltweit wichtigsten Langstreckenserien vertreten. Wie Ordonez bereits im letzten Jahr in Le Mans bewies, bewährt sich die von Nissan und Sony entwickelte GT-Academy als sehr erfolgreiches Sichtungsmodell für den Motorsportnachwuchs. Bringt sie doch aus dem Pool der besten PlayStation-Spieler neue Talente hervor, die nach kurzer, aber intensiver Lehrzeit auch auf der realen Rennpiste problemlos auf Top-Niveau mitfahren können.

GT Academy

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Der Spanier Ordonez (26) ist das bislang eindrucksvollste Beispiel für die gute "Spürnase" der Akademie-Juroren. 2012 bestreitet er mit dem Team Greaves Motorsport auf einem Zytek-Nissan der Klasse LMP2 zusammen mit Tom Kimber-Smith und Alex Brundle die europäische Le-Mans-Serie (ELMS). Bei den 24 Stunden von Le Mans wird er sich das Cockpit des offenen Prototypen mit Vater (Martin) und Sohn Brundle teilen.

"2011 war ein unglaubliches Jahr für mich", sagt Ordonez. "Ich habe im Team Signatech Nissan viel gelernt. Nun hat Nissan für mich ein neues Ziel definiert: den Gesamtsieg in einer Meisterschaft. Mit zwei sehr schnellen Teamkollegen und dem amtierenden Meisterteam Greaves Motorsport geht es um den Gewinn der europäischen LMS. Le Mans wird erneut der Höhepunkt des Jahres für mich sein. Ich freue mich schon sehr auf Martin Brundle, der mir bestimmt noch ein paar wertvolle Tipps geben kann. Unser Team ist sicher eines der stärksten in der LMP2-Klasse."

Tresson (23) ist der GT-Academy-Sieger mit der wohl steilsten Lernkurve. Der Jahrgangsbeste aus 2010 gewann 2011 an der Seite von Alex Buncombe den GT4-Cup der Blancpain-Langstrecken-Meisterschaft. Nun steigt er ebenso wie zuvor Ordonez in die LMP2-Kategorie auf. Mit Signatech Nissan geht er auf Punktejagd in der neuen Langstrecken-WM - zu der auch die 24 Stunden von Le Mans zählen.

"Für mich ist der Wechsel aus dem GT-Wagen in den LMP2 ein Riesensprung", bekennt Tresson. "Ich habe den Wagen bereits einmal getestet - er ist so unglaublich schnell in den Kurven. Ich werde hart arbeiten müssen, bin aber bis in die Haarspitzen motiviert. In Le Mans zu fahren ist speziell für einen französischen Fahrer ein Traum."

"Mit einem französischen Team auch die übrigen Rennen zur FIA-WM zu bestreiten, ist fast schon mehr, als ich mir momentan vorstellen kann. Es wird kein einfaches Jahr, denn wir werden starke Konkurrenz haben. Die LMP2 ist sehr gut besetzt, und es werden viele Wagen mit Nissan-Power im Heck antreten."

In jeglicher Hinsicht jüngster Absolvent der GT Academy ist der 20-jährige Mardenborough. Erst vor ein paar Monaten hat er als dritter Fahrer den Gesamtsieg errungen - nun wartet schon ein neuer Nissan GT-R Nismo GT3 für Einsätze in der Blancpain Endurance Serie auf den Waliser. "Vor einem Jahr hatte ich noch nicht mal meine Bewerbungsunterlagen für die GT Academy in den Briefkasten gesteckt - und nun stehe ich vor meiner ersten vollen Saison als Rennfahrer", wundert er selbst über die rasante Entwicklung.

"Ich habe ein extrem intensives Fahrertraining hinter mir; eine Gruppe erfahrener Instruktoren hat mich regelrecht zum Rennfahrer gemeißelt - die werden sicher lebenslang meine Freunde bleiben. Ich kann es kaum erwarten, den GT-R Nismo GT3 endlich zu testen - und ihn beim Saisonauftakt im April in Monza erstmals auch im Rennen auszuführen."

2012 sucht Nissan auch einen deutschen Superstar

Die 2008 von Nissan Europa und Sony gegründete europäische GT Academy wird in diesem Jahr erstmals um eine rein deutsche Serie erweitert. Sie bleibt dem Kerngedanken der Akademie treu: im Zuge eines mehrstufigen Auswahlverfahrens aus den schnellsten virtuellen Rennfahrern jene herauszufiltern, die den auf der Spielekonsole gezeigten Speed auch auf einer realen Rennstrecke abrufen können.

In einem ersten Sichtungsdurchgang wird Nissan ab dem 10. März über 16 Wochen lang 32 Finalisten bestimmen, die sich Mitte Juli zu einem zweitägigen Deutschland-Finale treffen. Auf dem Nürburgring müssen die Spielekonsole-Champions dann beweisen, dass sie nicht nur virtuelle Steuerkünste besitzen. Denn schon 50 Prozent der dortigen Tests sind mit einem Nissan 370Z auf der Grand-Prix-Rennstrecke zu absolvieren. Die zwölf Besten lädt Nissan dann für August zum Finale, einem fünftägigen Racecamp im britischen Silverstone, ein.

Eine dreiköpfige Jury - darunter Nissan-Werksfahrer und GT1-Weltmeister 2011 Michael Krumm sowie Bob Neville, Teammanager des britischen Nissan-Rennstalls RJN - kürt dort den Sieger der deutschen GT Academy. Er erhält als Hauptpreis das obligatorische Intensiv-Fahrertraining und einen garantierten Startplatz bei den 24 Stunden von Dubai (12./13. Januar 2013) - auf einem Nissan 370Z.

Die neu ausgeschriebene deutsche GT Academy läuft zwar weitgehend nach den Regularien des europäischen Vorbilds, jedoch terminlich wie logistisch komplett separat. "Neben Deutschland wird 2012 auch noch in anderen Ländern eine GT Academy stattfinden, sie wird so noch globaler", betont Michel Jansen, Produktmanager Sport- und 4x4-Fahrzeuge sowie Projektleiter GT Academy bei Nissan Center Europe in Brühl. "Von der deutschen Serie erhoffen wir uns einen noch höheren Bekanntheitsgrad für diesen einzigartigen Talentsichtungswettbewerb."

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