Oreca: Nur ein perfektes Rennen ermöglicht Sieg
Das Oreca-Team ist mit seinem Vorjahres-Peugeot 908 gegenüber den Werksautos im Hintertreffen - Nachteile auf den Geraden
(Motorsport-Total.com) - Das Oreca-Team besitzt beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen in Le Mans mit seinem 2010er-Peugeot 908 allenfalls Außenseiterchancen. In der Qualifikation fehlten Nicolas Lapierre, Loic Duval und Olivier Panis zwischen 3,8 und 4,3 Sekunden auf die aktuellen Werksautos von Peugeot und Audi. Doch im Rennen soll der Abstand geringer ausfallen, glaubt Oreca-Temchef Hughes de Chaunac.

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Der Peugeot 908 des Oreca-Teams ist deutlich langsamer als die Werksautos
"Wir denken, dass wir auf eine Rennrunde rund 2,5 Sekunden langsamer sein werden. Dagegen können wir nichts tun", sagt der Franzose. "Wir haben den selben Speed in den Kurven, aber auf der Geraden verlieren wir eine Menge." Deshalb sei ein Sieg nur dann möglich, wenn Fahrer, Mechaniker und Ingenieure keinerlei Fehler begehen.
Der ACO gewährte Oreca zwar einen Gewichtsvorteil von 15 Kilogramm, aber der Vorjahres-Peugeot muss dafür mit schmaleren Vorderreifen als die aktuellen Werksautos antreten. Zudem unterliegt 5,5-Liter-Diesel stärkeren Beschränkungen als die neuen 3,7-Liter-Modelle. Oreca muss also versuchen, über die Boxenstoppstrategie Zeit gutzumachen.
"Wir werden drei Stints auf den selben Reifen mit den selben Fahrern absolvieren", kündigt de Chaunac gegenüber 'Autosport' an. Dadurch soll möglichst wenig Zeit in der Box verloren werden. Gegen Rennmitte werde dann evaluiert, ob man - abhängig vom Wetter und von den Rundenzeiten - die Stint für die einzelnen Fahrer verlängert oder verkürzt.

