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Audi vs. Peugeot: Was für eine Schlacht!

Starkes Prestige-Dell: Marcel Fässler bezwingt Stephane Sarrazin im Kampf um die Bestzeit - Andy Priaulx setzt den BMW M3 in die Reifenstapel

(Motorsport-Total.com) - Die Zuschauer am legendären Circuit de la Sarthe wurden am Donnerstagabend Zeugen einer äußerst unterhaltsamen Qualifying-Show von Audi und Peugeot. In der zweiten Zeitenjagd in Le Mans boten sich die beiden Werke - entgegen vieler Aussagen im Vorfeld - eine herzhafte Schlacht um den besten Startplatz. In der Schlussphase des Trainings waren Stephane Sarrazin und Marc Gene (beide Peugeot) sowie Marcel Fässler (Audi) auf die Pole-Position angesetzt.

Benoit Treluyer, Marcel Fässler

Marcel Fässler fuhr den Audi mit der Startnummer zwei ganz nach vorn Zoom

Zuerst war es Sarrazin, der mit ungaublichen Bestzeiten in den ersten zwei Sektoren (32,4 Sekunden im ersten Abschnitt!) das Tempo vorgab. Der Polesetter von 2007, 2008 und 2009 hatte jedoch Pech, lief vor der Ford-Schikane auf langsame Konkurrenten auf. Dennoch setzte sich der Franzose zunächst in 3:26.336 Minuten an die Spitze. Wenige Sekunden später überquerte sein Markenkollege Gene in 3:26.272 Minuten die Linie.

Dies wollte Sarrazin nicht auf sich sitzen lassen. Der Werksfahrer aus Ales holte die Keule heraus, leistete sich sogar zwei Fahrfehler. Dennoch gelang der Konter: 3:26.156 Minuten! In der Peugeot-Box hatte der Applaus noch nicht aufgehört, als Marcel Fässler wie aus dem Nichts eine Runde in 3:25.961 Minuten setzte. "Eine tolle Runde, ich hatte zum Glück kaum Verkehr. Ich wusste, dass ich das kann. Das Auto ist super zu fahren. Ich bin stolz", so der Schweizer. Man darf davon ausgehen, dass diese Zeiten in der vierten Session nicht mehr unterboten werden. Weitere Setuparbeit steht an.

¿pbvin|64|3790||0|1pb¿So hatte auch der Donnerstag begonnen. Auch dabei waren Audi und Peugeot auf Augenhöhe. Beide Diesel-LMP1 konnten einen konstant hohen Speed über jeweils zehn Runden zeigen - Spannung im Rennen ist garantiert. Als schnellster Benziner behauptete sich der Wagen von Pescarolo in 3:33.066 Minuten. "Wir haben überhaupt kein Quali-Setup", strahlt Henri Pescarolo. "Wir haben ganz einfach nach dem Testtag richtig gut gearbeitet."

Die LMP1-Benziner von Rebellion-Toyota und OAK hielten gut mit, auch Kronos gelangen mit dem alten Lola-Aston Martin deutliche Fortschritte. Die ließ das Werksteam hingegen erneut vermissen. Zuerst schmiss Harold Primat den neuen AMR-One mit dem Heck zuerst in die Mauer, später rauchte der Wagen wieder einmal am Heck. Am Ende fehlte bei den Proberunden von Stefan Mücke plötzlich ein Teil der vorderen Verkleidung.

Auch in allen anderen Klassen konnten die Bestzeiten verbessert werden. In der LMP2 war Soheil Ayari im Signatech-Nissan in 3:41.458 Minuten das Maß der Dinge. Alexandre Premat (Oreca-Nissan) und Pierre Kaffer (Lola-Jdd) folgten mit großem Abstand auf den Rängen zwei und drei. Neues Selbstvertrauen tankte Nick Leventis (Strakka) nach seinem heftige Crash vom Vortag. Der HPD der Briten war in Rekordzeit neu aufgebaut worden.

In der GTE-Pro-Klasse holte sich Gianmaria Bruni (Ferrari) die deutliche Bestzeit vor Jörg Müller im BMW. Dessen Markenkollege Andy Priaulx legte unterdessen das Schwesterauto heftig in die Reifenstapel. "Ich konnte nichts machen, da war es plötzlich rutschig", klagt der Brite nach dem Abflug. Erst wenige Augenblicke später holten die Streckenposten die gestreiften Flaggen heraus. An der Zufahrt zur Ford-Schikane hatte jemand eine Flüssigkeit verloren.


Fotos: 24 Stunden von Le Mans, Training


Pech hatte auch wieder einmal Jetalliance-Lotus. Am Wagen von Jonathan Hirschi gab es früh einen deutlich sichtaren Schaden. Mit einer riesigen Rauchwolke am Heck kam der Schweizer zurück an die Box. Das Problem von Hirschi: er ist noch nicht als Pilot qualifiziert, muss in der Nacht auf eine probemlose Session hoffen. Die GTE-Am-Klasse bestimmte Marco Cioci (Ferrari).

Lustige Beobachtung am Rande: Frederic da Rocha (OAK) kam zu Beginn der Session nach einer Runde leicht irritiert in die Box. Der Franzose hatte auf den ersten 13,6 Kilometern einen Zettel im Cockpit gefunden, gab diesen schnell bei seiner Mannschaft ab. Was auf dem Papier stand, ist bisher nicht bekannt. Das letzte Qualifying vor den 24 Stunden von Le Mans findet am Abend zwischen 22:00 Uhr und Mitternacht statt.

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