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  • 15.03.2016 · 21:01

  • von Roman Wittemeier

Mark Webber: "Und jetzt noch Ferrari und BMW..."

Langstrecken-Weltmeister Mark Webber ist von der Entwicklung der WEC begeistert: Steigende Zuschauerzahlen, attraktive Marken und tolles Racing

(Motorsport-Total.com) - Gemeinsam mit der MotoGP ist die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) eine jener Rennsportserien, die im vergangenen Jahr weiter erheblich an Zuspruch gewinnen konnte. Der Le-Mans- und WM-Erfolg von Porsche wurde weltweit wahrgenommen, viele Piloten der Formel 1 sind von den schnellen und technologisch weit entwickelten LMP1-Fahrzeugen begeistert. "Die Serie hat in den vergangenen Jahren definitiv an Ansehen gewonnen", sagt Mark Webber.

Audi Porsche

Vor allem Audi und Porsche standen 2015 im Zentrum harter Duelle in den Rennen Zoom

"Audi hat lange Zeit einen beeindruckenden Job gemacht, aber dann kam Porsche und hat Druck ausgeübt. Außerdem waren die Rennen dazu noch spektakulär", berichtet der Australier auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Wir hatten einige enge 6-Stunden-Rennen, aber auch in Le Mans waren wir nahe beieinander. So etwas wollen die Fans sehen - und auch uns Fahrern gefällt es." Die Kämpfe der beiden VW-Konzernmarken Audi und Porsche sollen 2016 durch ein erstarktes Toyota-Team weiter angereichert werden.

"Ich denke, wir können nur Positives sagen, auf allen Gebieten. Alle Klassen sehen sehr stark aus", meint Webber. Die Zahlen belegen diesen Eindruck. Eine Analyse der WEC, die 'Motorsport-Total.com' vorliegt, weist ein solides Wachstum aus. Insgesamt waren 585.900 Fans bei den acht Rennen der Saison 2015 live an den Strecken. Hinzu kommen noch einmal 10.000 Fans, die sich den kostenlosen Besuch beim Prolog in Le Castellet nicht entgehen ließen.

Zuschauerzahlen steigen allerorten weiter an

Die Zuschauerzahlen in Silverstone stiegen um 4,7 Prozent, in Spa-Francorchamps waren es sogar 17,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch an den anderen Schauplätzen legten die Ticketverkäufe zu. Beim ersten Auftritt der WEC am Nürburgring waren 62.000 Zuschauer in der Eifel. Eine Befragung der Fans vor Ort zeigte ein erstaunliches Ergebnis. 67 Prozent der befragten Fans gaben dem Event das Prädikat "sehr gut", 31 Prozent beurteilten die Veranstaltung als "gut". Le Mans legte mit 263.500 zahlenden Fans ebenfalls weiter zu.

"Le Mans ist das Juwel, das wissen wir alle. Es ist ein Klassiker, alle lieben ihn", muss Webber beim Stichwort Le Mans sofort schmunzeln. Es ist jenes Rennen, das der Ex-Formel-1-Star unbedingt gewinnen möchte. Mit der Rückkehr von Ford in den Langstreckenzirkus dürfte das weltweite Interesse am 24-Stunden-Rennen in Frankreich noch einmal einen Schub erfahren. "Auf der einen Seite kommen also neue Hersteller rein. Das ist gut", so der Porsche-Pilot. "Auf der anderen Seite macht der Promoter einen guten Job."


Porsche: Poesie auf der Strecke

Ein Jahresabschluss-Video mit einer Zusammenfassungen der Saison von Patrick Dempsey und dem Dempsey/Proton Racing Team

"Sie sind nicht arrogant und schauen auf andere herab, sondern lernen von anderen Kategorien, wie man das Produkt besser machen kann. Alles, um die WEC gut in Schuss zu halten", lobt Webber den emsigen Serienchef Gerard Neveu sowie ACO-Präsident Pierre Fillon. "Sie bleiben auch beim Kalender realistisch. Bei den Sportwagen kann man niemals so viele Rennen wie bei der Formel 1 haben." In diesem Jahr gastiert die WEC erstmals in Mexiko-Stadt, einem Ort, der 2015 bei der Rückkehr der Formel 1 in Sachen Euphorie neue Maßstäbe setzte.

"Die Rennen sind gut, und das sind sie sogar über lange Zeiträume wie etwa sechs Stunden", meint Webber. "Hinzu kommt, dass in unserer Serie tolle Marken vertreten sind. Das ist wichtig. Wie wichtig das ist, hat man anhand der Resonanz auf Porsche ablesen können", meint der Australier, der sich auch 2016 einen Porsche 919 mit Timo Bernhard und Brendon Hartley teilt. "Wäre schön, wenn BMW und Ferrari jetzt noch kommen würden. Dann wären wir richtig gut aufgestellt!"

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