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  • 20.05.2013 · 10:51

  • von Dominik Sharaf

Reifen-Fehlgriff lässt Aston-Martin-Kogge sinken

Lamy verlor am Sonntagmorgen die Führung und handelte sich eine halbe Runde Rückstand ein - Pneuwahl zu konservativ - Simonsen sieht Probleme bei Nässe

(Motorsport-Total.com) - Als am Sonntagabend die rote Flagge beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring fiel, sah alles danach aus, als könnte der Aston Martin Vantage GT3 mit der Startnummer 007 für eine faustdicke Überraschung sorgen. Der gesamtführende Wagen von Lamy/Turner/Mücke/Simonsen kontrollierte in der Anfangsphase die hoch gewetteten Audi R8 LMS und behauptete sich vor den Manthey-Porsche. Nach über neun Stunden Unterbrechung und der Annulierung der Abstände sind die Hoffnungen dahin.

Darren Turner, Stefan Mücke, Allan Simonsen, Pedro Lamy

Als Lamy das Steuer an Simonsen übergab, lag der blaue Vantage auf Rang elf Zoom

Am Montagvormittag wurde das Bond-Auto nach Wiederbeginn binnen eineinhalb Stunden bis auf Rang elf zurückgereicht. "Wir haben einen Fehler mit den Reifen gemacht", hadert Pedro Lamyt im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Er saß beim Restart am Steuer und agierte bei der Wahl der Pneus zu konservativ: "Wir hatten Angst vor dem Regen, aber so schlimm war es dann am Ende gar nicht. Ich hatte überhaupt keinen Grip", erklärt der Ex-Formel-1-Pilot. Allan Simonsen hatte damit schon gerechnet, als er den Wetterbericht gelesen hatte.

Der Däne ist lediglich verwundert darüber, wie viel Zeit der Aston Martin bei britischen Bedingungen verliert: "Wir wussten, dass es im Nassen schwierig für uns werden würde. Aber so schwierig? Damit hätten wir nicht gerechnet." Auch wenn es seinen Farben zum Nachteil gelangte, dass beide Rennhälften vom Veranstalter nicht addiert wurden, sondern der vorrübergehende Abbruch wie eine Safety-Car-Phase behandelt wurde: Simonsen nennt die Entscheidung richtig und grämt sich nicht.


Fotos: 24-Stunden-Rennen Nürburgring, Rennen


"Das war eine gute Idee, mein Lob geht an die Organisatoren", meint der routinierte Langstrecken-Pilot. "Es gibt keinen Grund, Leben zu riskieren, weil die Piloten nicht mehr sehen, wohin sie fahren." Der Nachteil sei nicht das Neustart-Prozedere gewesen, sondern der Regen. Lamy hat das 24-Stunden-Rennen noch nicht abgeschrieben: "Ich bin enttäuscht, aber es ist nichts vorbei - zumal wir endlich die richtigen Pneus auf dem Auto haben. Vielleicht sind wir schneller als am Sonntag und holen den Rest noch ein."

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