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24 Rennen pro Jahr? "Dann kann man sich scheiden lassen"

Während Liberty den Kalender auf 24 Rennen ausbauen will, regt sich Widerstand: Warum die Fahrer dagegen sind und welche Bedingungen die Teams stellen

Max Verstappen
Nicht begeistert: Verstappen ist der Kalender bereits jetzt zu umfangreich
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Besitzer Liberty Media erwägt, den derzeit 20 Grands Prix umfassenden Kalender in den kommenden Jahren auszubauen. Da man mehr Rennen in den USA, in Südamerika und in Asien plant, soll das Pensum auf 24 Rennen erweitert werden. Doch diesbezüglich regt sich Widerstand. "Da kannst du dich auch gleich scheiden lassen", platzt es aus Red-Bull-Youngster Max Verstappen heraus. Dabei gilt ausgerechnet der Niederländer als Fahrer, der für das Rennfahren lebt.

"Der Rennsport ist Teil meines Lebens, aber es gibt auch ein Privatleben. Ich sehe Freunde und Familie ohnehin nicht oft, aber bei 24, 25 Rennen? Ich spreche nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Mechaniker", erklärt er seinen Standpunkt. "21 Rennen (in der kommenden Saison; Anm. d. Red.) sind mehr als genug." Während die Piloten meist am Donnerstag an der Rennstrecke eintreffen, sind die Mechaniker oft eine ganze Woche lang an der Rennstrecke, weil sie mit dem Auf- und dem Abbau der Motorhomes und Boxen beschäftigt sind.

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Verstappen ist mit seiner Meinung nicht alleine: Auch Lewis Hamilton kann kaum glauben, dass die Formel-1-Verantwortlichen über eine deutliche Kalendererweiterung nachdenken. "Verdammt! Sprechen sie wirklich über 24 Rennen?"

Red Bull kann umfangreicherem Kalender etwas abgewinnen

Während die Fahrer wenig erfreut sind, kann sich Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko einen Ausbau des Kalenders durchaus vorstellen. "Generell hätte ich nichts dagegen", sagt der Österreicher gegenüber der 'Bild am Sonntag' und verweist auf die wirtschaftlichen Vorteile. "Ein guter Grand Prix bringt 500 Millionen TV-Zuschauer."

"Ein guter Grand Prix bringt 500 Millionen TV-Zuschauer."
Helmut Marko

Marko fordert aber unter diesem Umständen einen besser abgestimmten Kalender und komprimiertere Rennwochenenden: "Man kann erst am Donnerstag aufbauen. Da hätte man schon zwei Tage Hotelkosten und so weiter fürs Personal gespart." Während der Kalender für 2018 durch die Rückkehr des Frankreich-Grand-Prix um ein Rennen erweitert wird, sorgt diese Neuerung auch für eine weitere Herausforderung: die drei direkt aufeinanderfolgenden Rennwochenenden in Le Castellet, Spielberg und Silverstone.

"Für die Crew wird es sicher am stressigsten", weiß Haas-Teamchef Günther Steiner. "Aber zumindest befinden sich alle Rennen in Europa, und wir müssen nicht von Kontinent zu Kontinent fliegen." Der Südtiroler erklärt sich bereit, das neue Szenario einmal auszuprobieren. "Es stimmt: Wenn es einmal passiert ist und es sich in Hinblick auf die TV-Zuschauerzahlen auszahlt, dann wird es wieder passieren. Wir müssen es aber nachher gründlich analysieren und uns ansehen, ob es sich auszahlt, das wieder zu machen."

Pirelli müsste aufrüsten

Auch für Reifenhersteller Pirelli bedeuten drei Rennen in Folge eine zusätzliche Herausforderung. "Uns geht es im Grunde wie einem kleinen Team", erklärt Pirelli-Manager Mario Isola. "Wir benötigen zusätzliche Leute, obwohl die Rennen in Europa sind, denn wir haben ja die Trucks, die entweder die neuen Reifen zu den Rennen bringen oder die alten abholen."

Sollte ein ähnliches Szenario bei den Überseerennen stattfinden, werde alles noch komplizierter: "Dann müssen wir einen ordentlichen Plan erstellen." Trotzdem spricht sich Isola nicht dagegen aus: "Wenn es für den Sport einen Vorteil darstellt, dann werden wir bereit sein. Wir benötigen dafür aber mehr Leute und mehr Logistik."

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