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Hamilton: "Formel 1 ist definitiv nicht fair"

Lewis Hamilton spricht über seine bisherige Saison bei den Silberpfeilen, Fairness in der Formel 1, Teamkollege Rosberg und gibt eine Kampfansage für den Titel

Lewis Hamilton
Laut Mercedes-Pilot Lewis Hamilton ist die Formel 1 "definitiv nicht fair"
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Beim Großen Preis von Ungarn startet Mercedes-Pilot Lewis Hamilton zum dritten Mal in Folge von ganz vorne. Trotzdem konnte der Brite nach seinem Wechsel von McLaren zu den Silberpfeilen im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Nico Rosberg noch kein Rennen für seinen neuen Arbeitgeber gewinnen.

Auch in der Fahrerweltmeisterschaft muss Hamilton beinahe schon ein Fernglas zur Hand nehmen: Der Abstand auf Klassenprimus Sebastian Vettel (157 Punkte) beträgt 58 Zähler. Der Deutsche schickt sich an, seinen vierten Titel in Folge einzufahren. Ist das noch ein fairer Wettbewerb - und kann Hamilton die Titelserie des Heppenheimers stoppen?

"Es sieht ehrlich gesagt nicht danach aus. Sebastian Vettel und Red Bull sind zu stark, um sie regelmäßig zu besiegen", gesteht der Brite gegenüber 'Welt am Sonntag'. Die Fahrerweltmeisterschaft ist laut Hamilton in weiter Ferne, aber "in der Konstrukteurs-Wertung werden wir es vielleicht schaffen, weil wir mit Nico Rosberg darauf zu zweit hinarbeiten können. Aber in der Einzelwertung? Ich sehe in diesem Jahr nur eine kleine Chance", sagt Hamilton.

Hamilton zieht Vergleich zu anderen Sportarten

"Teams wie Marussia haben überhaupt nicht die Möglichkeiten, die Red Bull hat oder die wir bei Mercedes haben."
Lewis Hamilton

Vettel und Red Bull möglicherweise zum Vierten - kann man da noch von einem fairen Wettbewerb sprechen? Dazu hat Hamilton eine klare Meinung: "Die Formel 1 ist auch nicht fair, definitiv nicht", gibt er an und belegt es mit Beispielen: "Schauen Sie sich Teams wie Marussia an, die haben überhaupt nicht die Möglichkeiten, die Red Bull hat oder die wir bei Mercedes haben. Denen muss ein Formel-1-Rennen noch viel unfairer vorkommen."

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Hamilton zieht den Vergleich zu anderen Sportarten, wo die Athleten auf sich alleine gestellt sind: "Das unterscheidet uns von Tennisspielern oder Radfahrern", berichtet er. "Andy Murray wusste am Tag des Wimbledon-Finals, dass es heute ganz allein auf ihn ankommt. Da waren nur er und der Gegner, die sich einen sportlichen Wettkampf geliefert haben. Jeder hat sein Bestes gegeben, und am Ende hat Andy gewonnen, was ich absolut großartig finde."

"Das kann man mit uns in der Formel 1 überhaupt nicht vergleichen. Hier kann ein Pilot genau die gleiche Leistung bringen wie der Sieger und am Ende trotzdem nur Achter werden, weil sein Auto eben nicht mehr zugelassen hat", so Hamilton.

Zeit mir Rosberg war früher unbeschwerter

"Nico ist einer der stärksten Piloten, die wir derzeit in der Formel 1 haben."
Lewis Hamilton

Obwohl der Fahrer im Cockpit alleine am Lenkrad dreht, ist die Formel 1 ein Teamsport. Im Duell mit seinem Kumpel und Teamkollegen Rosberg (6. / 84 Punkte) liegt Hamilton (4. / 99 Punkte) in der Fahrerwertung zwar vorne, jedoch konnte der Deutsche im Gegensatz zum Briten diese Saison zwei Rennen gewinnen. Hamilton tangiert das nach eigenen Aussagen weniger. "Das ist kein Thema für mich", entgegnet er und fügt hinzu: "Auf der anderen Seite habe ich ja mehr Punkte als er gesammelt. Nico ist einer der stärksten Piloten, die wir derzeit in der Formel 1 haben", lobt er seinen Teamkollegen.

"Wir sind ein Team und gewinnen und verlieren zusammen. In manchen Rennen war er besser, in anderen ich. Das gehört dazu und spornt uns gegenseitig an", sagt Hamilton. Die beiden Teamkollegen wohnen in Monaco im selben Haus, kennen sich seit der Jugend. Die unbeschwerten Zeiten seien aber laut Hamilton vorbei - auch, weil Rosberg leistungsmäßig zugelegt habe: "Er ist stärker geworden. Das macht es anstrengender für mich", betont Hamilton.

"Außerdem sind wir beide Männer geworden. Zu Kartzeiten hatten wir nur Unsinn im Kopf. Wir sind mit Einrädern herumgefahren, haben Witze gerissen und die ganze Zeit Eis gegessen. Es ging immer nur darum, Spaß zu haben. Heute fahren wir für einen Multi-Millionen-Dollar-Konzern. Wir müssen Ergebnisse abliefern. Das verändert einen", so Hamilton. Trotzdem bezeichnet er die Beziehung zu seinem Nachbarn weiterhin als Freundschaft. Auf der Strecke kennt der Brite allerdings keine Freunde, das hat er schon oft gezeigt.

Hamilton belächelt Kritiker und möchte den Fahrertitel

Hamilton ist heiß auf seinen ersten Sieg für die Silberpfeile. Vielleicht klappt heute bei der erwarteten Hitzeschlacht auf dem Hungaroring. Mit der ersten Saisonhälfte für seinen neuen Arbeitgeber zeigt sich der Brite jedenfalls "sehr zufrieden": "Als ich gekommen bin, hätte ich nie gedacht, dass wir heute so stark sein könnten, wie wir es sind. Wir sind Zweiter in der Konstrukteursmeisterschaft, standen sechsmal auf der Pole-Position und kommen mit unseren Autos eigentlich immer im Ziel an."

"Es ist eine ständige Weiterentwicklung spürbar. Davon konnte ich nicht ausgehen. Ich kannte das Mercedes-Team vorher ja nur aus der Ferne und habe im vergangenen Jahr gesehen, dass sie einige Probleme hatten", so Hamilton. Den Wechsel zum Werksteam bereue Hamilton nicht, wie er abermals betont, Genugtuung für seinen ehemaligen Arbeitgeber McLaren, der diese Saison kriselt, verspürt der Mann aus Stevenage jedoch nicht. "Genugtuung ist das falsche Wort. Ich wusste immer, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe", sagt Hamilton.

Über die Kritiker, die seinen Wechsel angemahnt haben, "habe ich damals schon gelächelt und lächele immer noch über sie", so Hamilton. In diesem Fall ist es eine Genugtuung für den Briten, der betont: "Sie haben sich geirrt, so einfach ist das." Nach dem Wimbledon-Sieg von Andy Murray und dem Triumph von Christopher Froome bei der Tour de France wird Hamilton gefragt, wann er es seinen Landsleuten gleichtut und die zweite Fahrerweltmeisterschaft nach 2008 einfährt. Die Kampfansage des Briten: "Nächstes Jahr, frühestens."

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