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Am liebsten hätte Berger Alonso und Vettel...

12. September 2008 - 10:05 Uhr

... und beide wird er nicht bekommen - Toro-Rosso-Boss möchte trotzdem einen anerkannt starken Fahrer und ein Nachwuchstalent im Team

Gerhard Berger
Gerhard Berger weiß noch nicht, mit welchen Fahrern er 2009 antreten wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn die Formel 1 ein Wunschkonzert wäre, wen würdest du dir dann als Fahrer für 2009 wünschen? "Dann hieße mein Dreamteam Alonso und Vettel", entgegnete Toro-Rosso-Boss Gerhard Berger im Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin 'NEWS'. Allerdings wird es in dem Fall wohl auch bei einem Wunsch bleiben.

Fernando Alonso verhandelt nämlich angeblich mit dem BMW Sauber F1 Team und mit Honda, könnte auch jederzeit bei Renault weitermachen, während Sebastian Vettel bereits bei Red Bull Racing unterschrieben hat. Also muss sich Berger neue Fahrer suchen - und das wird denkbar schwierig. Die wirklich Guten in der Formel 1 sind allesamt nicht auf dem Markt und aus der GP2 drängen dieses Jahr auch keine echten Überflieger nach.

"Zuerst müssen wir einen Fahrer finden, der auf dem Niveau eines Vettel das Team dort halten kann, wo es jetzt steht", so Berger. "Dann kann man das Risiko mit einem Nachwuchspiloten als zweitem Fahrer nehmen." Der riskante Nachwuchspilot, das könnte zum Beispiel Bruno Senna oder Sébastien Buemi werden, während sich für den Platz des Routiniers im Red-Bull-B-Team Leute wie Sébastien Bourdais oder Takuma Sato bewerben.

Ob man mit diesen Kandidaten wie von Berger gewünscht "das Niveau halten" kann, das sei dahingestellt, aber man muss sich eben nach dem Markt richten. Ein Nick Heidfeld könnte da noch frei werden, sollte Alonso zu BMW wechseln. Womit wir wieder beim Thema Alonso wären, für den Berger den roten Teppich ausrollen würde: "Ich kenne Alonso eigentlich gar nicht gut und ich sehe ihn auch als schwierig an, aber mir gefällt einfach sehr gut, wie er Auto fährt."

So unattraktiv ist das Toro-Rosso-Team auch gar nicht mehr, denn dem Red-Bull-A-Team fahren die "Jungbullen" derzeit kräftig um die Ohren. Aber: "Unterm Strich glaube ich nicht, dass wir eine Chance gegen Red Bull Racing haben, weil dort einfach die Möglichkeiten um einiges größer sind als bei uns. Wenn die einen guten Job machen, dann müssten wir eigentlich hinter ihnen liegen", gab Berger abschließend zu Protokoll.

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