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Experten: Ralf hat eine Zukunft bei Toyota

30. Mai 2007 - 13:03 Uhr

Christian Danner und Klaus Ludwig können sich trotz der neuesten Gerüchte nicht vorstellen, dass Ralf Schumacher das Rennfahren verlernt hat

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher erlebte in Monaco eines seiner schwärzesten Wochenenden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Ralf Schumachers Tage bei Toyota scheinen gezählt. Nach der Talfahrt in dieser Saison schließt das in Köln ansässige Formel-1-Team nach Informationen der 'Bild'-Zeitung eine vorzeitige Trennung von seinem teuersten Angestellten nicht länger aus. Die Suche nach einem möglichen Nachfolger habe schon begonnen. "Wir beobachten den Markt", sagte Teampräsident John Howett.

Angeblich fährt "Schumi II" die nächsten beiden WM-Rennen in Montreal am 10. Juni und Indianapolis am 17. Juni zur Bewährung. "Ralf ist in eine Abwärtsspirale geraten. Seine Leistung ist bodenlos. Er muss so schnell wie möglich den Knopf finden, denn es wird langsam gefährlich", wird der dreimalige Weltmeister Niki Lauda zitiert.

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Schumacher muss so schnell wie Trulli fahren

Schumachers mit 14 Millionen Euro dotierter Vertrag läuft zum Saisonende aus. Doch sollte er nicht zumindest auf dem Niveau seines Teamkollegen Jarno Trulli fahren, erwägt Toyota Gerüchten zufolge eine vorzeitige Beurlaubung des 31-Jährigen.

Das allerdings schließt der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Danner aus: "Wer die Mentalität der Japaner kennt, der weiß, dass er nicht gefeuert wird. Zu Ralf gibt es für Toyota keine Alternative", sagte der 'RTL'-Experte dem 'sid'. Er sei sicher, "dass Ralf den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen wird".

Tourenwagen-König Klaus Ludwig sind Schumachers Leistungen ein absolutes Rätsel: "In Monaco war er ja nicht mal in der Lage, einen Spyker zu überholen. Das ist lächerlich." Allerdings wisse er auch nicht, was im Team los ist. Ludwig: "Es kann nicht sein, dass er plötzlich das Rennfahren verlernt hat."

Tiefpunkt war Schumachers 20. Platz in der Startaufstellung in Monaco. Vorwürfe, dass er da nicht nur der "langsamste Schumacher", sondern auch der schlechteste Deutsche war, nimmt er nur noch mit Galgenhumor zur Kenntnis. "Das ist so weit hinten doch völlig egal", meinte der Wahlösterreicher flapsig.

Team muss sich stark weiterentwickeln

Im Rennen ging s weiter nach vorne, doch auf Platz 16 endete die Aufholjagd des Auslaufmodells. Schumacher ist derzeit nicht nur erfolg-, sondern auch völlig ratlos: "Wenn man sich im Auto nicht wohl fühlt, ist das ein großes Problem", wird er in der Fachzeitung 'Motorsport aktuell' zitiert. Abgesehen von den eigenen Problemen müsse das ganze Team aber "einen gewaltigen Schritt" vorwärts machen.

Seit dem Formel-1-Debüt im Jahr 2002 wartet Toyota vergeblich auf einen Grand-Prix-Sieg - und das, obwohl die Japaner mit knapp 400 Millionen Euro von allen elf Rennställen über den mit Abstand größten Etat verfügen. Doch auch in dieser Saison scheint Toyota nicht die Kurve zu kriegen.

Nach den ersten fünf Rennen belegt der Automobilgigant in der Konstrukteurs-WM mit nur fünf Punkten den sechsten Platz. Besonders bitter: Sogar das einstige Topteam Williams, das mit Kundenmotoren von Toyota über die Runden kommen muss, hat zwei Zähler mehr.

Laut Danner sei die Kritik an Schumacher in den ersten Rennen berechtigt gewesen. Da sei der Toyota-Pilot viel zu langsam und in einem Tief gewesen. Aber Ralf habe aufgeholt und sei in Barcelona und Monte Carlo von den Rundenzeiten im Rennen genauso schnell wie Teamkollege Trulli gewesen, meint Danner: "Er ist besser, als es vielleicht aussehen mag. Ihm deshalb jetzt einen Strick daraus zu drehen, wäre nicht fair. Ich denke, er hat noch eine Zukunft bei Toyota."

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