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JRM aus kommerziellen Gründen in der WEC

JRM will sich beim Debüt in der Langstrecken-WM als bestes LMP1-Privatteam platzieren - Die Gründe für den Wechsel in die WEC sind kommerzieller Natur

(Motorsport-Total.com) - Die neue Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zieht immer mehr Teams an. Die Einschreibefrist endet am 19. Januar und bislang sieht das Starterfeld vielversprechend aus. JRM Racing hat diese Woche ebenfalls den Einstieg in die LMP1-Klasse der WEC bekanntgegeben. In der abgelaufenen Saison hat das Team seine Stärke noch in der GT1-Weltmeisterschaft mit dem Titelgewinn von Michael Krumm und Lucas Luhr unter Beweis gestellt. Die Langstrecke ist für das noch junge Team Neuland. Als Einsatzgerät hat man sich für den HPD ARX-03a entschieden.

Michael Krumm

Michael Krumm und Lucas Luhr haben für JRM den GT1-WM-Titel gewonnen Zoom

Die LMP1-Klasse ist in erster Linie von den großen Herstellern wie Audi und Peugeot besetzt. Für ein kleines und neues Team wird es nicht einfach sein, gegen die Giganten zu bestehen. Doch genau diese Giganten sorgen für weltweite Aufmerksamkeit. Dieser Umstand hat JRM auch zu dem Wechsel bewogen. "Es war eine kommerzielle Entscheidung", bestätigt Teamchef James Rumsey gegenüber 'Autosport'. "Es scheint, dass im Vergleich zur GT1 das Geld für die LMP1 vorhanden ist."

"Die GT1 sucht kommerziell noch ihre Richtung, während das Sponsoren-Potential für die WEC und speziell Le Mans sehr gut ist. Die LMP1 wird von den Herstellern angetrieben und sie stehen hinter der WEC. Hoffentlich können wir auf diesen Zug aufspringen." Dennoch sind die Erfolgsaussichten in der Topklasse beschränkt. In der LMP2 wären die Möglichkeiten deutlich größer gewesen. JRM hatte auch einen Oreca-Nissan in Betracht gezogen, aber "als wird die LMP2 mit der LMP1 verglichen haben, war deutlich, dass es in der P1 das Sponsoren-Potenzial gibt, um die Kosten zu decken."

Audi und Peugeot werden 2012 jeweils zwei Autos einsetzen. Dazu gesellt sich auch Toyota, das zunächst mit einem Fahrzeug dabei sein wird. Langfristig gesehen, könnten die Hersteller ihre Fahrzeuge auch an Kunden vergeben. So hat beispielsweise Oreca in den vergangenen Jahren einen Peugeot 908 eingesetzt. Deshalb hat sich JRM zum Ziel gesetzt, das beste Privatteam zu werden, um in Zukunft für die Hersteller als Einsatzteam in Betracht gezogen zu werden.

"Das HPD-Auto bietet eine gute Plattform. Hoffentlich sind wir sofort konkurrenzfähig", blickt Rumsey voraus. "Wir wollen die beste Privatmannschaft werden. Wir peilen das Podium an, aber realistisch gesehen, können wir die Hersteller nicht schlagen. Hoffentlich führt der Einsatz zu einer Möglichkeit, mit einem Hersteller zusammenzuarbeiten. Die Hersteller werden Teams brauchen, die ihre Autos einsetzen."

JRM will drei Vollzeitfahrer einsetzen, entschieden ist aber noch nichts. Es werden Gespräche mit mehreren Kandidaten geführt, deren Namen Rumsey aber noch nicht verraten will. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Team auf Titelverteidigung in der GT1-WM geht, sind gering. "Wir wollen die GT1-Meisterschaft fahren, wenn wir die kommerziellen Partner dafür finden", sagt der Teamchef.

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