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Weltmeister Jonathan Rea trotzt der Hitze in Jerez: "Wie ein Haartrockner"

Kawasaki-Pilot Jonathan Rea kassiert am Samstag in Jerez 20 wichtige Punkte für die Meisterschaft - Auf Scott Reddings Tempo hatte der Brite keine passende Antwort

(Motorsport-Total.com) - Jonathan Rea musste sich beim Samstags-Rennen in Jerez mit Platz zwei zufriedengeben (zum Rennbericht). Der Kawasaki-Pilot führte das Rennen nach dem Start an und musste sich in Runde 15 geschlagen geben. Ducati-Pilot Scott Redding setzte sich beim Anbremsen der Dani-Pedrosa-Kurve mit einem aggressiven Manöver neben die Kawasaki mit der Nummer 1 und behauptete sich danach bis zur Zieldurchfahrt in Führung.

Jonathan Rea

Jonathan Rea gab sich in Lauf eins mit Platz zwei zufrieden Zoom

"Zu Beginn lief es gut. Es war aber richtig heiß", berichtet Jonathan Rea im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "In der Aufwärmrunde öffnete ich mein Visier und es fühlte sich an wie ein Haartrockner. Es war noch schlimmer als mit geschlossenem Visier."

"Ich hatte einen tollen Start und fuhr meinen Rhythmus. Wir konnten mit einer kleinen Gruppe dem restlichen Feld entkommen. Dann hielt ich meinen Rhythmus bis zur Rennhälfte, beziehungsweise bis sechs oder sieben Runden vor Rennende, als Scott vorbeizog", schildert Rea.

Jonathan Rea plante keinen Ausreißversuch

"Ich versuchte nicht, zu pushen. Stattdessen fuhr ich meinen Rhythmus. Es war ausreichend, mittlere 1:41er-Zeiten zu fahren. Ich sah auf meiner Boxentafel, dass ich zwei weitere Fahrer hinter mir hatte. Ich vergeudete nicht zu viel Kraft, weil ich wusste, dass es sich am Ende auf ein Duell mit Scott zuspitzen wird", berichtet der Weltmeister.

Jonathan Rea

Jonathan Rea führte vom Start bis zur 15. Runde Zoom

In Runde 15 zog Redding vorbei. "Ich war überhaupt nicht überrascht. Ich hörte sein Motorrad", kommentiert Rea. "Ich erwartete, dass er ein bisschen besser verzögert, doch er bremste sehr weit in die Kurve, weil er nicht genug verzögern konnte."

Probleme beim Bremsen und zu viel Druck auf dem Vorderrad

Aber auch Rea war nicht zufrieden mit seiner Brems-Performance: "Ich fühlte mich in diesem Bereich ein bisschen schwach. Daran müssen wir arbeiten. Doch abgesehen davon war mir auf Grund der Boxentafel klar, dass er direkt hinter mir fährt und es probieren wird."


Fotos: Superbike-WM in Jerez


Danach musste Rea seinen Landsmann ziehen lassen. "Ich hatte große Probleme mit meinem Vorderreifen. Das Motorrad war ziemlich unruhig. Ich brachte es nach Hause. Ich hatte in Kurve 2 einen leichten Vorderradrutscher. Zudem hatte ich beim Anbremsen von Kurve 6 Probleme mit dem Hebelweg meines Bremshebels. Der Druckpunkt wanderte ziemlich stark zurück", schildert der Titelverteidiger.

"Wir haben einige Dinge, an denen wir für Sonntag arbeiten müssen. Doch grundsätzlich fühlte ich mich wohl. Ich habe das Gefühl, hier in Jerez stärker zu sein als in den vergangenen Jahren", analysiert Rea. "Wir haben im Vergleich zum Vorjahr definitiv Fortschritte erzielt. Es ist nicht eine unserer Paradestrecken. Deshalb war es ziemlich gut, bis zum Ende vorne mitzumischen. Für Sonntag versuchen wir, etwas Druck von der Front zu nehmen."

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