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Sicherheit in der WSBK: Tom Sykes rechnet mit der Dorna ab

Kritische Worte vom Ex-Weltmeister: Laut Tom Sykes ist den Verantwortlichen der Dorna die Sicherheit in der Superbike-WM nicht so wichtig wie in der MotoGP

(Motorsport-Total.com) - Obwohl in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet der Sicherheit große Fortschritte gemacht werden konnten, gibt es im Motorsport stets ein Restrisiko. Besonders im Motorradsport können schwere Verletzungen oder Schlimmeres nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Die Bemühungen der Dorna, die Strecken immer sicherer zu machen, sind enorm. Jeder Kurs wird genau inspiziert. Zudem wird in den regelmäßigen Sitzungen der Sicherheitskommission ununterbrochen daran gearbeitet, die Kurse noch sicherer zu machen. Doch in der Superbike-WM scheinen die Anstrengungen der Dorna nicht so groß zu sein, das Sicherheitsniveau der MotoGP herzustellen, wenn man den Aussagen von Ex-Weltmeister Tom Sykes folgt.

Jonathan Rea, Tom Sykes

Die Rundenzeiten der WSBK sind nur minimal langsamer als die der MotoGP Zoom

"Wir fahren beinahe die gleichen Geschwindigkeiten wie die MotoGP, doch es scheint, als wäre Sicherheit für uns nicht so wichtig wie in den Grand-Prix-Klassen. Sie fahren auf einigen Strecken, die deutlich sicherer sind als die, auf denen wir fahren", vergleicht Sykes im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Es gibt eine eigene Organisation, die sich um die Sicherheit der MotoGP-Strecken kümmert. Wir fahren beinahe die gleichen Rundenzeiten und erreichen die gleichen Geschwindigkeiten, doch unsere Sicherheit scheint nicht so wichtig zu sein", kritisiert der Kawasaki-Werkspilot und bemerkt: "Das ist ziemlich enttäuschend. Ich kann es aber nicht ändern."

Tom Sykes

Tom Sykes im Gespräch mit Redakteur Sebastian Fränzschky Zoom

Zuletzt gastierte die Superbike-WM auf dem Lausitzring. Sykes bezweifelt, dass der Kurs für die MotoGP in Frage kommen würde. "Es gibt einige Sektionen, die merkwürdig sind. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man auf der Start/Ziel-Geraden im Windschatten fährt. Es gibt eine Mauer, die die Strecke von der Boxengasse trennt", erklärt der Weltmeister der Saison 2013.

"Noch viel schlimmer: Ausgangs der letzten Kurve gibt es eine Bodenwelle. Wenn man an dieser Stelle via Highsider abfliegt, dann landet man unmittelbar in der Mauer, die nur wenige Meter entfernt ist", ärgert sich Sykes. An dieser Stelle sah man am WSBK-Rennwochenende einige Rutscher. Glücklicherweise wurden die Fahrer auf der von Sykes angesprochenen Bodenwelle stets von ihrer Traktionskontrolle eingefangen.

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