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Chaz Davies: "Würde nicht auf mich wetten"

Der WM-Titel ist für Ducati in weite Ferne gerückt: Chaz Davies blendet die Meisterschaft aus und peilt nach der Sommerpause Laufsiege an

(Motorsport-Total.com) - Ducati dürfte auch in diesem Jahr am großen Ziel scheitern. Der erste WM-Titel mit der Panigale ist durch die Stürze von Chaz Davies in weite Ferne gerückt. Nach acht von 13 Rennwochenenden liegt der Ducati-Pilot 115 Punkte zurück. Die Kawasaki-Piloten Jonathan Rea und Tom Sykes dürften den WM-Titel erneut unter sich ausmachen. Für Davies bleibt nach der Sommerpause nur noch die Hoffnung, eine ähnliche Siegesserie wie im Vorjahr hinzulegen, als er 6 Rennen in Folge gewann.

Chaz Davies © Ducati
Parallelen zu 2016: Chaz Davies leistete sich wie im Vorjahr zu viele Fehler

Vier Nuller verzeichnete Davies in der laufenden Saison. Auf der Paradestrecke in Aragon stürzte der Ducati-Pilot beim Kampf um den Sieg. Beim darauffolgenden Event in Assen streikte die Technik und hinderte Davies am Sieg. In Misano folgte dann eine Schrecksekunde, als Davies in Führung liegend stürzte und von Rea überrollt wurde. Durch die Verletzung fehlte die Startnummer 7 beim zweiten Lauf.

"Wir hatten gute Rennen und wir hatten schlechte Rennen. So ist das im Rennsport. Ich freue mich sehr über die Siege, die wir in dieser Saison einfahren konnten. Imola und Laguna Seca waren die Höhepunkte", blickt Davies im Gespräch mit 'WorldSBK.com' zurück.


Fotos: Superbike-WM in Laguna Seca


Besonders die Siege in Imola blieben im Gedächtnis. "Es ist etwas Besonderes, dort als Ducati-Fahrer zu gewinnen. Ich denke, kein anderer Fahrer empfindet in Imola das, was ich empfunden habe", bemerkt er und erinnert sich an die Tiefpunkte: "Der Sturz beim ersten Rennen in Aragon war sehr enttäuschend. Lauf eins in Misano inklusive der Verletzung war ein weiteres enttäuschendes Rennen."

Jonathan Rea, Tom Sykes, Chaz Davies

Kann Davies die beiden Kawasakis nach der Pause konstant hinter sich lassen? Zoom

"Ich bin sehr stolz darauf, dass wir sofort zurückschlagen konnten", kommentiert Davies den Sieg beim Event in Laguna Seca. Doch trotz des Erfolgs in den USA liegt der Ducati-Pilot in der Fahrerwertung weit zurück. "Ich wäre mir nicht sicher, ob ich auf mich wetten sollte. Ich konzentriere mich darauf, so viele Rennen wie möglich zu gewinnen. Es ist nicht einfach", bemerkt Davies mit einem Blick auf die WM-Wertung.

"Die Kawasaki-Piloten sind in guter Form. Marco (Melandri) macht ebenfalls Druck. Wir geben unser Bestes. Ich hoffe, dass wir bei den Sommertests etwas lernen, damit wir nach der Sommerpause weitere Siege einfahren können", erklärt Davies, der in dieser Woche mit dem Ducati-Werksteam auf dem Lausitzring testet.

Im vergangenen Jahr gewann Davies nach der Sommerpause sieben von acht Rennen. Besonders bemerkenswert waren die sechs Siege in Folge bei den Rennwochenenden in Magny-Cours, Jerez und Doha. Folgt eine Wiederholung dieses Erfolgs? "In meinen Träumen ist das immer möglich, doch in der Realität schaue ich nie zu weit in die Zukunft. Ich denke immer an das nächste Rennen und an die nächste Strecke. Wir gehen es Rennen für Rennen an", stellt Davies klar.

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