powered by Motorsport.com
  • 21.06.2022 · 13:03

  • von Chris Bruce, Übersetzung: Roland Hildebrandt

Milivié 1: Ein VW-Käfer-Restomod für 570.000 Euro

Schon beim ersten Blick auf den Milivié 1 wird deutlich, dass er im Vergleich zum originalen VW Käfer einige gravierende Designänderungen bekommt

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Das Thema Restomod spaltet die Oldtimer-Gemeinde. Für neuen Zündstoff wird dieses Fahrzeug sorgen: Der Milivié 1 ist ein in limitierter Auflage hergestellter Umbau des VW Käfer, der das kultige Original mit einigen modernen Annehmlichkeiten versehen soll.

Käfer-Mid

Milivie 1 Front Corner Zoom

Echte Sprengkraft hat der angepeilte Preis: Das Unternehmen beabsichtigt, nur 22 Exemplare zu einem Startpreis von jeweils 570.000 Euro herzustellen.

Schon beim ersten Blick auf den Milivié 1 wird klar, dass der Erbauer dem Modell im Vergleich zum ursprünglichen VW Käfer einige größere Designänderungen verpasst hat. Das Unternehmen nimmt Anleihen bei verschiedenen luftgekühlten Porsches, so erinnert die Nase dieses Fahrzeugs ein wenig an den 356. Halo-förmige LEDs ersetzen die Scheinwerfer, und es gibt weitere Lampen näher an der Stoßstange.

Am Heck ist ein Entenbürzelspoiler an der Motorhaube befestigt. Außerdem gibt es hufeisenförmige Rücklichter, die wohl an die "Elefantenfüße" des 1303 erinnern sollen.

Der Innenraum wurde im Vergleich zum schlichten Käfer komplett überarbeitet. Der Fahrer blickt nun auf 12,3-Zoll-Bildschirme für das Kombiinstrument und den Infotainment-Bildschirm, die von einer einzigen Blende umgeben sind. Es gibt mehrere Anzeigemodi, darunter auch die Darstellung analoger Instrumente. Die Insassen haben mehrere Möglichkeiten, Geräte aufzuladen, darunter kabelloses Laden, 220-Volt, USB und USB-C.

Für den Bau des Milivié 1 verwendet das Unternehmen einen VW Käfer 1303 als Spenderfahrzeug. Diese Variante kam 1972 auf den Markt und war größer als der ursprüngliche Käfer. Einige Modelljahre lang verkaufte VW sie in den Vereinigten Staaten als "Super Beetle".

Natürlich gibt es schon diverse Käfer-inspirierte Fahrzeuge. Zunächst natürlich von VW selbst der New Beetle und Beetle, ein elektrischer ID. Beetle ist im Gespräch. Aus China stammt der elektrische Ora Ballet Cat von Great Wall.


Fotostrecke: Milivié 1: Ein VW-Käfer-Restomod für 570.000 Euro

Aber zurück zum Milivié 1: Der 1303 wird komplett zerlegt. Mehr als tausend Arbeitsstunden sind nötig, um den Käfer zu dieser Kreation umzubauen. Dazu gehört der Einbau einer Doppelquerlenkeraufhängung. Außerdem gibt es vorne und hinten Scheibenbremsen.

Als Antrieb dient dem Milivié 1 ein luftgekühlter 2,28-Liter-Boxermotor mit zwei Weber-Vergasern und elektronischer Zündung. Über die Leistung des Motors macht das Unternehmen keine Angaben. Ein ZF 4HP-Viergang-Automatikgetriebe schickt die Kraft an die Hinterräder. Es gibt drei wählbare Getriebemodi: Drive, Sports und Manual.

Die Auflage von 22 Modellen ergibt sich aus dem Gesamtvolumen des ursprünglichen Beetle von knapp 22 Millionen Einheiten. Milivié wird mit den Kunden zusammenarbeiten und jedes Auto auf den Kunden zuschneiden. Das erste Exemplar wird im Juli 2023 ausgeliefert, das letzte im Mai 2025, so der Plan des Unternehmens.

Quelle: Milivié Design

Mehr zum originalen VW Käfer:

Vor 50 Jahren: Der VW Käfer wird Weltmeister

VW Käfer: Diese Nachfolger gingen nie in Serie

Anzeige

Folge uns auf Twitter

Folge uns auf Instagram

Folge uns jetzt auf Instagram und erlebe die schönsten und emotionalsten Momente im Motorsport zusammen mit anderen Fans aus der ganzen Welt

Motorsport-Total Business Club

Folge uns auf Facebook

Werde jetzt Teil der großen Community von Motorsport-Total.com auf Facebook, diskutiere mit tausenden Fans über den Motorsport und bleibe auf dem Laufenden!