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  • 17.06.2022 · 13:09

  • von Fabio Gemelli, Übersetzung: Manuel Lehbrink

Der Zagato Raptor (1996) war ein schlanker Lamborghini Diablo

Das Einzelstück wurde zuletzt im Jahr 2019 für rund eine Million Euro versteigert - Alle Details zu der geplanten Nachfolge des Diablo

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Der Lamborghini Diablo ist der Vorfahre des Murcielago. Der Murcielago der Vorfahre des Aventador. Aber noch bevor die Karriere des Diablo im Jahr 2001 zu Ende ging, wurde bereits an seinem Nachfolger gearbeitet.

Zagato Raptor

Zagato Raptor Zoom

Das Erbe des legendären italienischen Supersportwagens begann bereits 1996 Gestalt anzunehmen, als der Zagato Raptor auf dem Genfer Automobilsalon debütierte. Er war ein Werk des berühmten Mailänder Karosseriebauers in Zusammenarbeit mit Lamborghini selbst - damals im Besitz der indonesischen Megatech-Gruppe.

Als Basis dient ein Lamborghini Diablo VT

Als Basis für den Zagato Raptor dient ein Diablo VT mit Allradantrieb und einem 5.7 V12 Motor mit 492 PS und 580 Nm. Völlig neu ist die Karosserie aus Kohlefaser, die der damalige Designchef von Zagato, Nori Harada, für den Schweizer Skeletonmeister Alain Wicki entworfen hat.

Die Konstruktion mit der neuen CAD/CAM-Computertechnologie ermöglichte es Zagato, in nur vier Monaten von der Zeichnung zum fahrenden Prototyp zu gelangen, ohne dass ein Zwischenmodell im Maßstab erforderlich war.

Kohlefaser und 300 kg weniger

Die Formen sind deutlich abgerundeter und weisen einige der typischen Stilmerkmale von Zagato auf - angefangen bei der doppelten Kuppel auf dem Dach. Wirklich einzigartig und im Stil eines reinen Showcars ist dagegen der Zugang zum Fahrgastraum durch eine große Flügeltür an der Vorderseite, in die die Seitentüren und die Windschutzscheibe integriert sind.


Fotostrecke: Der Zagato Raptor (1996) war ein schlanker Lamborghini Diablo

Das von Windschutzscheibe und Überrollbügel gestützte Dach ist abnehmbar und verwandelt den Zagato Raptor in einen offenen Sportwagen im Targa-Stil. Das Rohrrahmenchassis trägt zusammen mit der Kohlefaser-Karosserie, dem minimalistischen Innenraum, dem Verzicht auf Traktionskontrolle und ABS sowie den Magnesium-Leichtmetallrädern zur Gewichtsreduzierung von 300 kg bei.

Die Schlankheitskur des Raptor führt zu einem Trockengewicht von rund 1.300 kg, einer Geschwindigkeit von rund 320 km/h und einer Beschleunigungszeit von 0-100 km/h von weniger als 4 Sekunden.

Heute eine Million Euro wert

Zum Zeitpunkt seiner Präsentation galt der Zagato Raptor als serienreifes Fahrzeug, blieb aber ein Einzelstück, das die Linienführung des Lamborghini Canto inspirierte - einem erfolglosen Nachfolger des Diablo.

Es ist kein Zufall, dass der Canto, der ebenfalls von Harada für Zagato entworfen wurde, viele Formen des Raptor aufgriff. Aber die neuen Lamborghini-Eigentümer (der Volkswagen-Konzerns) lehnten das Projekt ab und ließen stattdessen den erfolgreichen Murcielago von 2001 entstehen.

Der Zagato Raptor blieb bis zum Jahr 2000 im Besitz von Wicki. Dann wurde er bei einer Bonhams-Auktion für rund 200.000 Euro verkauft. Im Jahr 2019 wechselt dasselbe Einzelstück bei einer Auktion von RM Sotheby's für knapp über 1 Million Euro den Besitzer.

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Quelle: RM Sotheby's

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