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Vorschau Race of Champions 2015: Racing's coming home

Mit dem seit vielen Jahren stärksten Teilnehmerfeld, spektakulären Fahrzeugen und einen neuen Rennformat kehrt das Race of Champions nach Europa zurück

(Motorsport-Total.com) - Das All-Start-Rennen der internationalen Rennszene kehrt ins Kernland des Motorsports zurück. Nach Ausflügen nach Thailand und auf Barbados ist am kommenden Wochenende das Londoner Olympiastadion Austragungsort des Race of Champions 2015. Das "Who is who" des internationalen Motorsports wird dort am Freitag und Samstag vor gut 50.000 Fans um die begehrten Titel im Nationencup und in der Einzelwertung kämpfen.

Race of Champions

Das Race of Champions ruft - die Stars kommen nach London Zoom

Und das Starterfeld der 20 Piloten kann sich in diesem Jahr sehen lassen und ist so stark wie lange nicht mehr. Drei amtierende und vier ehemalige Weltmeister, dazu drei weitere amtierende Meister internationaler Rennserien sowie der aktuelle Titelverteidiger des Race of Champions sorgen neben weiteren hochkarätigen Fahrern für ein exquisites Starterfeld - zu dem auch drei deutsche Fahrer gehören.

Während Sebastian Vettel bis 2012 zu den Stammgästen beim Race of Champions gehörte, feiert Le-Mans-Sieger Nico Hülkenberg in diesem Jahr seine Premiere. Zusammen wollen beide am Freitag im Nationencup den siebten Titel für das Team Deutschland einfahren, auch wenn Vettel mit etwas gemischten Gefühlen an den Start geht. Denn sein Teamkollege bei den ersten sechs Siegen, Michael Schumacher, ist nun nicht mehr an seiner Seite.

Vettel und Hülkenberg wollen siebten Nationencup

Olympiastadion London

2015 findet das Race of Champions im Olympiastadion London statt Zoom

"Natürlich werde ich Michael vermissen, aber ich werde trotzdem versuchen, den Nationencup wieder nach Deutschland zu holen und gleichzeitig versuchen, meinen ersten Einzeltitel zu erringen. Diese Trophäe fehlt mir nämlich noch in meiner Sammlung", sagt Vettel. Und auch Hülkenberg ist sich bewusst, welch großes Erbe er als Nachfolger Schumachers antritt. "Ich trete in große Fußstapfen, wenn ich ihn ersetze, aber es ist auch eine gewaltige Ehre", so der Emmericher.

Dritter Deutscher Starter ist DTM-Champion Pascal Wehrlein, der im vergangenen Jahr bei seiner ersten Teilnahme überraschend ins Finale des Einzelwettbewerbs eingezogen war. Der Mercedes-Pilot bildet 2015 zusammen mit dem nächstjährigen Lotus-Formel-1-Piloten Jolyon Palmer das Team Young Stars.

Zu den Favoriten im Kampf um den Nationencup müssen auf jeden Fall auch die Titelverteidiger vom Team Nordic gezählt werden. Für die skandinavische Auswahl treten wie im Vorjahr der neunmalige Le-Mans-Sieger Tom Kristensen und der amtierende Rallye-Cross-Weltmeister Petter Solberg an. "Normalerweise sind Dänen und Norweger Rivalen, aber wenn es sein muss, können wir auch zusammenarbeiten. Das hat unser Sieg im vergangenen Jahr gezeigt", scherzt Kristensen.

Neues Rennformat im Olympia-Stil

Gleich drei Teams stellt das Gastgeberland Großbritannien. David Coulthard, der 2014 auf Barbados die Einzelwertung gewann, spannt erneut mit seiner schottischen Landsfrau Susie Wolff zusammen. Dazu kommen gleich zwei Teams aus England, die zum einen von den Tourenwagen-Assen Jason Plato und Andy Priaulx, zum anderen von GT-Pilot Alex Buncombe und Formel-1-Pilot Jenson Button gebildet werden.


Race of Champions: Das neue Format

Das Race of Champions wird 2015 in der Londoner Olympiahalle ausgetragen. Ein neues Format wird dabei zum Einsatz kommen

Weitere prominente Starter sind die Formel-1-Piloten Daniel Ricciardo, Felipe Massa und Romain Grosjean, MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo, der zweimalige WTCC-Champion Jose-Maria Lopez, Formel-E-Champion Nelson Piquet junior sowie die Motorradlegende Mick Doohan.

Sie alle müssen sich im Jahr 2015 auf ein neues Rennformat einstellen. Statt des bisher üblichen Parallelkurs mit einer Brücke, auf dem die Fahrer nebeneinander an den Start gehen, gibt es in diesem Jahr nur einen normalen Rundkurs. Dort starten die beiden Fahrer jeweils um eine halbe Runde versetzt und stehen sich somit an der Startlinie (getrennt durch die Leitplanke) gegenüber. Das Format ist, passend zum Austragungsort Olympiastadion, an die Verfolgungsrennen im Bahnradsport angelehnt. Wie bisher gilt auch 2015: Wer sich im direkten Duell gegen seinen Rivalen zweimal durchsetzen kann, kommt eine Runde weiter.

Spekatkulärer Fuhrpark

Mercedes-AMG GT S

Erstmals beim Race of Champions: Der Mercedes-AMG GT S Zoom

Der Fuhrpark des Race of Champions bietet auch in diesem Jahr wieder eine bunte Mischung unterschiedlichster Fahrzeuge. Neben den bekannten Buggys und dem spektakulären KTM X-bow ist auch das großvolumige Euro-NASCAR wieder mit dabei. Hinzu kommen der britische Sportwagen Radical SR3, das japanische Leichtgewicht Ariel Atom sowie als neues Spitzenfahrzeug der Mercedes-AMG GT S.

Startschuss für den Kampf der Teams um den begehrten Nationencup ist am Freitag um 21:00 Uhr. Vorher findet noch ein Prominenten-Rennen statt, an dem unter anderem der sechsmalige Bahnrad-Olympiasieger Chris Hoy und der deutsche TV-Moderator Joko Winterscheidt teilnehmen. Am Samstag fahren die Piloten ab 16 Uhr dann auf eigene Rechnung um den Einzeltitel. Der TV-Sender 'ZDFinfo' überträgt am Freitag ab 20:50 Uhr und am Samstag ab 15:30 Uhr live. Als Experte ist Alex Hofmann im Einsatz. 'Motorsport-Total.com' berichtet an beiden Tagen mit einem Live-Ticker von der Veranstaltung.

Teilnehmerliste des Race of Champions 2015:

Sebastian Vettel, viermaliger Formel-1-Weltmeister (Team Deutschland)
Nico Hülkenberg, Sieger der 24 Stunden von Le Mans 2015 (Team Deutschland)
Tom Kristensen, neunmaliger Sieger der 24 Stunden von Le Mans (Team Nordic)
Petter Solberg, amtierender Rallye-Cross-Weltmeister (Team Nordic)
Daniel Ricciardo, dreimaliger Grand-Prix-Sieger in der Formel 1 (Team Australien)
Mick Doohan, fünfmaliger Motorradweltmeister (Team Australien)
Felipe Massa, elfmaliger Grand-Prix-Sieger in der Formel 1 (Team Brasilien)
Nelson Piquet jun., amtierender Formel-E-Meister (Team Brasilien)
David Coulthard, amtierender Sieger des Race of Champions (Team Schottland)
Susie Wolff, Formel-1-Testfahrerin (Team Schottland)
Jorge Lorenzo, amtierender MotoGP-Champion (Team All Stars)
Romain Grosjean, Sieger des Race of Champions 2012 (Team All Stars)
Jolyon Palmer, GP2-Champion 2014 (Team Young Stars)
Pascal Wehrlein, amtierender DTM-Champion (Team Young Stars)
Ryan Hunter-Reay, Sieger des Indianapolis 500 2014 (Team Americas)
Jose-Maria Lopez, amtierender Tourenwagen-Weltmeister (Team Americas)
Jason Plato, zweimaliger Britischer Tourenwagenmeister (Team England 1)
Andy Priaulx, dreimaliger Tourenwagen-Weltmeister (Team England 1)
Alex Buncombe, Meister der Blancpain-Endurance-Series 2015 (Team England 2)
Jenson Button, Formel-1-Weltmeister 2009 (Team England 2)

Zeitplan des Race of Champions:

Freitag, 20. November:
20:00 Uhr: Prominenten-Rennen
21:00 Uhr: Nationencup

Samstag, 21. November:
16:00 Uhr: Race of Champions

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