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NASCAR-News August 2020: Nachrichten aus der NASCAR-Szene, kurz & kompakt

Aktuelle Nachrichten aus der NASCAR-Szene, kurz und kompakt: Matt DiBenedetto freut sich, für die Wood Brothers zum Kreis der Titelanwärter 2020 zu gehören

Matt DiBenedetto stolz auf Playoff-Einzug (31. August)

Matt DiBenedetto

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Während Jimmie Johnson einen 16. und letzten Playoff-Einzug in seiner NASCAR-Karriere um sechs Punkte verpasst hat, ist Matt DiBenedetto mit genau diesen sechs Punkten Vorsprung auf Johnson erstmals in seiner Karriere der Einzug ins 16-köpfige Feld der Kandidaten auf den NASCAR Cup-Titel gelungen. Entsprechend happy klingt der Fahrer des Penske-Satellitenteams Wood Brothers Racing nach der wilden Schlussphase vom Samstagabend in Daytona: "Wir haben es geschafft! Mit dem Ergebnis [P12 nach P3 beim letzten Restart] bin ich nicht überglücklich, aber das kümmert mich nicht. Wir hatten natürlich ein paar richtig gute Mitstreiter: Jimmie und Willy B. (William Byron), der sein erstes Rennen gewonnen hat. Glückwunsch dazu. Ich aber wollte es für dieses Team und die Wood Brothers unbedingt schaffen. Das ist etwas ganz Besonderes."

Harvick startet Regular-Season-Finale von P1 (28. August)

Kevin Harvick

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Mit dem Coke Zero Sugar 400 in Daytona ist für Samstagnacht unter Flutlicht das 26. und somit letzte Rennen der Regular-Season in der NASCAR Cup-Saison 2020 angesetzt. Die Berechnung der Startaufstellung anhand der seit zwei Wochen angewandten Rechenformel hat ergeben: Kevin Harvick startet von P1, gefolgt von Martin Truex Jr., Joey Logano, Brad Keselowski, Aric Almirola, William Byron, Jimmie Johnson, Alex Bowman, Ryan Blaney, Denny Hamlin.

Interessant dabei: Byron und Johnson sind diejenigen beiden, die derzeit nur durch vier Punkte getrennt auf P16 und P17 der Tabelle liegen. Byron wäre derzeit knapp in den Playoffs drin, Johnson knapp draußen. Das Daytona-Rennen bringt die Entscheidung, welcher von beiden (oder welcher andere Fahrer) das letzte Playoff-Ticket ergattert. Playoff-Auftakt ist dann am 6. September in Darlington.

Spire plant für 2021 mit zwei Vollzeitfahrern (27. August)

Garrett Smithley

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Spire Motorsports plant nach dem Kauf des Teams Leavine Family Racing (siehe Einträge hier weiter unten vom 12. und vom 5. August) mit zwei Vollzeitfahren. "Wir wollen zwei Autos auf Vollzeitbasis mit zwei Vollzeitfahrern", sagt Jeff Dickerson, einer der beiden Teambesitzer, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin 'Forbes' und weiter: "Es gibt mehrere Fahrer, die wir mögen. Ross Chastain ist jemand, mit dem wir schon ewig zusammenarbeiten. Gleiches gilt für Justin Haley. Diese beiden Jungs sollten immer in Frage kommen, wenn Cockpits vergeben werden."

Somit soll dann endgültig Schluss sein mit den ständigen Fahrerwechseln bei Spire. In der laufenden NASCAR Cup-Saison 2020 wurde das einzige Auto des Teams - der Chevrolet mit der Startnummer 77 - bislang von sage und schreibe acht Fahrern pilotiert: Stanton Barrett, Josh Bilicki, James Davison, B.J. McLeod, Garrett Smithley, Reed Sorenson, J.J. Yeley und dem bereits erwähnten Ross Chastain. Der ebenfalls erwähnte Justin Haley wiederum ist derjenige, der im Juli 2019 in Daytona für den Premierensieg für Spire gesorgt hatte.

Offen ist noch, ob Spire auch in Zukunft weiterhin ein Chevrolet-Team sein wird. Zwar besteht eine Kooperation mit dem Ganassi-Team. Allerdings könnte man nun, da man das Leavine-Team gekauft hat, auf Toyota umsatteln. Anderenfalls hätte Toyota nach aktuellem Stand der Dinge für die NASCAR Cup-Saison 2021 nur zwei Vollzeitteams: Joe Gibbs Racing und Gaunt Brothers Racing.

Strafen für sechs Crewchiefs nach Dover (26. August)

Matt DiBenedetto, Erik Jones

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Kaum ein NASCAR-Wochenende, das ohne nachträgliche Strafen über die Bühne geht. Im Nachgang zu den beiden Cup-Rennen am vergangenen Wochenende in Dover wurden gleich sechs Crews bestraft. Es handelt sich um jene von Austin Dillon (Childress-Chevrolet), Denny Hamlin (Gibbs-Toyota), Erik Jones (Gibbs-Toyota), Matt DiBenedetto (Wood-Ford), Joey Logano (Penske-Ford) und Christopher Bell (Leavine-Toyota). Alle sechs zuständigen Crewchiefs müssen jeweils 10.000 US-Dollar Strafe zahlen, weil eine Radmutter nicht richtig festgezogen war.

Euro-NASCAR-Rennen in Deutschland abgesagt (25. August)

Euro-NASCAR in Hockenheim

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Eigentlich sollten am 17. und 18. Oktober am Hockenheimring die V8-Motoren der NASCAR-Euroserie-Boliden brüllen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste das Rennen, das vor der Krise das Saisonfinale der offiziellen europäischen NASCAR-Meisterschaft markieren sollte, abgesagt werden. Der Event soll aber im Jahr 2021 wieder fester Bestandteil des Euro-NASCAR-Kalenders sein. Statt Deutschland zu besuchen, plant die Serie jetzt einen Double-Header im spanischen Valencia am Circuit Ricardo Tormo vom 3. bis 6. Dezember. An vier aufeinanderfolgenden Renntagen sollen in Spanien die Meister der beiden Euro-NASCAR-Meisterschaften gefunden werden.

Johnson ehrt Petty und Earnhardt (24. August)

Throwback-Design 2020 für Jimmie Johnson

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Ob Jimmie Johnson in seiner letzten NASCAR-Saison den Einzug ins 16-köpfige Playoff-Feld schafft und damit die letzte Chance auf seinen achten Titel erhält, entscheidet sich am kommenden Samstag in Daytona. Am darauffolgenden Wochenende findet in Darlington der Playoff-Auftakt statt. Weil das Rennwochenende auch in diesem Jahr wieder unter dem Throwback-Motto läuft und zahlreiche Retro-Designs präsentiert werden, hat sich Johnson gemeinsam mit Arbeitgeber Hendrick Motorsports etwas Besonderes einfallen lassen.

Unabhängig davon, ob Johnson den Playoff-Einzug schafft oder nicht, wird sein #48 Hendrick-Chevrolet in Darlington in einem ganz besonderen Kombinationsdesign ausrücken, nämlich dem Hellblau/Rot von STP, das Richard Petty berühmt gemacht hat, und dem Schwarz/Weiß von Goodwrench, das Dale Earnhardt berühmt gemacht hat. Petty, Earnhardt und Johnson sind in der seit 1949 geschriebenen NASCAR-Geschichte mit je sieben Titeln die Rekordchampions.

Chase Elliott startet Dover 1 von P1 (21. August)

Chase Elliott

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Für das erste der beiden Rennen der NASCAR Cup Series beim Double-Header am Wochenende in Dover hat die Anwendung der Rechenformel ergeben: Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) startet von P1. Die weiteren Top-10-Startplätze werden am Samstag eingenommen von Denny Hamlin, Martin Truex Jr., Clint Bowyer, Joey Logano, Jimmie Johnson, Brad Keselowski, William Byron, Kurt Busch, Kevin Harvick.

Für das zweite Dover-Rennen (Sonntag) ergibt sich die Startaufstellung aus dem Ergebnis des Samstagsrennens, wobei die Top 20 umgekehrt werden. Für die elf weiteren Saisonrennen (Daytona am 29. August bis Phoenix am 8. November) kommt dann wieder die Rechenformel zur Anwendung, weil kein Double-Header mehr dabei ist.

Kyle Larson bereitet Comeback vor (20. August)

Kyle Larson

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Kyle Larson, der sein reales NASCAR-Cockpit bei Chip Ganassi Racing im April aufgrund der "Rassismus"-Affäre während eines virtuellen Rennens verloren hat, arbeitet hinter den Kulissen an seinem Comeback. Derzeit ist der 28-jährige Kalifornier weiterhin auf unbestimmte Zeit von NASCAR gesperrt. Einen offiziellen Antrag auf Aufhebung der Sperre hat Larson noch nicht gestellt, hegt aber den Wunsch, dies zu tun.

"Ich habe einen Fehler gemacht, bezahle dafür und das akzeptiere ich. Ich würde gerne zurückkehren. Wir werden sehen, ob es einen Weg gibt. Alles, was ich tun kann ist, mich selbst weiter zu verbessern und mit meinem Verhalten zu zeigen, wer ich wirklich bin", so Larson gegenüber 'Associated Press'.

Sportlich hat sich Larson die Zeit seit Beginn seiner NASCAR-Sperre mit Sprint-Car-Rennen vertrieben. Auf dieser Bühne hat er in diesem Jahr nicht weniger als 24 Siege eingefahren, wobei ihm der erste nach der "Rassismus"-Affäre am 23. Mai in Peverly (Missouri) gelang. Am Wochenende tritt er im Indianapolis Raceway Park an.

Strafen für Crewchiefs von Harvick und Truex Jr. (19. August)

Kevin Harvick, Martin Truex Jun.

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Im Nachgang zum ersten Rennen der NASCAR-Topliga auf dem Infield-Rundkurs in Daytona wurden "nur" zwei Teams bestraft, dafür aber zwei hochkarätige. So müssen die Crews von Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) und Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) über den jeweiligen Crewchief (Rodney Childers beziehungsweise James Small) jeweils 10.000 US-Dollar Geldstrafe berappen. Grund ist, dass bei der Technischen Inspektion nach dem Rennen jeweils eine lockere Radmutter beanstandet wurde. Einfluss auf das Rennergebnis (P3 für Truex Jr. und P17 für Harvick) haben die Strafen nicht.

Next-Gen-Tests gehen nach Monaten Pause weiter (18. August)

NASCAR

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Aufgrund der Coronavirus-Pandemie war in diesem Jahr im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Mai nicht nur der NASCAR-Rennbetrieb ausgesetzt. Die Testfahrten mit dem Next-Gen-Auto, das eigentlich zur Saison 2021 hätte eingeführt werden, nun aber erst 2022 kommen wird, wurden sogar fast ein halbes Jahr lang ausgesetzt. Am 24./25. August wird der Testbetrieb fortgesetzt. Cole Custer wird in Dover direkt im Anschluss an das Rennwochenende zwei Tage lang (Montag/Dienstag) testen. Der bislang letzte Test mit dem Next-Gen-Auto fand Anfang März mit William Byron in Fontana statt. Seither wurden fünf geplant gewesene Testtermine abgesagt.

Reibungsloser Daytona-Start war abgesprochen (17. August)

Start zum Rundkurs-Rennen 2020 in Daytona

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Die Premiere der NASCAR Cup Series auf dem Infield-Rundkurs das Daytona International Speedway ging am Sonntag ohne größere Zwischenfälle über die Bühne. Insbesondere die erste Kurve war vorab als potenzieller Crash-Schwerpunkt gefürchtet. Doch um genau das auf den ersten Metern nach dem Rennstart zu vermeiden, hatten sich die Stars der höchsten NASCAR-Liga extra abgesprochen. Kevin Harvick und Denny Hamlin starteten aus der ersten Reihe, Martin Truex Jr. und Kyle Busch aus der zweiten.

"Kevin kam in der Startaufstellung kurz vor der Hymne zu mir", verrät Hamlin. "Und ich glaube, Kyle und Martin hatten sich gerade an Martins Auto unterhalten, als sie unser Gespräch sahen. Sie kamen zu uns und fragten, wie wir das Ganze abwickeln wollen. Letzten Endes war es gut abgesprochen und ließ uns wie Profis aussehen." Damit verweist Hamlin darauf, dass es beim Xfinity-Rennen und beim Truck-Rennen anders als beim Cup-Rennen einige wilde Szenen in Kurve 1 gegeben hatte.

Rechenformel bringt Harvick besten Startplatz für Daytona (14. August)

Kevin Harvick

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Die Premiere der NASCAR-Topliga am Sonntag auf dem Infield-Rundkurs des Daytona International Speedway geht einher mit der Premiere der neuen Rechenformel zur Ermittlung der Startaufstellung. Die Berechnung mit den drei unterschiedlich gewichteten Variablen ergibt, dass Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) vom besten Startplatz ins erste von nur zwei Rundkurs-Rennen der Saison 2020 geht.

Als Pole-Positions im eigentlichen Sinne, die in die Statistik eingehen würden, zählen die ab sofort auf diese Weise berechneten besten Startplätze aber weiterhin nicht. Dass es nur um die reine Startaufstellung geht, war schon der Fall, als im Zeitraum Mitte Mai bis Anfang August ausgelost wurde. Die weiteren Top 10 der Startaufstellung für das Rundkurs-Rennen in Daytona hinter Kevin Harvick lauten: Denny Hamlin, Martin Truex Jr., Kyle Busch, Joey Logano, Aric Almirola, Chase Elliott, Kurt Busch, Matt DiBenedetto, Austin Dillon.

UPDATE 15. August: Weil Austin Dillon am Samstag positiv auf COVID-19 getestet wurde, übernimmt Kaz Grala den #3 Childress-Chevrolet und muss von ganz hinten starten. Dillon befindet sich zu Hause in Charlotte in Quarantäne. Ehefrau Whitney und dem vor wenigen Wochen zur Welt gekommenen Sohn Ace geht es laut einem Statement des Teams gut.

Kampf um die Playoff-Plätze (13. August)

Jimmie Johnson, Erik Jones

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Noch vier Rennen, dann beginnen in der NASCAR Cup Series 2020 die Playoffs und damit der zehn Rennen dauernde Titelkampf mit anfangs 16 Titelkandidaten, die später auf zwölf, acht und vier reduziert werden. Im Kampf um den Einzug ins 16-köpfige Playoff-Feld sind derzeit allen voran Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) und Erik Jones (Gibbs-Toyota) außen vor.

Beide liegen vor dem Rundkurs-Rennen in Daytona am Sonntag 26 Punkte außerhalb der Top 16 der Tabelle. Kuriose Randnotiz: Da Johnson das Cockpit des #48 Hendrick-Chevrolet zum Saisonende räumen wird und Jones seinerseits nur noch bis Saisonende den #20 Gibbs-Toyota fährt, ist ausgerechnet er nun der heißeste Kandidat auf die Johnson-Nachfolge ab 2021.

Spire bestätigt Plan für Zwei-Wagen-Team 2021 (12. August)

Garrett Smithley

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Spire Motorsports, das seit 2019 aktive NASCAR-Team der beiden Unternehmer Jeff Dickerson und Thaddeus Puchyr, bestätigt, dass man das Ein-Wagen-Team Leavine Family Racing inklusive des gesamten Bestands gekauft hat. Dazu gehört auch der Charter und damit die Startberechtigung in der NASCAR-Topliga (Details siehe Eintrag vom 5. August hier weiter unten). Spire Motorsports - mit dem Chevrolet mit der Startnummer 77 bislang ein Ein-Wagen-Team - wird somit ab 2021 als Zwei-Wagen-Team auftreten.

"Das ist ein aufregender Moment für Spire, denn wir gehen den nächsten logischen Schritt unseres Langzeitplans, unser Rennteam aufzubauen und für das Next-Gen-Auto 2022 vorzubereiten", so Dickerson. Weitere Details wie Fahrer werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. In der laufenden Saison 2020 wurde der #77 Spire-Chevrolet schon von sieben unterschiedlichen Piloten gefahren: Josh Bilicki, Ross Chastain, James Davison, B.J. McLeod, Garrett Smithley, Reed Sorenson und J.J. Yeley. Im Juli 2019 hatte Justin Haley beim Abbruch-Rennen in Daytona für den ersten Sieg für Spire Motorsports gesorgt.

Playoff-Auftakt in Darlington mit Vor-Ort-Zuschauern (11. August)

Haupttribüne am Darlington Raceway

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Mit dem traditionsreichen Southern 500 in Darlington (South Carolina) beginnen in diesem Jahr die Playoffs der NASCAR Cup Series. Abgesehen davon, dass das Rennen auch diesmal wieder als Throwback-Event mit der Neuauflage diverser historischer Paint-Schemes ausgetragen wird, sind bis zu 8.000 Vor-Ort-Zuschauer erlaubt. Diese werden beim Betreten der Rennstrecke wie alle anderen Beteiligten auf mögliches Fieber hin gecheckt und müssen eine Mund-Nase-Maske traten. Auf der Tribüne werden die Plätze so vergeben, dass die Social-Distancing-Regeln eingehalten werden.

"Nachdem wir im Mai erfolgreich die Rückkehr des Rennbetriebs [nach Corona-Zwangspause] ausgerichtet haben, ist 'The Track Too Tough To Tame' nun bereit, um Fans willkommen zu heißen und das Rennen auf sichere Art und Weiße zu genießen", sagt Darlington-Streckenchef Kerry Tharp im Hinblick auf das Southern 500 am 6. September.

Alex Tagliani gibt Truck-Comeback (10. August)

Alex Tagliani

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Ex-IndyCar-Pilot Alex Tagliani fährt auch in diesem Jahr wieder ein Rundkurs-Rennen der dritten NASCAR-Liga, der Truck-Serie. Zwar ist Mosport als das Heimrennen des Kanadiers aufgrund der COVID-19-Pandemie aus dem diesjährigen Kalender gestrichen worden. Dafür fahren die Trucks aber am kommenden Sonntag auf dem Infield-Rundkurs in Daytona.

Tagliani tritt wie schon in Mosport 2019 wieder für das Team von Kyle Busch an und fährt den Toyota Tundra mit der Startnummer 51. Mit diesem kam er im vergangenen Jahr beim Kanada-Gastspiel auf dem zweiten Platz ins Ziel. Das Truck-Rennen in Daytona wird für Tagliani sein insgesamt sechster Start in der dritten NASCAR-Liga. Denn in Mosport war er vor 2019 vier weitere Male am Start gewesen - 2014 und 2015 jeweils für das (nicht mehr existente) Team von Brad Keselowski.

Logano startet Michigan 1 von P1 (7. August)

Joey Logano

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Das erste der beiden Rennen beim Double-Header der NASCAR Cup Series auf dem Michigan International Speedway in Brooklyn wird am Samstag mit Joey Logano (Penske-Ford) auf dem besten Startplatz beginnen. Nach dem Brickyard 400 in Indianapolis wurde Logano zum zweiten Mal in dieser Saison P1 einer Startaufstellung zugelost.

Von den weiteren Top-10-Plätzen starten am Samstag: Denny Hamlin, Kevin Harvick, Aric Almirola, Brad Keselowski, Alex Bowman, Kyle Busch, Chase Elliott, Clint Bowyer, Kurt Busch. Die Startaufstellung für das Sonntagsrennen ergibt sich dann (wie bereits bei den Doppel-Events in Darlington, Charlotte, Pocono geschehen) wieder aus dem Ergebnis des Samstagsrennens, wobei die Top 20 umgekehrt werden.

Zipadelli gibt einmaliges Crewchief-Comeback (6. August)

Greg Zipadelli

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Tony Stewarts ehemaliger Erfolgsstratege Greg Zipadelli, seit Jahren Renndirektor bei Stewart-Haas Racing, kehrt für ein Rennen auf seinen alten Posten als Crewchief zurück. Beim ersten der beiden Michigan-Rennen wird er am Samstag Clint Bowyers angestammten Crewchief John Klausmeier vertreten, weil der aufgrund eines Vergehens für ein Rennen gesperrt ist.

Am #14 Stewart/Haas-Ford von Bowyer waren im letzten Stint des Loudon-Rennens am vergangenen Sonntag zwei Radmuttern nicht richtig befestigt. Deshalb muss Klausmeier beim Samstagsrennen auf dem Michigan International Speedway zuschauen. Für das Sonntagsrennen darf er zurückkehren. Zipadelli, der am Samstag einspringt, hatte 2002 und 2005 bei Joe Gibbs Racing seinen heutigen Boss Tony Stewart zu zwei NASCAR-Titeln dirigiert.

Abschiedssaison für das Leavine-Team (5. August)

Bob Leavine

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Leavine Family Racing (LFR) befindet sich in der zehnten und letzten NASCAR-Saison der Teamgeschichte. Wie Teambesitzer Bob Leavine bestätigt, "werden wir am Ende der NASCAR Cup-Saison 2020 auf Wiedersehen sagen". Hintergrund: Das Ein-Wagen-Team ist inklusive der gesamten Ausrüstung und des Charter-Platzes bereits verkauft. Der Käufer ist dem Vernehmen nach Spire Motorsports, jenes Ein-Wagen-Team, das bereits einen Charter-Platz besitzt und somit für 2021 zu einem zweiten kommt, um auf zwei Autos aufzustocken.

"Dieses Jahr war nicht nur für unser Rennteam, sondern die gesamte Branche, unser Land und die ganze Welt eine Herausforderung. Die [COVID-19-]Pandemie hat unsere Wirtschaft getroffen. Und das ist leider etwas, was wir nicht überwinden können, um über die laufende Saison hinaus Rennen fahren zu können", erklärt Leavine, für den in der Abschiedssaison Cup-Rookie Christopher Bell ins Lenkrad des Leavine-Toyota mit der Startnummer 95 greift.

Christopher Bell

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Da LFR noch bis zum Jahresende eine technische Allianz mit Joe Gibbs Racing (JGR) unterhält und nicht zuletzt deshalb Bell als Fahrer gewinnen konnte, könnte Bell zur Saison 2021 zu JGR aufsteigen. Für dieses Team fuhr er 2018 und 2019 bereits in der Xfinity-Serie. Im Cup-Aufgebot von JGR hat Erik Jones noch keinen neuen Vertrag. Er wird für 2021 als möglicher Nachfolger von Jimmie Johnson bei Hendrick gehandelt, nachdem Brad Keselowski für mindestens eine weitere Saison bei Penske bleibt (siehe Eintrag vom Dienstag hier unten).

Sollte Jones doch mit JGR verlängern, könnte Hendrick auch eine Option für Bell darstellen. Soweit denkt der Rookie aber noch nicht. "Ich bin dankbar für die Gelegenheit, im Cup für LFR zu fahren", lässt Bell via Twitter ausrichten und fügt hinzu: "Mein Fokus liegt darauf, das Jahr stark abzuschließen. Ich werde versuchen, nicht nur meinen eigenen ersten Sieg einzufahren, sondern auch den ersten für das Team."

Neuer Penske-Vertrag für Brad Keselowski (4. August)

Brad Keselowski

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Nun hat auch Brad Keselowski Klarheit, dass er in der NASCAR Cup-Saison 2021 weiterhin für das Team Penske antreten wird. Der Ende 2020 auslaufende Vertrag mit dem Champion von 2012 wurde seitens des Teams verlängert. Die neue Laufzeit wurde allerdings nicht kommuniziert. Keselowski gehört seit Herbst 2009 zum Penske-Aufgebot und hat in der NASCAR-Topliga 32 seiner 33 Siege für dieses Team eingefahren. Seinen ersten Sieg hatte er im April 2009 in Talladega für Phoenix Racing errungen.

Seinen neuen Penske-Vertrag kommentiert Keselowski mit den Worten: "Im Laufe der Jahre haben wir gemeinsam viel erreicht, unter anderem die Titelgewinne in der Cup- und Xfinity-Serie sowie die Siege beim Brickyard 400, beim Southern 500 und beim Coca-Cola 600. Jetzt ist es mein Ziel, das Daytona 500 und einen weiteren Titel zu gewinnen und weiter daran zu arbeiten, dass Penske das beste NASCAR-Team wird."

Keselowskis Teamkollegen Joey Logano und Ryan Blaney stehen bis mindestens 2023 beziehungsweise mindestens 2022 unter Vertrag. Dank Keselowskis verlängertem Vertrag wird das Dreiergespann mindestens noch die Saison 2021 gemeinsam bestreiten. Knackpunkt im Zusammenhang mit Keselowskis neuem Vertrag ist nicht zuletzt der Absprung von Hauptsponsor Miller Lite.

Darrell "Bubba" Wallace vor Teamwechsel? (3. August)

Darrell Wallace, Richard Petty

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Seit Darrell "Bubba" Wallace im Juni 2017 auf dem Pocono Raceway sein Debüt in der NASCAR-Topliga gegeben hat, ist er ausnahmslos für das Team von "King" Richard Petty angetreten. Bei mittlerweile 96 Starts im Ford und später Chevrolet mit der Startnummer 43 von Richard Petty Motorsports (RPM) ist Wallace sieben Mal in die Top 10 gefahren, darunter als Zweiter beim Daytona 500 des Jahres 2018 und als Dritter beim Brickyard 400 in Indianapolis des Jahres 2019.

Für 2021 wird Wallace, der einzige dunkelhäutige Fahrer im aktuellen NASCAR-Feld, von anderen Teams umworben. Bei Petty will man ihn damit zum Bleiben überreden, indem man ihm mehr als nur das reine Fahren in Aussicht stellt. "Wir sprechen mit ihm über eine Verlängerung und diese beinhaltet Anteile am Team", bestätigt Andrew Murstein, der sich bei RPM um das Geschäftliche kümmert, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin 'Forbes'.

Während man im Petty-Team hofft, bis Mitte August eine Einigung mit Wallace erzielt zu haben, schließt "Bubba" selbst nicht aus, dass es noch etwas länger dauern wird, bis feststeht, für welches Team er in der NASCAR Cup-Saison 2021 an den Start gehen wird. Denn Wallace hat eigener Aussage zufolge "viele Optionen" vorliegen.

Eine dieser Optionen ist ein Angebot von Chip Ganassi Racing. Aufgrund des gemeinsamen Sponsors McDonald's könnte Wallace 2021 den #42 Ganassi-Chevrolet übernehmen. Dieses jahrelang von Kyle Larson gefahrene Auto wird aktuell von Matt Kenseth pilotiert. Allerdings hat man den Ex-Champion in Reaktion auf Larsons "Rassismus"-Affäre nur für das laufende Jahr 2020 aus dem Ruhestand zurückgeholt.

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