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  • 03.04.2011 · 05:56

  • von Pete Fink

Kyle Busch über Details zum Räikkönen-Deal

Kyle Busch ist ab sofort der neue Chef von Kimi Räikkönen - im Interview sprach der 25-Jährige über viele Details des NASCAR-Vertrags

(Motorsport-Total.com) - Es ist ohne jeden Zweifel die beste Wahl, die Kimi Räikkönen für seinen NASCAR-Start treffen konnte. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister wird in der Truck-Serie mit Top-Material ausgestattet sein, denn er kann einen Toyota Tundra von Kyle Busch Motorsports fahren. In diesem Auto gewann Kyle Busch in der Saison 2010 acht seiner 16 Rennen, vier weitere Male wurde er Zweiter. Am Samstag in Martinsville nahm der 25-Jährige zu den Fragen rund um den spektakulären Räikkönen-Deal Stellung.

Kyle Busch

Kyle Busch ist der neue NASCAR-Boss von Kimi Räikkönen

Frage: "Wie kam der Deal zwischen Kyle Busch Motorsports und Kimi Räikkönen zustande?"
Kyle Busch: "Über Agenten. Ich selbst habe mit Kimi noch gar nicht gesprochen. Ganz offensichtlich hat er ein starkes Interesse, in der NASCAR zu fahren. Er hat mit einigen Teams gesprochen und sich am Ende für uns entschieden. Für uns ist dies eine tolle Sache. Nach allem, was mir erzählt wurde, wollte er unbedingt mit mir und dem Team zusammenarbeiten. Er wollte diesen Deal, um in der NASCAR Erfolg zu haben. Er hat gefühlt, dass unsere Trucks ein guter Platz für ihn sind."

Frage: "Wird diese Sache Kyle Busch Motorsports ins Scheinwerferlicht rücken?"
Kyle Busch: "Das ist aber nicht der Grund, warum wir das gemacht haben. Wir lieben das Racing. Klar ist das auch ein Teil der Geschichte, es war aber nicht unser erster Gedanke. Aber es wird uns schon weltweit bekannt machen. Er hat soviel Talent und war in jeder Motorsportserie, in der er gefahren ist, erfolgreich. Insofern erwarte ich, dass er auch in der NASCAR gut aussehen wird. Vielleicht kann dies sogar zu einer längeren Zusammenarbeit als nur ein paar Rennen führen."

Frage: "Bringt Kimi Sponsoren mit?"
Kyle Busch: "Ja, aber ich weiß nicht genau, woher das Geld kommt. Mein Vertrag ist mit Kimi persönlich, für das Budget ist er verantwortlich. Ich weiß aber, dass drei Sponsoren involviert sind. Auch ich muss auf die Pressemitteilungen warten, um zu sehen, wer sie sind. Aber er hat Geld hinter sich."

Drei bis fünf Räikkönen-Rennen

Kyle Busch Truck Kimi Räikkönen Test

In so einem Toyota Tundra wird Kimi Räikkönen NASCAR fahren Zoom

Frage: "Wieviele Rennen will er mit Kyle Busch Motorsports fahren?"
Kyle Busch: "Meiner Ansicht nach drei bis fünf. Bis jetzt geht es nur um Charlotte, aber er sprach von drei bis fünf. Wir werden sehen, was passiert."

Frage: "Warum hat er ausgerechnet Charlotte gewählt?"
Kyle Busch: "Wie ich gestern schon sagte, liegt es an seinem Rennkalender. Es ist für ihn eine Logistikfrage. Er lebt in Europa und fährt dort die Rallyes. Er muss sehen, dass die Rennen da hinein passen. Sie wollten unbedingt in Charlotte fahren. Ich weiß nicht, ob er gleich zu Beginn eine große Herausforderung haben wollte."

Frage: "Würdest du sagen, dass Charlotte eine schwierige Strecke ist, um mit der NASCAR zu beginnen?"
Kyle Busch: "Ganz sicher sogar. Mit einem Truck geht sie fast voll. Du musst in einer Runde schon ein wenig mit dem Gaspedal spielen und du brauchst schon Kenntnis über die Linien. Oben, mitte, unten. Wenn er in seinem ersten Rennen unter die Top 15, Top 20 kommen kann, dann ist das ein Erfolg. Wir werden ihm in den Trainings dabei so viel helfen, wie nur möglich."

Frage: "Wird es einen Testplan geben?"
Kyle Busch: "Soviel werden wir nicht testen. Bis jetzt steht nur Gresham auf dem Plan."

Frage: "Glaubst du, dass er irgendeine Ahnung davon hat, was auf ihn in der NASCAR zukommt?"
Kyle Busch: "Ich weiß nicht. Ich glaube an Kimi Räikkönen und sein Können. Ich habe ihn in der Formel 1 gesehen, er ist ein Weltmeister. Und er hat sich in der WRC gut verkauft. Ich sehe keinen Grund, warum er mit unserem Equipment keinen Erfolg haben sollte."

Frage: "Wird ihm seine Rallye-Erfahrung weiterhelfen?"
Kyle Busch: "Mit Sicherheit. Er hat den Schritt von ultimativem Abtrieb und Grip hin zu ganz wenig Abtrieb und Grip schon gemacht. Er hat das Beste von beidem gesehen. Wir in der NASCAR haben zwar viel Abtrieb, wir rutschen aber trotzdem dauernd herum. Du musst lernen, damit umzugehen."

Kein Red Bull, kein Gillett

Kyle Busch

Kein ungewöhnliches Bild: Kyle Busch gewinnt ein NASCAR-Rennen Zoom

Frage: "Wie lange hat es gedauert, bis dieser Deal zustande kam?"
Kyle Busch: "Relativ schnell. Ich glaube, es war der 15.März, als er mich zum ersten Mal kontaktiert hat. Also etwa 15 Tage.

Frage: "Wird Kimi Räikkönen den Truck mit der Startnummer 18 fahren oder einen zweiten Truck?"
Kyle Busch: "Im ersten Rennen wird es ein zweiter Truck sein. In Charlotte werde ich in der 18 sitzen und Kimi in einem zweiten Truck. Wir wissen nicht genau, welche anderen Rennen er sich aussuchen wird. Noch sind nicht alle Rennen in der 18 verkauft und ich werde sie auch nicht alle fahren. Es gibt also durchaus die Chance, dass er einmal in der 18 fahren wird."

Frage: "Red Bull ist ein Sponsor von Kimi. Haben sie etwas damit zu tun?"
Kyle Busch: "Der Name Red Bull wurde nicht erwähnt."

Frage: "Hätte es für dich einen Grund gegeben, den Räikkönen-Deal nicht zu machen?
Kyle Busch: "Alle unsere Partner mussten zustimmen. Dollar General, Flexico, Mars und NOS. Wir haben sie alle nach ihrer Meinung gefragt und sie haben alle ja gesagt. Hätte es da ein Problem gegeben, dann würden wir wahrscheinlich noch in der Überlegungsphase sein."

Frage: "Hat Foster Gillet mit diesem Deal zu tun?"
Kyle Busch: "Foster Gillett wurde in unseren Gesprächen nicht einmal erwähnt. Auch im Vertrag ist Foster Gillett nicht erwähnt. Wir haben keinerlei Verbindungen zu ihm."

Frage: "Wird Kimi Räikkönen ein zweites Team bekommen?
Kyle Busch: "Unser Plan sieht so aus, dass das 18-Team Kimi betreuen wird und ich ein anderes Team unter der Führung von KBM-Geschäftsführer Rick Ren bekommen werde."

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