Yamaha: Bei Quartararo hat es im Kampf mit Marquez Klick gemacht

Für Fabio Quartararo verlief der Start in die Saison mit Yamaha schleppend, doch Teammanager Massimo Meregalli sieht ein Ereignis, das die Wende brachte

(Motorsport-Total.com) - Nach elf Rennen der MotoGP-Saison 2022 führt Yamaha-Pilot Fabio Quartararo die Weltmeisterschaft mit 172 Punkten und 21 Zählern Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger Aleix Espargaro an. Dabei sah es vor allem zu Beginn der Saison für den amtierenden Weltmeister noch gar nicht mal so rosig aus.

Titel-Bild zur News: Marc Marquez

In Austin duellierte sich Fabio Quartararo mit Marc Marquez um Platz sechs Zoom

Erst in Portimao, im fünften Saisonrennen und mit dem ersten Sieg 2022, übernahm Quartararo die WM-Führung, gab sie seitdem auch nicht mehr ab. "Der Anfang war schwierig", gibt Yamaha-Teammanager Massimo Meregalli zu. "Schwierig auch deshalb, weil wir etwas von Japan erwartet haben, das wir nicht liefern konnten."

Damit spricht Meregalli das Topspeed-Defizit der Yamaha M1 an, das vor allem in den ersten Rennen immer wieder für Kritik seitens Quartararo führte. "Ich denke, wir haben etwas Motivation verloren, aber dann haben wir beschlossen, nicht mehr darüber nachzudenken, was wir nicht bekommen haben, sondern zu versuchen, das Beste aus dem zu machen, was wir hatten", erklärt der Teammanager.

In Austin platzte bei Quartararo der Knoten

Die ersten Saisonstationen waren ein Auf und Ab, erinnert er sich. "Wir fuhren nach Katar, und das Rennen verlief sowieso nicht wie erwartet (Quartararo wurde Neunter; Anm. d .R.). Außerdem brauchten wir ein bisschen, um die neue Aerodynamik zu verstehen."

"Dann ging es nach Indonesien, wo wir im Nassen ein wirklich gutes Ergebnis erzielten, ein Umstand, bei dem wir normalerweise nicht gut abschneiden." Denn von der einstigen Regenschwäche des Weltmeisters war nichts zu sehen, als er mit Platz zwei sein erstes Podest der noch jungen Saison einfuhr.

Klick gemacht hat es laut Meregalli bei Quartararo aber erst in Austin. "Ich denke, dass Fabio in COTA den Schalter umgelegt hat, als er am Ende des Rennens trotz des großen Rückstands beim Topspeed bis zum Ende des Rennens mit Marc (Marquez) kämpfen konnte." Damals wurde der Yamaha-Pilot Siebter.

Und dennoch: "Als er in Portimao ankam, kam er meiner Meinung nach auf eine andere Art und Weise an, und von da an denke ich, dass wir unser Paket maximiert haben. Auf seiner Seite der Garage haben sie wirklich gut gearbeitet, um sich aus das Rennen vorzubereiten und sehr gut mit den Reifen zu arbeiten."

Meregalli: Quartararo ist jetzt viel reifer

Seitdem hatte Quartararo eine gute Konstanz, weshalb ihm auch sein Nuller in Assen nicht von der WM-Spitze verdrängen konnte. "Er ist in diesem Moment wahrscheinlich der Einzige, der die Stärken unseres Motorrads so gut wie möglich ausnutzen konnte, und er hat jetzt ein starkes Gefühl für das Motorrad."

"Er ist reifer als im vergangenen Jahr", findet Meregalli, "denn er verbessert seine Rundenzeit, egal wo wir fahren, und er ist sehr entschlossen. Und wenn ich sage reif, dann deshalb, weil er in schwierigen Situationen wie in Argentinien, COTA und in Katar am Ende enttäuscht war, aber nicht auf die falsche Art."

"Seit wir nach Europa zurückgekehrt sind, ist er sehr konzentriert und schnell. Die letzten Ergebnisse auf sehr schnellen Strecken erzielt, wo wir es anfangs nicht erwarten konnten, und auch auf dem Sachsenring, der nicht wirklich eine gute Strecke für Yamaha ist."

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