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"Riding Coach" in der MotoGP: Vom Trend zur Notwendigkeit

Jorge Lorenzo, Valentino Rossi, Marc Marquez oder Dani Pedrosa - all diese Topstars vertrauen auf die Expertise von "Riding Coaches" - Lorenzo: "Ich war der Erste!"

(Motorsport-Total.com) - Gewinnt Marc Marquez ein Rennen oder holt Valentino Rossi eine Pole-Position, dann steckt hinter dem Erfolg viel Arbeit. Der Fahrer allein schafft es nicht an die Weltspitze, auch sein Umfeld und sein persönlicher Betreuerstab müssen die Ziele des Piloten verfolgen. Durch die Unterstützung von sogenannten "Riding Coaches" versuchen sich die Topstars noch weiter zu steigern. In den vergangenen Jahren holten sich auch Rossi mit Luca Cadalora oder Jorge Lorenzo mit Alex Debon ehemalige Rennfahrer ins Team, um ihnen Feedback zu ihrem Fahrstil oder mentale Unterstützung zu geben. Dieser Trend wandelte sich bereits zu einer Notwendigkeit.

Valentino Rossi

Valentino Rossi setzt auf Riding Coach Luca Cadalora Zoom

"Ich war der erste Fahrer, der solch eine Person an einer Rennstrecke stehen hatte", beansprucht Lorenzo am Rande des Sepang-Tests die Erfindung des Riding Coach für sich. Ende 2017 wurde bekannt, dass sich der fünffache Weltmeister Debon als Unterstützer zu Ducati geholt hat. Den Spanier kennt Lorenzo bereits aus seinen Aprilia-Tagen, da Debon damals als Testfahrer für das Werk agierte. "Alex war mein Berater an der Strecke, als ich 2006 und 2007 mit Aprilia gewonnen habe. Als ich zu Yamaha gewechselt bin, hatte ich solch eine Person zu Beginn nicht an meiner Seite."

2010 übernahm Wilco Zeelenberg diese Rolle. "Ich war zuvor der einzige Fahrer mit solch einer Person an der Strecke. Erst in den Vorjahren hielt dieser Trend im Fahrerlager Einzug." Nun arbeitet fast jeder Pilot mit einem Berater zusammen. Dieser beobachtet den Fahrer auf der Strecke und gibt ihm danach wichtige Informationen zu dessen Verhalten auf dem Bike oder seiner Linienwahl. Lorenzo bekam in seinem ersten Ducati-Jahr 2017 Unterstützung von Testpilot Michele Pirro, bevor er Debon engagierte. Er glaubt, dass es nicht "unbedingt notwendig" sei, mit einem Riding Coach zu arbeiten. "Aber wenn man die richtige Person hat, dann hilft das schon ein wenig."


Fotos: MotoGP-Test Sepang


Fahrermanager Carlo Pernat weiß ebenfalls um den Trend, wie er gegenüber 'GPOne' erklärt: "Das hat es früher nicht gegeben. Rossi hat mit Luca Cadalora zu arbeiten begonnen, der sowohl die verschiedenen Stile als auch die Psychologie verstand." Als "erstaunlichstes Beispiel" für die Zusammenarbeit von Coach und Fahrer bezeichnet er jene von Dani Pedrosa mit Sete Gibernau: "Sete meinte, dass Dani wieder sehr glücklich ist mit dem Racing. Zuvor hat er mit Alberto Puig gearbeitet, und war nervös und ängstlich. Er hat es nicht genossen."

Die Zusammenarbeit zielt demnach nicht nur darauf ab, den Fahrer technisch weiterzuentwickeln, sondern ihn auch mental richtig einzustellen.Pedrosas Teamkollege Marc Marquez hat dafür Emilio Alzamora an seiner Seite. Pernat glaubt: "Die Unterstützung eines Fahrers hat sich von einem Trend zu einer Notwendigkeit gewandelt."

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