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Nach Trennung von RNF: Yamaha will 2024 wieder ein Satellitenteam

Die Trennung von RNF kam für Yamaha unfreiwillig, doch man will die Zeit ohne Satellitenteam in der MotoGP so kurz wie möglich halten, sagt Massimo Meregalli

(Motorsport-Total.com) - Waren Aprilia und Suzuki in den vergangenen Jahren die einzigen MotoGP-Teams ohne eigene Satellitenmannschaft, trifft dieses Schicksal in der nächsten Saison Yamaha. Während Suzuki die MotoGP Ende 2022 verlässt, wird das RNF-Team künftig von Aprilia statt Yamaha mit Motorrädern versorgt.

RNF-Yamaha

Das RNF-Team wird nur noch diese Saison mit Yamaha-Bikes bestreiten Zoom

Das bedeutet: Yamaha ist ab 2023 die einzige Marke mit nur zwei Bikes in der Startaufstellung, nämlich jenen der beiden Werkspiloten. Ein Umstand, mit dem das Team alles andere als glücklich ist. "Dass wir das Satellitenteam verloren haben, ist, wie Sie wissen, von uns nicht gewollt, betont Massimo Meregalli.

"Wir waren von der Entscheidung von RNF überrascht und haben sie akzeptiert. Abgesehen davon gibt es nicht viel zu sagen", zeigt sich der Yamaha-Teammanager enttäuscht.

Für die Zukunft plant die Marke wieder mit einem Kundenteam: "Im Jahr 2023 wird es nur das Werksteam geben, aber es ist klar, dass es wichtig ist, ein Satellitenteam zu haben, und wir beabsichtigen ab Anfang nächsten Jahres über 2024 nachzudenken."

Da sei auch mit Blick auf die Entwicklung der Yamaha M1, mit der im Moment nur Weltmeister Fabio Quartararo konkurrenzfähig ist, wichtig. Denn in dieser Saison plagt Yamaha dasselbe Problem wie in der Vergangenheit Honda: Nur ein Fahrer kann mit dem Motorrad um Podestplätze und Sieg kämpfen.


Fotostrecke: Geschichte der YZR-M1: Alle MotoGP-Bikes von Yamaha seit 2002

Während Quartararo die WM nach elf Rennen mit 172 Punkten anführt, rangiert sein Teamkollege Franco Morbidelli mit nur 25 Zählern auf Rang 19. Noch weiter hinten liegen die beiden Kundenpiloten Darryn Binder (21.) und Andrea Dovizioso (22.).

"Es stimmt, dass Fabio im Moment der Einzige ist, der die Stärken der Yamaha wirklich ausnutzen kann", weiß Meregalli. "Aber wir arbeiten sehr hart daran, Franco wieder dorthin zu bringen, wo er 2020 war: Wir kennen seine Fähigkeiten und wir werden niemals aufgeben, bis wir dieses Ziel erreicht haben."

2020 wurde Morbidelli, damals noch im Petronas-Yamaha-Team, Vizeweltmeister und schlug seinen Teamkollegen Quartararo. An diesen Erfolg konnte er seither nicht mehr anknüpfen. Mit Yamaha hat der Italiener für 2023 einen gültigen Vertrag.

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