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MotoGP Training 2 Jerez 2023: Aprilia-Duo vorne, Bagnaia & Quartararo in Q1

Aleix Espargaro vor Maverick Vinales - Dani Pedrosa als Dritter im Spitzenfeld dabei - Bei heißen Temperaturen verpassen einige Mitfavoriten einen Q2-Platz

(Motorsport-Total.com) - Aprilia beendete den Trainingstag für den Grand Prix von Spanien auf dem Circuito de Jerez - Angel Nieto an der Spitze. Aleix Espargaro stellte mit 1:36.708 Minuten vor seinem Teamkollegen Maverick Vinales die Bestzeit auf. Wildcard-Starter Dani Pedrosa (KTM) beendete den Freitag als Dritter.

Titel-Bild zur News: Aleix Espargaro

Im letzten Moment fuhr Aleix Espargaro mit der Aprilia Tagesbestzeit Zoom

Es gab aber auch einige geschlagene Fahrer. WM-Leader Marco Bezzecchi (VR46-Ducati), Francesco Bagnaia (Ducati) und Fabio Quartararo (Yamaha) verpassten die direkte Q2-Qualifikation. Das galt auch für Austin-Sieger Alex Rins (LCR-Honda) nach einem Sturz.

Spanien wird derzeit unüblich für Ende April von einer Hitzewelle getroffen. Im sonnigen Andalusien wurden im Nachmittagstraining 32 Grad Celsius Lufttemperatur gemessen. Die Asphalttemperatur war doppelt so hoch wie am Vormittag.

Die zweiten Trainings der beiden kleinen Klassen hatten zuvor gezeigt, dass es schwierig war, in dieser Hitze die Vormittagszeiten zu unterbieten. Unter Druck stand vor allem Yamaha, denn im ersten Training hatte man bei beiden Fahrern auf einen weichen Hinterreifen verzichtet.

Im Gegensatz zum Vormittag rückten alle mit dem Medium-Vorderreifen aus. Auch hinten wurde die mittlere Mischung gefahren, die an diesem Wochenende die härteste Variante ist. Der Fokus lag zunächst auf der Rennpace.

Stürze bei Honda

Nicht gut fing die Session für Iker Lecuona an. Der Ersatz für Marc Marquez stürzte in seinem ersten Run in Kurve 13. Er blieb unverletzt. Lecuona fuhr am Freitag zum ersten Mal mit der Honda RC213V. Einige Minuten später stürzte auch sein Teamkollege Joan Mir in Kurve 6.

Besser lief es beim Satellitenteam LCR. Takaaki Nakagami, dem Jerez liegt, setzte seine gute Vorstellung fort und führte das Training nach 20 Minuten an. Nachdem er vorübergehend Bestzeit in diesem Training aufgestellt hatte, musste die Session unterbrochen werden.

Ein Airfence in Kurve 13 hatte nach dem Aufprall von Lecuonas Motorrad Luft verloren und musste getauscht werden. Eine willkommene Pause für die Fahrer, um sich in der Box abzukühlen und sich mit ihren Ingenieuren auszutauschen.

Vinales übte wieder Starts am Ende der Boxengasse, wenn er für einen neuen Run auf die Strecke fuhr. Wildcard-Starter Stefan Bradl verwendete ein anderes Aerodynamik-Paket als die vier Honda-Stammfahrer.

Franco Morbidelli machte wieder Vergleiche mit dem neuen Akrapovic-Auspuff mit zwei Endtöpfen. Bei seinem Yamaha-Teamkollegen Quartararo war nur der gewohnt kurze Auspuff auf der rechten Seite zu sehen.

Probleme bei Ducati

25 Minuten vor dem Ende rollte Bezzecchi am Ende der Gegengeraden in der Pedrosa-Kurve aus. Er zog eine dichte Rauchwolke hinter sich her - ein kapitaler Motorschaden an seiner VR46-Ducati!

Einen schwierigen Tag hatte auch Enea Bastianini. Die Fraktur im rechten Schulterblatt ist zwar verheilt, aber er hat Muskelmasse in der Schulter verloren. Nach einem Run konnte er alleine kaum den Helm abnehmen und bekam sofort Kältekompressen auf die Schulter gelegt.

Am Samstag wird man entscheiden, wie es bei Bastianini weitergeht. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er das Handtuch werfen muss. Ducati macht keinen Druck auf den Italiener. Man betrachtet sein Comeback-Wochenende primär als Test. Er wurde heute 21.

Quartararo und Bagnaia gelingen keine guten Zeiten

In der letzten Viertelstunde gab es die Zeitattacken mit weichen Hinterreifen. Quartararo verbesserte seine Vormittagszeit, aber im Gesamtergebnis fehlte immer noch mehr als eine Sekunde und er verbesserte sich nur auf Position 17 und anschließend auf Platz 15.

Aber Vinales zeigte mit dem Sprung auf Rang drei, dass Top-10-Zeiten möglich waren. Quartararo montierte einen zweiten weichen Hinterreifen und probierte es erneut. Aber das brachte ihn zunächst auch nur auf Platz 13.

Andere Fahrer konnten sich deutlicher verbessern. Aleix Espargaro markierte mit 1:36.708 Minuten zwei Tausendstelsekunden vor seinem Teamkollegen Vinales Tagesbestzeit. Mit seiner Vormittagszeit beendete Dani Pedrosa seinen Comeback-Tag als Dritter.

Mit Ablauf der Zeit hatte Mir einen zweiten Sturz und sorgte für gelbe Flaggen in Kurve 5. Das verhagelte noch einigen Fahrern ihren letzten Versuch. Jorge Martin (Pramac-Ducati) hielt mit seiner Vormittagszeit den vierten Platz.

Jack Miller (KTM) verbesserte sich auf Rang fünf, gefolgt von Johann Zarco (Pramac-Ducati), Miguel Oliveira (RNF-Aprilia) und Alex Marquez (Gresini-Ducati). Mit ihren Vormittagszeiten schafften es Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Luca Marini (VR46-Ducati) in die Top 10.

Weltmeister Bagnaia verbesserte zwar seine Vormittagszeit, aber der Ducati-Werksfahrer landete nur auf Position 13. Quartararo wurde noch bis auf Platz 16 zurückgereicht und ärgerte sich, denn bisher startete er in der MotoGP in Jerez immer aus der ersten Startreihe.

WM-Leader Bezzecchi (VR46-Ducati) muss am Samstag ebenfalls in Q1 antreten. Auch Austin-Sieger Rins beendete den Freitag außerhalb der Top 10. Fünf Minuten vor Trainingsende sorgte ein Sturz in Kurve 6 für das Ende seiner Zeitenjagd.

Die beiden Deutschen waren im unteren Viertel der Zeitenliste zu finden. Bradl wurde 20. und Jonas Folger (Tech3-GasGas) 23. Lecuona reduzierte nach seinem Sturz seinen Rückstand auf zweieinhalb Sekunden und war damit weiterhin Letzter.

Direkt für Q2 qualifiziert sind:
Aleix Espargaro (Aprilia)
Maverick Vinales (Aprilia)
Dani Pedrosa (KTM)
Jorge Martin (Pramac-Ducati)
Jack Miller (KTM)
Johann Zarco (Pramac-Ducati)
Miguel Oliveira (RNF-Aprilia)
Alex Marquez (Gresini-Ducati)
Takaaki Nakagami (LCR-Honda)
Luca Marini (VR46-Ducati)

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