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MotoGP Jerez: Bagnaia feiert ersten Saisonsieg - Enger Kampf um P3

Francesco Bagnaia gewinnt sein erstes Rennen der Saison vor Fabio Quartararo und Aleix Espargaro - Marc Marquez wird Vierter - Suzuki ohne Chance aufs Podest

(Motorsport-Total.com) - Mit einer fehlerlosen Vorstellung hat sich Francesco Bagnaia beim Grand Prix von Spanien seinen ersten Sieg dieser MotoGP-Saison gesichert. Für Ducati ist es zugleich der erste Sieg mit der neuen GP 22. Fabio Quartararo (Yamaha) musste sich mit Platz zwei zufriedengeben. Aleix Espargaro (Aprilia) schaffte es erneut aufs Podest.

Francesco Bagnaia, Fabio Quartararo

Perfektes Rennen: Francesco Bagnaia führte jede Runde in Jerez an Zoom

"Das ist ein wunderschöner Tag! Obwohl wir zu Beginn der Saison so viele Probleme hatten, haben wir nie aufgegeben und haben immer weiter gearbeitet. Zum Glück konnte ich das Rennen in Portimao fahren, wenn auch unter Schmerzen", erinnert Bagnaia an seinen Qualifying-Sturz vor einer Woche in Portugal.

"Ich bin so glücklich, dass wir jetzt wieder unser Potenzial zeigen können. Vielleicht ist das sogar höher als im vergangenen Jahr. Denn damals hatten wir auf dieser Strecke deutlich mehr Rückstand auf Fabio. Er war damals unschlagbar. Heute haben wir alles richtig gemacht. Vielen Dank an alle, die mir geholfen haben."

Bagnaia hält Quartararo am Start hinter sich

Mit 30 Grad Lufttemperatur herrschten am Sonntagnachmittag die wärmsten Bedingungen des kompletten Wochenendes. Bei den Reifen waren sich alle Fahrer einig: Vorne wurde die harte Mischung, hinten die Medium-Variante gefahren.

Zum ersten Mal in dieser Saison startete Bagnaia von der Poleposition. Hinter ihm in Reihe eins lauerten Quartararo und Aleix Espargaro. Die zweite Reihe gehörte Jack Miller (Ducati), Marc Marquez (Honda) und Johann Zarco (Pramac-Ducati). Die erste Suzuki war mit Joan Mir auf Startplatz neun zu finden.

Bagnaia verteidigte seinen Spitzenplatz am Start, Quartararo und Miller reihten sich dahinter ein. Aleix Espargaro fiel hinter die Hondas von Nakagami und Marquez zurück, die sich noch im Verlauf der ersten Runde duellierten.

Weiter hinten im Feld kam es zu den ersten Stürzen: Stefan Bradl (Honda) und Jorge Martin (Pramac-Ducati) gingen zu Boden, nahmen das Rennen aber wieder auf.

Nach den ersten Runden hatte sich das Feld sortiert: Bagnaia führte vor Quartararo, Miller kämpfte als Dritter um den Anschluss. Marquez, Aleix Espargaro und Mir folgten dahinter. Nakagami musste an siebter Stelle bereits abreißen lassen.

So erging es bald auch den anderen Verfolgern, die das Tempo des Spitzenduos nicht mitgehen konnten. Mit den einzigen 1:37er-Zeiten im Feld fuhren Bagnaia und Quartararo in einer eigenen Liga. Ihr Vorsprung wuchs früh auf mehrere Sekunden an. Zur Halbzeit des Rennens lag er bei über fünf Sekunden.

Kampf um Platz drei wird noch einmal spannend

Bagnaia konnte sich zu diesem Zeitpunkt ein wenig von Quartararo absetzen. Der Abstand pendelte sich zunächst bei sieben Zehntelsekunden ein. Deutlich enger lag die Verfolgergruppe aus Miller, Marquez und Espargaro zusammen, die alle auf den letzten Podestplatz spekulierten und sich gegenseitig belauerten.

Bei noch fünf Runden attackierte Marquez Miller in Kurve 5 und ging vorbei, verlor den Platz nach einem Beinahe-Sturz aber wieder, während Espargaro seinerseits Miller kassierte. Einmal vorbei konnte der Aprilia-Pilot gleich eine Lücke aufmachen.

Vorne schrumpfte Bagnaias Vorsprung indes zum ersten Mal wieder auf eine halbe Sekunde. Doch Quartararo kam nicht mehr nah genug, um einen Angriff zu starten.

Bagnaia überquerte die Ziellinie schließlich mit einem Vorsprung von knapp drei Zehnteln vor Quartararo. Satte zehn Sekunden dahinter lief Espargaro als Dritter ein, der den Verlust der Konzessionen für Aprilia damit besiegelte.

"Das war wirklich ein schwieriges Rennen", resümiert Quartararo: "'Pecco' hatte einen großartigen Start und fuhr anschließend ein großartiges Rennen. Ich wollte ihn direkt in der ersten Runde überholen, denn ich wusste, dass es sonst für meinen Vorderreifen schwierig werden würde. Ich habe alles probiert."

"Unsere Pace war einfach irre und mein Vorderreifen ist unglaublich heiß geworden. Ich konnte nicht härter bremsen", verrät der Weltmeister und gratuliert: "Glückwunsch an ihn! Es war zwar kein echter Kampf, denn wir haben uns nicht überholt. Trotzdem war es ein intensives Rennen, das Spaß gemacht hat."

Aleix Espargaro zum dritten Mal auf dem Podium

Espargaro gibt zu: "Mental war es ein schwieriges Rennen, denn ich konnte einfach nicht überholen. Ich war viel schneller als Jack und Marc . Aber ich kam einfach nicht vorbei. Marc war auf der Bremse unglaublich stark."

"Es blieb mir nichts anderes übrig, als auf einen Fehler zu warten. Als ich sah, dass Jack früh bremste und Marc beinahe gestürzt wäre, hat sich mein Rennen in nur einer Kurve komplett gedreht. Von da an sagte ich nur noch Bye-Bye. In der Schlussphase konnte ich mein wahres Tempo zeigen", freut sich der Spanier.


MotoGP: Grand Prix von Spanien (Jerez) 2022

Marquez konnte nach seinem Patzer zwar nicht mehr ums Podest kämpfen, legte sich zum Schluss aber noch Miller zurecht und feierte mit Platz vier sein bestes Saisonergebnis.

Mir blieb unauffällig. Er konnte gegenüber seinem Startplatz nur drei Positionen gutmachen und wurde Sechster. Nakagami, Enea Bastianini (Gresini-Ducati), Marco Bezzecchi (VR46-Ducati) und Brad Binder (KTM) komplettierten die Top 10.

Auf den restlichen Punkterängen landeten Pol Espargarao (Hoinda), Miguel Oliveira (KTM), Alex Marquez (LCR-Honda), Maverick Vinales (Aprilia) und Franco Morbidelli (Yamaha). Suzuki-Pilot Alex Rins blieb eine Aufholjagd wie in Portimao verwehrt. Nach einem Ausritt in Kurve 13 kam er nicht über Rang 19 hinaus.

Martin wurde nach seinem frühen Crash 22. und Letzter. Bradl stürzte im Verlauf des Rennens ein zweites Mal und gab auch. Neben ihm kamen auch Darryn Binder (RNF-Yamaha) und Johann Zarco (Pramac-Ducati) nach Stürzen nicht ins Ziel.

In der WM baute Quartararo seine Führung auf 89 Punkte aus. Neuer Gesamtzweiter ist Aleix Espargaro (82), der sieben Zähler zurückliegt. Bastianini und Rins (69) rangieren punktgleich dahinter. Bagnaia (56) klettert mit seinem Sieg in die Top 5.

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