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MotoGP 2023: Die Gresini-Ducatis von Alex Marquez' und Fabio di Giannantonio

Gresini präsentiert als zweites MotoGP-Team die Motorräder für die Saison 2023: Kann Neuzugang Alex Marquez in die Fußstapfen von Enea Bastianini treten?

(Motorsport-Total.com) - Das Gresini-Team hat heute die Motorräder für die bevorstehende MotoGP-Saison präsentiert. Als zweites MotoGP-Team nach Yamaha hat Gresini die Farben für 2023 gezeigt und bei dieser Gelegenheit Alex Marquez als Neuzugang vorgestellt. Der Spanier übernimmt bei Gresini den Platz von Enea Bastianini, der ins Ducati-Werksteam aufsteigt, und wird Teamkollege von Fabio di Giannantonio.

Alex Marquez; Fabio di Giannantonio

Die Ducatis von Alex Marquez und Gresini-Teamkollege Fabio di Giannantonio Zoom

Die Lackierung der Gresini-Ducati wurde für die Saison 2023 leicht modifiziert. Geleitet wird das Team weiterhin von Nadia Padovani, der Witwe von Teamgründer Fausto Gresini. "Wir sind sehr gespannt auf dieses neue Abenteuer. Die Saison 2022 war in jeder Hinsicht unglaublich. Wir möchten uns aber weiter verbessern und erneut überraschen", kommentiert die Gresini-Teamchefin.

"Wir sind ein junges Team mit großen Ambitionen. Fabio wird in seinem zweiten Jahr die Chance haben, sein ganzes Potenzial zu zeigen, und Alex ist sehr motiviert, sich wieder stark in Szene zu setzen", erklärt Padovani.

"Wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass beide erfolgreich sein können. Der heutige Tag ist fast eine Rückkehr zur Normalität mit einer so wichtigen Präsentation und mit den Menschen, die zu uns kommen. Ein großes Dankeschön geht an die Sponsoren und das gesamte Team, das hart gearbeitet hat, um bereit zu sein", bemerkt die Gresini-Teamchefin.

Wo steht Gresini ohne Enea Bastianini?

Für Alex Marquez ist die MotoGP-Saison 2023 ein kompletter Neuanfang. Nach drei Jahren bei Honda entschied sich der jüngere Bruder von MotoGP-Superstar Marc Marquez für den Wechsel zu Ducati.

Enea Bastianini

Enea Bastianini bescherte Gresini im Vorjahr vier Siege Zoom

Bei Gresini erhält er eine 2022er-Desmosedici, genau wie Teamkollege Fabio di Giannantonio, der seine zweite Saison in der Königsklasse absolviert und sich für die Zukunft empfehlen möchte.


Fotos: MotoGP 2023: Präsentation Gresini-Ducati


Im vergangenen Jahr überraschte Gresini mit dem Sieg beim Saisonauftakt in Katar. Das neu aufgebaute Team erlebte mit Enea Bastianini eine sehr starke Saison. Bastianini gewann in Austin, Le Mans und Aragon drei weitere Rennen und beendete die Saison als WM-Dritter. Damit war Bastianini der mit Abstand beste Nicht-Werksfahrer der Saison 2022.

Kann Alex Marquez sein wahres Potenzial zeigen?

Weniger erfreulich war die vergangene Saison für Alex Marquez, der wie alle Honda-Piloten mit der 2022er-RC213V zu kämpfen hatte. In der Endabrechnung landete Marquez nur auf der 17. Position. In 20 Grands Prix sammelte der LCR-Honda-Pilot nur magere 50 Punkte. Doch der erste Test mit der Ducati Desmosedici unmittelbar nach dem Saisonfinale in Valencia stimmte den Spanier sehr positiv.

Alex Marquez

Alex Marquez erhält bei Gresini 2022er-Material Zoom

"Heute ist ein ganz besonderer Tag: Dieses Team vereint und vorbereitet zu sehen, bringt große Gefühle mit sich", kommentiert Marquez. "Bei dieser Präsentation dabei zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Es gefällt mir sehr, so viel Eifer und Begeisterung im Team und bei den Leuten zu sehen, die gekommen sind, um uns zu sehen."

"Jetzt beginnt die Arbeit für eine Vorsaison, die es uns hoffentlich ermöglicht, für das erste Rennen in Portimao zu 100 Prozent bereit zu sein. Das Ziel ist ein großartiger Start in die Saison, denn er wird das Tempo für den Rest des Jahres 2023 vorgeben", erklärt Marquez.

Alex Marquez

Beim ersten Test im November kam Alex Marquez mit der Ducati gut zurecht Zoom

"Wir haben die Mittel und den Willen, gut abzuschneiden; es wird natürlich nicht einfach sein, aber die richtige Herangehensweise ist in solchen Situationen sehr hilfreich", schildert der Gresini-Neuzugang, der mit Crewchief Donatello Giovanotti zusammenarbeiten wird.

Wegweisende Saison für Fabio di Giannantonio

Teamkollege Fabio di Giannantonio steht vor einer wichtigen Saison, was seine weitere Karriere angeht. In seiner Debütsaison erlebte der Italiener einige schwierige Momente und sorgte mit einem sehr nachdenklichen Social-Media-Post kurz vor dem Ende der Saison für Verwirrung.

Doch der erste Test mit der 2022er-Ducati stimmte Di Giannantonio optimistisch. Mit dem Motorrad harmoniert der Römer deutlich besser als mit der 2021er-Version.

Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio muss sich für die Zukunft empfehlen Zoom

"Wir beginnen das Jahr 2023 mit einer Prise mehr Rot, das für Entschlossenheit, Leidenschaft, Feuer steht", bemerkt der Italiener. "Ich bin motiviert, mich weiter zu entwickeln und gut abzuschneiden."

"Wir wollen die neue Saison Rennen für Rennen angehen, in dem Bewusstsein, dass dies der richtige Zeitpunkt ist. Die Top 10 sollten die Regel sein, während die Top 5 ein realistisches Ziel sind. Das Team ist aufgeladen und ich habe 300% hart für dieses Jahr trainiert - wir sind bereit!", so der Italiener.

Di Giannantonio erhält in der Saison 2023 einen neuen Crewchief. Frankie Carchedi wechselte von Suzuki zu Gresini und bringt viel Expertise mit. "Wir testeten nach dem Rennen in Valencia, um für den Winter vorzubereiten. Das lief sehr gut. Wir können viel erwarten", freut sich Di Giannantonio.

Gresini zeigt als erstes Team die neue MotoE-Ducati

Gresini nimmt in der Saison 2023 nicht nur in der MotoGP teil. Das italienische Traditionsteam startet auch in der Moto2-WM und in der MotoE. In der Moto2-WM fahren Filip Salac und Jeremy Alcoba für das Team.

Ex-Weltcup-Sieger Matteo Ferrari und Alessio Finello vertreten Gresini in der MotoE. Bei der Präsentation wurde erstmals die neue Ducati-MotoE-Maschine in den Farben eines Rennteams gezeigt.

Ducati MotoE

Ducati rüstet die MotoE-WM in der Saison 2023 mit Einheitsmaschinen aus Zoom

"Es ist der erste Schritt von Ducati bei der Elektrifizierung", kommentiert Ducati-Corse-Chef Luigi Dall'Igna, der die in der MotoE gesammelten Erfahrungen an seine Kollegen in der Serienabteilung weiterleiten möchte: "Ducati entschied sich dazu, die Technologien im Rennsport zu entwickeln, bevor sie auf die Straße kommen."

Ducatis MotoE-Bike wiegt 225 Kilogramm und leistet 150 PS. Mit diesen Eckdaten sollten deutlich bessere Rundenzeiten möglich sein als mit den bisher verwendeten Energica-Bikes, die deutlich schwerer waren.

Ducati MotoE

Die Ducati-MotoE-Maschine ist eine komplette Neuentwicklung Zoom

"Unsere Testfahrer haben bereits sehr positive Rückmeldungen abgegeben. Jetzt sind wir auf die Feedbacks der Stammfahrer gespannt. Aber die Rundenzeiten waren bereits sehr gut bei den Tests", lässt Dall'Igna durchblicken.

Das erste MotoGP-Rennen der Saison 2023 wird am 26. März beim Grand Prix von Portugal in Portimao gestartet. Die MotoE-Saison beginnt beim Frankreich-Grand-Prix in Le Mans am 14. Mai.

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