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Miguel Oliveira klagt: Aprilia RS-GP24 "funktioniert nicht so wie sie sollte"

Trackhouse-Pilot Miguel Oliveira fährt das gleiche Material wie die Aprilia-Werkspiloten Espargaro und Vinales, kommt an die beiden aber noch nicht heran

(Motorsport-Total.com) - Aprilia hat im Feld für die MotoGP-Saison 2024 vier Motorräder am Start, die aber in zwei unterschiedlichen Spezifikationen daherkommen.

Titel-Bild zur News: Miguel Oliveira

Miguel Oliveira sitzt im Trackhouse-Team auf einer 2024er-Aprilia Zoom

Im Werksteam fahren Aleix Espargaro und Maverick Vinales die 2024er-Aprilia. Im neuen zweiten Aprilia-Team - Trackhouse Racing aus den USA - sitzt Miguel Oliveira ebenfalls auf der Neuentwicklung, die offiziell RS-GP24 heißt. Oliveiras Teamkollege Raul Fernandez aber ist mit einer 2023er-Aprilia unterwegs.

Während Espargaro und Vinales mit der RS-GP24 bislang je ein starkes Wochenende hatten, an dem sie vor allem im Sprint weit vorne ins Ziel kamen (Espargaro auf P3 in Katar und Vinales auf P1 in Portugal), tut sich Oliveira mit dem baugleichen Motorrad noch schwer.

In den Sprints hat es Oliveira in dieser Saison noch nicht in die Punkteränge geschafft. Das allein ist keine große Überraschung angesichts der Leistungsdichte im Feld und der Tatsache, dass es an den Samstagen nur für die Top 9 (nicht Top 15) Punkte gibt. Aber auch an den Sonntagen fährt Oliveira noch nicht in dem Bereich des Feldes wie die Werkspiloten es können.

Nach P15 in Katar und P9 bei seinem Heimspiel in Portugal rangiert Oliveira derzeit auf dem 14. Tabellenplatz. Aleix Espargaro ist nach zweimal P8 in den Grands Prix derzeit WM-Siebter. Maverick Vinales ist WM-Achter nur deshalb, weil er am vergangenen Sonntag in Portimao in der letzten Runde unverschuldet ausgeschieden ist. Hätte er am Tag nach seinem Sprint-Sieg den zweiten Platz im Grand Prix ins Ziel gebracht, wäre Vinales jetzt WM-Dritter.

Woran liegt es, dass Miguel Oliveira mit der Aprilia RS-GP24 noch nicht so zurechtkommt wie Espargaro und Vinales? "Ich hätte mir größere Schritte gewünscht, aber es sind kleine Schritte, wirklich winzige Schritte", sagt der Trackhouse-Pilot angesprochen auf den winterlichen Umstieg von der 2023er- auf die 2024-Aprilia.

Aprilia RS-GP24 für die MotoGP-Saison 2024

Eine Aprilia RS-GP24, wie sie das Werksteam hat, fährt auch Oliveira Zoom

Eben diese RS-GP24 unterscheidet sich vom Vorjahresmodell, das Raul Fernandez fährt, vor allem im Bereich der Aerodynamik. Auch der Motor ist ein anderer. "Das reine Fahrgefühl ist eigentlich gut. Was das Fahren betrifft, habe ich mich schon vollständig umgestellt", sagt Oliveira.

"Aber", setzt der Trackhouse-Pilot fort, "das Motorrad funktioniert einfach nicht so wie es sollte. Das ist frustrierend, aber das ist die Situation, in der wir uns befinden. Wir müssen weiterarbeiten und versuchen, einen Weg zu finden".

Personell gesehen steht Oliveira genau wie Teamkollege Raul Fernandez nicht bei Trackhouse unter Vertrag, sondern wie Espargaro und Vinales direkt bei Aprilia.

Miguel Oliveira, Raul Fernandez

Andere Aero: RS-GP24 (Oliveira) mit mehr Winglets als RS-GP23 (Fernandez) Zoom

Die Verbindung, die der US-Rennstall Trackhouse Racing zum Hersteller aus Noale (Italien) hat, ist enger als es beim Vorgängerteam RNF Racing der Fall war. Ob es daher nur eine Frage der Zeit ist, bis auch Oliveira den Dreh mit der RS-GP24 raus hat?

Dass Fernandez, der die Saison mit zwei Nullnummern begonnen hat, noch keine aktuelle Aprilia fährt, hat logistische Gründe. Anders als bei einem großen Hersteller, wie etwa Honda, sind bei Aprilia vier neue Motorräder nicht mal eben "nebenbei" aufgebaut. Geplant ist, dass Fernandez im späteren Verlauf der Saison neue Teile bekommt.

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