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  • 10.11.2011 · 19:21

Helmut Bradl: "Stefan wird MotoGP fahren"

Helmut Bradl gibt im Interview Aufschluss über den bevorstehenden Aufstieg des neuen Moto2-Weltmeisters in de Königsklasse MotoGP

(Motorsport-Total.com/SID) - Der Aufstieg von Moto2-Weltmeister Stefan Bradl in die Motorrad-Königsklasse MotoGP steht unmittelbar bevor. Die Trennung von seinem bisherigen Kiefer-Team ist schon beschlossen, wie Bradls Vater Helmut im Interview bestätigte. Der neue Vertrag, voraussichtlich mit dem Honda-Satellitenteam LCR des ehemaligen Rennfahrers Lucio Cecchinello, sollte in den "nächsten acht bis vierzehn Tagen" unterschrieben sein, meinte Bradl senior.

Helmut Bradl

Helmut Bradl (re.) unterstützt die Karriere seines Sohnes mit Rat und Tat

Frage:: "Nach dem Titelgewinn in der Moto2 am vorigen Wochenende und den vielversprechenden MotoGP-Testfahrten am Dienstag und Mittwoch: Wie sieht aktuell die Zukunft Ihres Sohnes Stefan Bradl aus?"
Helmut Bradl: "Es ist klar, dass er bei Kiefer nicht mehr fährt. Er wird im nächsten Jahr MotoGP fahren."

Frage: "Beim Honda-Team LCR, für das er getestet hat? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?"
Bradl: "LCR ist für uns die beste Lösung. Für uns war immer Voraussetzung, dass Stefan Top-Material hat. Das Team ist absolut in Ordnung, es ist ein Top-Team. Und Stefan war schon am ersten Tag schneller als Toni Elias (LCR-Stammfahrer in dieser Saison, Anm. d. Red.). Ich habe beim Team Gesichter gesehen, in denen die Mundwinkel wieder nach oben zeigten."


Fotos: LCR, MotoGP-Tests in Valencia


Frage: "Wann wird der Wechsel denn in trockenen Tüchern sein?"
Bradl: "In den nächsten acht bis vierzehn Tagen müsste der Vertrag unterschrieben sein."

Frage: "Hatten Sie vor den Testfahrten in dieser Woche damit gerechnet, dass es doch noch mit einem Wechsel in die MotoGP für 2012 klappt?"
Bradl: "Das war bis dahin eigentlich abgehakt, wir waren ganz auf Moto2 gepolt. Es musste ein vernünftiges Paket sein, das war vorher nicht möglich."

Frage: Ist die Trennung vom Kiefer-Team, das Stefan zum WM-Titel geführt hat und mit ihm nach dem gescheiterten Versuch für 2012 jetzt 2013 in die MotoGP aufsteigen wollte, schwer gefallen?"
Bradl: "Das tut auch weh. Wir wissen, von wem wir gefördert wurden. Aber diese Chance bekommt man meist nur einmal im Leben, wenn man viel Glück hat, zweimal. Ich habe Stefan gesagt, wenn er MotoGP fahren will, muss er jetzt als Weltmeister in die nächste Klasse aufsteigen. Honda hat mir versprochen, sie werden für Kiefer eine saubere Lösung finden."

Frage: "Standen Sie bei Kiefer für 2012 im Wort?"
Bradl: "Es hat eine mündliche Vereinbarung gegeben, aber nichts Schriftliches. Am Sonntagabend nach dem Rennen sollte Stefan den Vertrag unterschreiben. Aber ich habe aus einem Bauchgefühl heraus gesagt, dass er damit auch noch zwei, drei Tage warten kann. Dann hat sich das Blatt gewendet."

Frage: "Nach dem Titelgewinn und den anschließenden Testfahrten hat Ihr Sohn am Freitag endlich mal frei ..."
Bradl: "Das braucht er auch. Er ist mental und körperlich jetzt platt. Die ganzen Verhandlungen haben sich neben den Tests von Montag bis Mittwoch hingezogen. Irgendwann ist man dann mal leer. Wir hatten überhaupt noch keine Zeit, mal ein bisschen zu feiern."

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