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Fabelzeit von Bagnaia beim Katar-Test: "Ducati GP24 in allen Bereichen besser"

Francesco Bagnaia hat mit der neuen Ducati ein "unglaubliches" Gefühl - Auch Enea Bastianini geht deutlich besser aufgestellt als im Vorjahr in die neue Saison

(Motorsport-Total.com) - Schnellster beim Wintertest in Malaysia, Schnellster an beiden Testtagen in Katar. MotoGP-Weltmeister Francesco Bagnaia hat den Vorbereitungen für die MotoGP-Saison 2024 seinen Stempel aufgedrückt. Ducati hat mit der GP24 den nächsten Schritt nach vorne gemacht, wie auch die zweitbeste Zeit von Enea Bastianini zeigte.

Titel-Bild zur News: Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia blieb deutlich unter dem Rundenrekord Zoom

"Es ist alles für den Saisonstart festgelegt", nickt Bagnaia. "Mit meinem Gefühl bin ich sehr zufrieden. Wenn das Gefühl gut ist, dann kommen die Rundenzeiten. Ich bin sehr zufrieden. Momentan kann ich nicht mehr sagen."

Mit 1:50.952 Minuten fuhr der Italiener die schnellste jemals in Lusail gefahrene Runde. Bagnaia blieb um acht Zehntelsekunden unter dem Rundenrekord aus dem vergangenen Herbst. Eine Fabelzeit, die womöglich beim Saisonauftakt an gleicher Stelle noch unterboten werden könnte.

"Vielleicht kann man sie im Qualifying mit einem zweiten weichen Reifen auch noch verbessern. Es war wichtig, mit einem weichen Reifen eine Sprint-Simulation zu machen. Dafür haben wir den zweiten Reifen verwendet."

"Mein Gefühl ist momentan unglaublich", sagt Bagnaia mit viel Selbstvertrauen. "Die GP24 ist in allen Bereichen besser. Es gibt die guten Aspekte der GP22 und der GP23. Wir wissen aber auch, dass sich an einem Rennwochenende alles ändern kann."

"Momentan sind alle GP24 super schnell. Darauf können wir stolz sein. Wir haben in der Bremsphase und beim Kurvenspeed Fortschritte gemacht. Ich denke, das Motorrad hat aber etwas weniger Grip als im Vorjahr. An dieser Balance arbeiten wir mit der Abstimmung."

Ein Thema war die Kraftentfaltung, die man mit der Elektronik etwas sanfter gemacht hat. Beim Test in Malaysia war das noch nicht optimal gewesen. "Das hängt aber auch mit dem Asphalt zusammen, das hat hier geholfen", räumt Bagnaia ein.

Die schnellsten Zeiten wurden mit der neuen Verkleidung erzielt. "Es gibt gute Punkte, aber auch Schwächen im Vergleich zur alten Verkleidung", meint der Weltmeister dennoch. "Die neue Verkleidung fühlte sich genauso wie in Malaysia an."

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia fühlt sich für die neue Saison optimal aufgestellt Zoom

Aber war es trotzdem insgesamt die beste Saisonvorbereitung seit Bagnaia für Ducati fährt? "2022 war der erste Test ein komplettes Desaster. Auch im Vorjahr waren die ersten zweieinhalb Tage ein Desaster."

"Das neue Motorrad ist in der Bremsphase besser. In diesem Bereich hatte ich im Vorjahr in der zweiten Saisonhälfte Mühe." Die meisten Fahrer nannten Bagnaia als Favoriten für die neue Saison. Und auch Bastianini ist gut aufgestellt.

Enea Bastianini klagt über Vibrationen

Im Vorjahr hatte der zweite Italiener im Werksteam Mühe, seinen Fahrstil an die GP23 anzupassen. Das neue Paket passt deutlich besser zu Bastianinis Fahrstil: "Wir haben Fortschritte gemacht, müssen uns aber noch etwas steigern. 'Pecco' ist etwas schneller."

"Ich hatte hinten etwas Chattering", berichtet Bastianini. "Nach einigen Runden hat der Vorderreifen nachgelassen. Aber die Rundenzeit war schon gut." Auch Jorge Martin berichtete von Vibrationen am Hinterrad. Diese traten vor allem mit dem Medium-Hinterreifen auf.

"Es tritt am Kurveneingang auf, wenn man in maximale Schräglage geht", erläutert Bastianini. "Für meinen Fahrstil ist es kein großes Problem, aber wenn wir es etwas ausmerzen können, wäre es besser. Mit dem weichen Reifen war es bei der Zeitattacke besser."

"Aber ich denke, wir können das Problem für das Rennen lösen. Wir müssen auch an der Motorbremse arbeiten, denn damit bin ich nicht immer zufrieden." Auch die Kraftentfaltung im ersten Moment, wenn man ans Gas geht, ist laut Bastianini noch nicht perfekt.

Enea Bastianini

Enea Bastianini war trotz kleiner Probleme auch sehr schnell unterwegs Zoom

Trotz der Kleinigkeiten fühlt sich Bastianini deutlich besser aufgestellt als im Vorjahr. An den beiden Testtagen in Katar war er etwas geschwächt, da er in den Tagen zuvor wegen einer Virusinfektion Antibiotika nehmen hatte müssen.

"Mein Ziel ist, dass ich immer an der Spitze mitkämpfe", kündigt er seine Rückkehr an. "Wer werden von Rennen zu Rennen sehen, was passiert. Wir haben sehr gut gearbeitet. Ich bin gespannt, wie das erste Rennen laufen wird."