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Espargaro, Marquez, Crutchlow: Alberto Puig erklärt Hondas Fahrerwahl

Nach den Fahrerwechseln: Honda-Teammanager Alberto Puig verrät, warum Alex Marquez bei LCR besser aufgehoben ist und was man Cal Crutchlow jetzt anbietet

(Motorsport-Total.com) - Nach den offiziellen Bekanntgaben am Montagvormittag hat sich Honda-Teammanager Alberto Puig gegenüber 'MotoGP.com' ausführlich zu den Personalien rund um Pol Espargaro, Alex Marquez und Cal Crutchlow geäußert. Ersterer verlässt KTM und wird 2021 neuer Teamkollege von Marc Marquez im Honda-Werksteam.

Alberto Puig

Alberto Puig hat für jede Menge Bewegung auf dem Fahrermarkt gesorgt Zoom

"Pol hat großes Interesse an unserem Motorrad gezeigt", erklärt Puig. "Sein Vertrag (mit KTM; Anm. d. R.) läuft mit Ende dieser Saison aus, insofern war er frei. Das war für die Situation entscheidend, da er die Chance hatte zu wechseln."

Und weiter: "Wir glauben, das Pol ein Kämpferherz hat. Er ist seit vielen Jahren in dieser Meisterschaft aktiv und verfügt über viel Erfahrung. Bei KTM hat er aus meiner Sicht großartige Arbeit geleistet und das Motorrad weiterentwickelt. Sein Fahrstil dürfte gut zu unserem Motorrad passen." Deshalb habe man sich für ihn entschieden.

Espargaro als "gute Unterstützung für Marc"

Er werde im nächsten Jahr "eine gute Unterstützung für Marc sein, um das Motorrad weiterzuentwickeln und gleichzeitig konkurrenzfähig zu sein", sagt Puig weiter. Alex Marquez, der erst für diese Saison in die MotoGP und zu Repsol-Honda wechselte, verliert zwar seinen Werksplatz, kommt aber im Kundenteam LCR unter.

Um diese Entscheidung einzuordnen, erinnert Puig an Marquez' Vertragsverpflichtung Ende 2019: "Damals hat Jorge (Lorenzo) aufgehört, sodass uns ein Fahrer fehlte. Das Beste, was wir zu diesem Zeitpunkt tun konnten, war, Alex zu uns zu holen."

"Er war ein frischgebackener Weltmeister. Es handelte sich um einen Einjahresvertrag. Das war alles, was wir damals tun konnten. Wir wollten auch nicht die Pläne von LCR kreuzen und möglicherweise Cal (Crutchlow) holen. LCR ist ein sehr wichtiges Team für uns und wir wollten nicht deren Abläufe stören. Also entschieden wir uns für Alex."

Puig: "Bei LCR kann Alex besser wachsen"

Allerdings räumt Puig ein, dass es für einen Rookie wie ihn ideal wäre, "in einem Satellitenteam erst ein wenig Training zu bekommen". Bei LCR wolle man Marquez ab 2021 daher die Gelegenheit geben, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

"Wir haben großes Interesse an Alex' Fortschritten und deshalb möchten wir ihn bei LCR fahren sehen, natürlich mit einem Werksbike. Aber vielleicht etwas weiter weg von dem massiven Druck, der auf einem lasten kann, wenn man für Repsol-Honda fährt. Wir glauben daher, dass er bei LCR besser wachsen und sein Potenzial zeigen kann."

Puig betont: "Er bleibt ein Honda-Fahrer, er bleibt ein HRC-Fahrer. Er wird dasselbe Motorrad haben. Das einzige, was er nicht haben wird, ist vielleicht dieser konzentrierte Druck, der entsteht, wenn man neben Marc Marquez für Repsol-Honda fährt."

Kein Platz mehr für Crutchlow bei Honda

Alex Marquez' Wechsel ist gleichbedeutend mit dem Ausscheiden von Crutchlow, der LCR nach sechs Jahren verlassen muss. "Cal ist ein Kerl, dem man nicht sagen will, dass für ihn kein Platz ist", gibt der Honda-Teammanager zu. "Er hat in den vergangenen Jahren einen fantastischen Job für Honda und LCR erledigt."


Fotostrecke: Die Karriere-Highlights von Cal Crutchlow

"Er hat uns sehr dabei geholfen, die Motorräder weiterzuentwickeln. Gleichzeitig hat er Rennen gewonnen und viele Podien eingefahren. Dafür können wir ihm nur dankbar sein. Wir erwarten und hoffen, dass er weiter Rennen fahren wird. Ich bin mir sicher, er wird einen Weg finden." Bisher ist Crutchlows Verbleib in der MotoGP unklar.

"Leider haben wir zur Zeit nicht genug Motorräder", bedauert Puig. "Wir werden Cal als Honda-Fahrer immer wertschätzen - für seinen besonderen Charakter, aber auch für seine Ergebnisse, die Siege und vielen Punkte, die er für Honda erzielt hat."

Als Alternative schlägt Puig Crutchlow einen Wechsel in die Superbike-WM vor: "Wie alle wissen, hat Honda ein Team in der WSBK. Dort wird es für ihn immer eine Chance geben, wenn er diese Option in Erwägung ziehen sollte. Das Ziel mit dem neuen Motorrad ist es, dort in naher Zukunft um den Titel zu kämpfen."

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