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"Eine verrückte WM": Rossi erinnert die aktuelle Abwechslung an die Saison 2000

Die MotoGP-WM ist so offen und unvorhersehbar wie seit langem nicht - Valentino Rossi erinnert das an die abwechslungsreiche Saison 2000 - sein 500er-Premierenjahr

(Motorsport-Total.com) - Die MotoGP-Saison 2020 ist an Abwechslung kaum zu überbieten. Die Weltmeisterschaft ist nach sechs Rennen so offen wie seit Jahren nicht mehr. Zwölf verschiedene Fahrer sind bisher auf dem Podest gestanden. Der Rekord liegt bei 13 Fahrern im Jahr 1953 und wird wohl bald fallen.

MotoGP Start in Misano

In der WM geht es so eng zu wie seit vielen Jahren nicht mehr Zoom

Mit Fabio Quartararo, Brad Binder, Miguel Oliveira und Franco Morbidelli gab es in den ersten sechs Rennen vier Premierensieger. Das gab es überhaupt erst zum zweiten Mal in der Geschichte der Motorrad-WM. Erstmals geschah das in der Premierensaison 1949.

Andrea Dovizioso führt die WM-Wertung mit 76 Punkten an. Das ist nach sechs Rennen der niedrigste Wert für einen WM-Führenden, seit 1993 das aktuell gültige Punktesystem eingeführt wurde.

Als WM-Fünfter hat Maverick Vinales 18 Punkte Rückstand. Das ist der geringste Abstand nach sechs Rennen. Auch die 51 Zähler Abstand zwischen Dovizioso und Danilo Petrucci auf WM-Platz 15 sind seit Einführung des aktuellen Punktesystems der geringste Wert.

Diese Statistiken verdeutlichen, wie eng das Feld beisammen ist. "Ich denke auch, dass es eine verrückte WM ist", sagt Valentino Rossi. "Neun Fahrer sind innerhalb von 23 Punkten. Normalerweise liegt zu diesem Zeitpunkt der WM-Zweite 23 Punkte zurück."

Valentino Rossi: "Ähnlich wie vor 20 Jahren"

Die Situation erinnert an die Saison 2000, als es insgesamt acht verschiedene Saisonsieger gegeben hat. In den ersten neun Rennen gab es sieben verschiedene Sieger. Darunter war auch Rossi, der damals im Sommer in Donington sein erstes 500er-Rennen gewonnen hat.

Valentino Rossi, Alex Criville

Im Jahr 2000 debütiert Rossi in einer abwechslungsreichen 500er-Saison Zoom

Nachdem Mick Doohan jahrelang die Szene dominiert hatte, fehlte um die Jahrtausendwende eine klare Nummer 1 des Sports. Diese Lücke füllte dann Rossi auf. Momentan ist die Situation vergleichbar, da mit Marc Marquez der Dominator der vergangenen Jahre nicht dabei ist.

"Es ist sehr ähnlich wie vor 20 Jahren", findet Rossi, der damals sein erstes Jahr in der 500er-Klasse war. "Ich erinnere mich, dass in jenem Jahr mehrere Fahrer gewinnen konnten. Die Motorräder waren sehr ausgeglichen."

"Man hatte mehrere schnelle Motorräder von Yamaha, Honda und zwei Suzuki. Alle waren praktisch Werksmaschinen." Am Ende sicherte sich im Jahr 2000 Kenny Roberts Junior den WM-Titel. Es ist bis heute der letzte Titelgewinn von einem Suzuki-Fahrer.

Dass die derzeitige Saison so abwechslungsreich ist, findet Rossi toll: "Weltweit lieben die Fans unsere Rennen. Man weiß nie, was in einem MotoGP-Rennen passieren wird. Das ist unsere Stärke." Der Superstar ist vor dem zweiten Misano-Rennen WM-Sechster.

Andrea Dovizioso nun in der Favoritenrolle?

Es fehlen nur 18 Punkte auf Dovizioso. "In dieser Situation ist die Erfahrung wichtig, aber der Speed ist noch wichtiger", betont Rossi. "Ich bin nicht so weit hinten, aber ich muss schneller werden, wenn ich um den WM-Titel kämpfen will. Erfahrung ist wichtig, aber der Speed ist entscheidend."

Nach dem zweiten Rennen in Misano ist bereits die Hälfte der Rennen in diesem Jahr vorbei. Dovizioso befindet sich in einer guten Position, die "erste Halbzeit" für sich zu entscheiden. "Diese Weltmeisterschaft ist verrückt", sagt der Italiener. "Jeder hat Höhen und Tiefen. Deshalb sind alle punktemäßig eng beisammen."

Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso glaubt, dass er beim Test einen Fortschritt geschafft hat Zoom

"Ich bin natürlich glücklich, dass ich momentan in dieser Situation bin. Wir müssen aber einen Schritt machen, um wirklich mitkämpfen zu können." Denn der Speed des Ducati-Fahrers war bisher nur selten überzeugend.

Einen Sieg und einen dritten Platz hat Dovizioso als beste Ergebnisse in der Tasche. "In den meisten Rennen war ich nicht schnell genug. Mit dem Test bin ich aber sehr zufrieden", spricht er vergangenen Dienstag an. "Wir hatten zwei Ziele, die wir umsetzen konnten."

"Mein Speed war sehr gut. So wie ich gefahren bin, war schon viel besser. Wir hatten verstanden, in welchen Kurven ich nicht gut war. Wir haben das Set-up auch etwas geändert, was mir geholfen hat. Außerdem haben wir etwas Neues beim Motorrad ausprobiert, was auch funktioniert hat. Meine Pace ist besser als vergangenen Sonntag. Es sind aber viele Fahrer schnell."

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