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Stefan Bradl in Misano 2 nicht voll fit: Nervenprobleme nach Überlastung

Honda-Pilot Stefan Bradl litt zuletzt unter Taubheit in der rechten Hand, hofft aber, dass sich die Situation in Misano 2 bessert - Barcelona-Einsatz und Portimao-Test fix

(Motorsport-Total.com) - Nach dem ersten MotoGP-Rennwochenende in Misano hatte Honda-Pilot Stefan Bradl über Nervenprobleme im rechten Arm geklagt. Und auch wenn der Deutsche zum zweiten Streich an der Adriaküste antreten wird, steht hinter seiner Fitness weiterhin ein kleines Fragezeichen, wie er am Donnerstag verriet.

Stefan Bradl

Stefan Bradl wird Marc Marquez noch mindestens bis Barcelona ersetzen Zoom

"Ich hatte am Montag in Deutschland einige Checks, und im Grunde genommen ist es im Moment in Ordnung. Wir werden sehen, wie es ist, wenn ich wieder auf dem Motorrad fahre. Nichts Dramatisches. Aber das Problem ist, dass es mich am vergangenen Wochenende gestört hat, und dieses Gefühl habe ich schon seit ein paar Wochen", gibt der 30-Jährige bezüglich seiner körperlichen Verfassung zu Protokoll.

Er habe sich in den vergangenen Tagen einigen Behandlungen unterzogen, um das Problem in den Griff zu bekommen. "Und ich hoffe, dass die Situation für morgen besser wird und ich freier und ohne Störung durch die Taubheit in der rechten Hand fahren kann."

Bradl: Die MotoGP ist körperlicher denn je

Auf die Ursache für die Nervenprobleme angesprochen, kann Bradl nur mutmaßen: "Das ist eine gute Frage. Trotz des Lockdowns, trotz der langen Pause habe ich sicherlich weiter trainiert, aber Sie wissen ja, ohne auf dem Motorrad zu sitzen, ist es ein anderes Training. Das kann die Situation natürlich beeinflusst haben."

"Dann ging es für mich von Null auf 100. Drei Wochen lang zu fahren, zu testen und so weiter. Das kann den Prozess, in dem ich mich gerade befinde, auch hervorrufen haben. Zumal das Motorrad sehr körperlich ist, aber der Sport im Allgemeinen ist wahrscheinlich körperlicher geworden, weil das Niveau der MotoGP jetzt unglaublich hoch ist. Unser Motorrad ist im Moment leider nicht sehr einfach zu fahren."


Fotos: MotoGP in Misano 1, Rennen


Dennoch hofft Bradl, dass die Behandlungen geholfen haben und ihn das Problem künftig nicht allzu stark beeinträchtigen wird. Schließlich stehen mit Misano 2 und Barcelona zwei weitere Back-to-Back-Rennen auf dem Plan, in denen er den noch immer pausierenden Weltmeister Marc Marquez ersetzen wird.

Honda-Tester freut sich auf Portimao

Über dessen mögliches Comeback weiß der Honda-Testpilot auch noch nichts Fixes: "Mir wurde mitgeteilt, dass ich noch ein paar Rennen vor mir habe. Und wann immer Marc bereit ist, wird er zurückkommen und auch Sie rechtzeitig darüber informieren."

Bradls Plan für das anstehende Rennwochenende sieht vor, auf den Erkenntnissen des Dienstagstests aufzubauen und das zu bestätigen, was Honda-Teamkollege Alex Marquez ausprobiert hat. Denn Bradl selbst testete nicht. "Aber zunächst einmal muss ich wohl auch meine körperliche Verfassung prüfen, wie ich mich auf dem Motorrad fühle, und ich hoffe, dass ich zu 100 Prozent konkurrenzfähig sein kann."

Stefan Bradl

Bradl freut sich auf den Test in Portimao: Er kennt die Strecke aus der Superbike-WM Zoom

Mit Blick auf den für den 7. Oktober angekündigten Test in Portimao, an dem auch Bradl teilnehmen wird, und zwar als Testfahrer, also mit dem aktuellen MotoGP-Bike, sagt der Deutsche: "Ich freue mich eigentlich darauf, denn Portimao ist eine Rennstrecke, die ich bereits aus der Superbike-WM im Jahr 2017 kenne."

WM-Entscheidung im allerletzten Rennen?

"Ich hoffe, sie haben bei der Erneuerung des Asphalts der Strecke gute Arbeit geleistet, denn in der Vergangenheit war sie sehr holprig. Und diese Strecke ist nicht einfach. Zumindest hoffe ich, dass sie flach und gut ist, dass sie einen guten Belag hat. Es wird für Honda, für jeden Hersteller ein wichtiger Test sein", weiß Bradl.

Denn in Portimao, das sonst nicht Teil des MotoGP-Kalenders ist, findet in diesem Jahr das Saisonfinale statt. "Und es sieht so aus, als würde dort die Meisterschaft entschieden, wenn alles so weiterläuft wie bisher." Damit spricht Bradl die enge WM-Tabelle an. Beim Portiamo-Test werden auch einige Stammpiloten dabei sein, aufgrund der strengen Regularien dürfen sie dort aber nur mit Straßenbikes fahren.

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