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Ducati mit der GP9 auf einem guten Weg

Beim Barcelona-Test zeigte Casey Stoner das Potenzial der Ducati Desmosedici GP9 auf - Konzept immer noch ähnlich wie bei der GP3

(Motorsport-Total.com) - Weltmeister Casey Stoner hatte am Montag in Barcelona erstmals Gelegenheit, die neue Ducati Desmosedici GP9 zu testen, die aller Voraussicht nach erst 2009 in der MotoGP-Weltmeisterschaft eingesetzt wird. Sein erster Eindruck vom neuen Motorrad war positiv - und er erzielte in 1:41.533 Minuten auf Qualifyern auch Tagesbestzeit.

GP9

Casey Stoner fuhr am Montag auf der GP9, heute wieder auf der GP8

"Das Ziel war, zu verstehen, ob dieses neue Chassiskonzept Potenzial hat - und ich muss sagen, dass das der Fall zu sein scheint", zeigte sich Stoner mit der Premiere seines künftigen Arbeitsgeräts zufrieden. "Wir kamen recht schnell auf flotte Zeiten, obwohl wir das gleiche Setup wie mit der GP8 verwendeten. Wir haben kaum etwas geändert, aber die GP9 fühlte sich trotzdem auf Anhieb nach einer Verbesserung an. Das war positiv."#w1#

Fortsetzung der seit 2003 bestehenden Linie

Das Chassis der GP9 besteht komplett aus Kohlefaser, die Fußrasten sind davon isoliert montiert - ansonsten bleibt Ducati der seit 2003 mit der GP3 eingeschlagenen Linie treu und setzt weiterhin auf ein V4-Motorenkonzept mit desmodromisch betätigten Ventilen. Verbessert wurde auch die Aerodynamik. Stoner: "Ich bin mir sicher, dass wir noch viel schneller werden können, wenn wir weiter daran arbeiten, auch wenn das jetzt nicht unsere Aufgabe ist. Wir müssen im Winter dann testen."

Ducati fuhr für den Barcelona-Test mit großen Geschützen auf, ließ am Montag Stoner und heute Marco Melandri mit dem neuen Motorrad testen und brachte außerdem die beiden Testfahrer Niccolo Canepa und Vittoriano Guareschi mit. Melandri fühlte sich auf dem Bike nicht allzu wohl: "Es gibt einige positive Aspekte, aber die GP9 ist der GP8 sehr ähnlich. Darum ist es schwierig für mich, ein Gefühl für sie zu entwickeln", seufzte der Italiener.

Melandri kommt auch mit GP9 nicht zurecht

Cockpit der Ducati Desmosedici GP9

Das Cockpit der brandneuen Ducati Desmosedici GP9 für kommende Saison Zoom

Die frühen Tests mit dem Motorrad für 2009 sind natürlich nicht nur für die Ingenieure richtungsweisend, sondern auch für die Fahrer, denn die Ducati ist bekanntlich eines der schwieriger zu bändigenden Biester im MotoGP-Feld - und seit dem Vorjahr kommt nur Stoner wirklich gut damit zurecht. Wenn sich jetzt abzeichnet, dass Melandri auch mit der neuen GP9 nicht umgehen kann, dann ist dies für seine Zukunft vermutlich nicht das Beste.

Ducati-Mastermind Filippo Preziosi bestätigte, dass die GP9 eine Fortsetzung des 2003 mit der GP3 gestarteten Konzepts ist: "Es ist keine Veränderung der Entwicklungsrichtung, sondern nur ein weiterer Schritt in die gleiche Richtung. Dass wir Kohlefaser für das Chassis verwenden, ist nicht relevant, sondern es ist eher die Form, die wir verändert haben. Caseys erste Eindrücke waren jedenfalls positiv", so der Italiener.

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