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Ducati-CEO Claudio Domenicali: "Fabio war bisher cooler als 'Pecco'"

Claudio Domenicali will sich nicht darauf festlegen, dass Ducati das beste Motorrad hat - Ergebnisse sind eine Kombination aus Fahrer, Motorrad und Teamarbeit

(Motorsport-Total.com) - Ducati hat sieben der ersten zwölf MotoGP-Rennen 2022 gewonnen. Bei allen Grands Prix stand mindestens ein Ducati-Fahrer auf dem Podest. In der Markenwertung beträgt der Vorsprung bereits 91 WM-Punkte. Dieser WM-Titel ist Ducati praktisch zum dritten Mal hintereinander sicher.

Francesco Bagnaia, Fabio Quartararo

In der WM hat Fabio Quartararo fast zwei Siege Vorsprung auf Francesco Bagnaia Zoom

Für viele ist die Desmosedici GP22 das beste Motorrad im Feld. "Das ist eine Quelle des Stolzes. Wenn viele Leute sagen, dass unser Motorrad gut ist, dann machen wir etwas richtig, oder?", wird Ducati-CEO Claudio Domenicali von der spanischen 'Marca' zitiert.

"Es ist aber schwierig zu sagen, welches Motorrad am besten ist. Wir, die wir die Rennen verfolgen, die Fans und die Presse - wir wissen, dass es immer eine Kombination des Fahrers und des Motorrads ist. Sicherlich ist unser Motorrad gut."

"Aber Fabios Motorrad kann auch nicht schlecht sein. Ansonsten würde er nicht so stark sein. Das gilt auch für Aleix, der einige außergewöhnliche Rennen gefahren ist. Auch sein Motorrad kann nicht so schlecht sein", sagt Domenicali über die Konkurrenz von Yamaha und Aprilia.

Die bisher sieben Saisonsiege teilen sich auf Francesco Bagnaia und Enea Bastianini auf. Außerdem waren noch Jack Miller, Johann Zarco, Jorge Martin und Marco Bezzecchi auf dem Podest. Müsste Ducati nicht auch mit mehreren Fahrern die WM anführen?

"Ich sehe das nicht so", findet Domenicali. "Es ist klar, dass unser Motorrad Stärken hat, aber auch nicht so starke Aspekte. Auch die Konkurrenz ist stark. Ich finde, Ergebnisse sind immer ein Resultat des Teams: Motorrad, Fahrer und das Team selbst."

Claudio Domenicali

Claudio Domenicali erlebt insgesamt eine erfolgreiche Saison für Ducati Zoom

"Wer am Ende die meisten Punkte hat, ist der Beste. So ist es. Das ist Racing. Wir sind daran interessiert, was das gesamte Team macht. Wenn jemand bei Saisonhalbzeit vorne ist, heißt das, dass er besser gearbeitet hat. Sind wir hinten, müssen wir versuchen es besser zu machen."

Mit seinem vierten Saisonsieg in Silverstone ist Bagnaia derzeit der erfolgreichste Fahrer. Fabio Quartararo hat "nur" dreimal gewonnen, aber dank besserer Konstanz führt der Franzose die WM-Wertung an. Bagnaia hat 49 WM-Punkte Rückstand - also fast zwei Rennsiege.

Scheitert der Italiener das zweite Jahr in Folge an der Erwartungshaltung? Denn schließlich soll er für Ducati den WM-Titel gewinnen. "Schwierig zu sagen, denn man muss die Performance des Motorrads und des Fahrers in Betracht ziehen", meint Domenicali.

"Das ist nur meine Meinung, meine persönliche Einschätzung. Ich denke, 'Pecco' ist so schnell wie Fabio. Aber Fabio war cooler. Abgesehen von Assen, wo er nicht so cool war. Um ein Champion zu sein, muss man mit seinem Kopf denken und nicht mit seinem Herz."

"Manchmal muss man im Rennen akzeptieren, dass dein Gegner stärker ist. Fabio war sehr gut. 'Pecco' hat eine gute Lernkurve und weiß, wann er attackieren muss und wann er konzentrierter und weniger emotional sein muss. Das ist sehr schwierig. Der Sieger ist nicht immer der talentierteste Fahrer, sondern der coolste."

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