powered by Motorsport.com
Startseite Menü

"Das ist das Limit des Motorrads": 16 Sekunden Rückstand von Ducati

Danilo Petrucci, Andrea Dovizioso und Jack Miller liefern sich auf dem Sachsenring einen engen Dreikampf - Der Rückstand auf Marquez bereitet Ducati Sorgen

(Motorsport-Total.com) - Ducati war auf dem Sachsenring chancenlos. Weder Andrea Dovizioso, noch Danilo Petrucci oder Jack Miller konnten aus eigener Kraft ein Wort um die Podestplätze mitsprechen. Stattdessen lieferte sich das Trio einen spannenden Dreikampf im Verfolgerfeld. Auch Joan Mir mischte mit der Suzuki mit. Schließlich setzte sich Petrucci durch und kam im Gegensatz zu Assen vor Dovizioso als Vierter ins Ziel. Miller folgte dahinter als Sechster.

Danilo Petrucci, Andrea Dovizioso

Danilo Petrucci setzte sich im Ducati-Dreikampf durch Zoom

Der Rückstand auf Sieger Marc Marquez (Honda) betrug 16 Sekunden. "Es war ein schwieriges Wochenende", bringt es Petrucci auf den Punkt. "Von den Startplätzen zwölf und 13 ist es nicht einfach. Wir wussten, dass wir im Rennen stärker sein würden. Klar haben uns die Stürze von Quartararo und Rins geholfen. Wir waren am Limit des Motorrads."

Während Petrucci und Dovizioso vorne mit dem Medium-Reifen und hinten mit dem härtesten Michelin-Reifen fuhren, setzte Miller auf den weichen Hinterreifen. "Ich habe bei den kühleren Temperaturen etwas anderes probiert und es war nicht so schlecht", lautet die Erklärung des Australiers. "Es war nicht ganz ideal, aber es hat funktioniert."

Dovizioso will in der WM "nicht aufgeben"

Einen Unterschied machte die Reifenwahl im Endeffekt nicht, denn alle drei GP19 kamen innerhalb von einer Sekunde ins Ziel. "Wenn drei Ducatis beisammen sind, dann ist das das Potenzial", hält Petrucci fest. "Wir haben zwar Plätze aufgeholt, aber das Podest war so wie in Assen weit entfernt. Der Rückstand wird größer." Wobei schon von vornherein klar war, dass Assen und der Sachsenring für Ducati keine einfachen Strecken sein würden.

Andrea Dovizioso

Mit 58 Punkten Rückstand geht Andrea Dovizioso in die Sommerpause Zoom

"Heute", sagt Dovizioso zu seiner Rennanalyse, "war es wieder fast das gesamte Rennen über ein spannendes Duell mit Danilo. Ich wurde Fünfter und habe wichtige WM-Punkte auf einer unserer schwierigsten Strecken mitgenommen. Das ist positiv. Wir hätten im Rennen nicht mehr tun können. Der Rückstand zeigt, dass wir bestimmte Aspekte immer noch verbessern müssen, damit wir bei jeder Situation vorne mitkämpfen können."

In der Weltmeisterschaft geht Dovizioso mit einem Rückstand von 58 Punkten auf Marquez in die Sommerpause. "Ich bin immer noch Zweiter, obwohl wir in Barcelona Pech hatten. Dazu kamen die Probleme in den vergangenen Rennen", sagt der Italiener zur Gesamtsituation. "Wir geben sicherlich nicht auf und werden versuchen, neue Lösungen zu finden, damit wir ab dem nächsten Rennen in Brünn konkurrenzfähiger sind."

Petrucci will WM-Platz drei verteidigen

Petrucci ist WM-Dritter und hat sechs Zähler weniger als sein Teamkollege auf dem Konto. "Mit meiner Position in der WM bin ich natürlich zufrieden, denn ich bin Dritter und habe ein paar Punkte Vorsprung auf Rins, aber er ist gestürzt. Dafür hat Vinales etwas aufgeholt", so Petrucci, der in der zweiten Saisonhälfte mit diesen beiden Spaniern rechnet: "Die Saison in den Top 3 zu beenden wird sehr schwierig, aber wir müssen daran glauben. Alles ist noch möglich."

Danilo Petrucci, Andrea Dovizioso

Für Ducati kommen mit Brünn und Spielberg wieder etwas bessere Strecken Zoom

Mit einem Vertrag für 2020 in der Tasche, hat "Petrux" auch genaue Pläne für die kommenden drei freien Wochen: "Ich will daheim härter arbeiten, um fokussiert zu bleiben. Dadurch bleibe ich für die restliche Saison hungrig. Ich bin mit meinen Ergebnissen zufrieden und will diesen Platz in der WM halten, aber Rins und Vinales sind etwas schneller. Marc war hier und in Assen um eine halbe Sekunde schneller. Ihm zu folgen ist momentan unmöglich. Wir müssen etwas finden."

Da das Werksteam den Vertrag mit Petrucci verlängert hat, wird Miller im nächsten Jahr voraussichtlich bei Pramac bleiben. Aktuell ist er in der WM-Tabelle Siebter und der beste Fahrer eines Kundenteams. "Ich bin wieder an der Spitze der Independent-Wertung. Das ist das Ziel für dieses Jahr. Konstanz wird dafür der Schlüssel sein", sagt der Australier. "Die vergangenen Rennen waren für uns nicht so einfach." Mit Brünn und Spielberg kommen nun Strecken, die der Ducati besser liegen sollten.

Neueste Kommentare

Noch kein Kommentar vorhanden!
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar

Aktuelle Bildergalerien

Superbike-WM in Laguna Seca
Superbike-WM in Laguna Seca

MotoE auf dem Sachsenring
MotoE auf dem Sachsenring

Moto2 auf dem Sachsenring
Moto2 auf dem Sachsenring

Moto3 auf dem Sachsenring
Moto3 auf dem Sachsenring

MotoGP auf dem Sachsenring, Rennen
MotoGP auf dem Sachsenring, Rennen

MotoGP auf dem Sachsenring, Girls
MotoGP auf dem Sachsenring, Girls

Superbike-Tickets

ANZEIGE
Anzeige

Das neueste von Motor1.com

H&R-Sportfedern für den neuen BMW X2
H&R-Sportfedern für den neuen BMW X2

Porsche 356 RSR: Unikat mit 400 PS
Porsche 356 RSR: Unikat mit 400 PS

Rendering: So könnte der neue Audi RS 7 Sportback (2019) aussehen
Rendering: So könnte der neue Audi RS 7 Sportback (2019) aussehen

Neuer Renault Clio (2019): Alle Informationen zu dem Kleinwagen
Neuer Renault Clio (2019): Alle Informationen zu dem Kleinwagen

Harley-Davidson LiveWire im Test
Harley-Davidson LiveWire im Test

Chevrolet Corvette C8 mit Mittelmotor vorgestellt
Chevrolet Corvette C8 mit Mittelmotor vorgestellt