"Das ist das Limit des Motorrads": 16 Sekunden Rückstand von

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"Das ist das Limit des Motorrads": 16 Sekunden Rückstand von

Beitrag von Redaktion » So Jul 07, 2019 6:38 pm

Danilo Petrucci, Andrea Dovizioso und Jack Miller liefern sich auf dem Sachsenring einen engen Dreikampf - Der Rückstand auf Marquez bereitet Ducati Sorgen

Ducati war auf dem Sachsenring chancenlos. Weder Andrea Dovizioso, noch Danilo Petrucci oder Jack Miller konnten aus eigener Kraft ein Wort um die Podestplätze mitsprechen. Stattdessen lieferte sich das Trio einen spannenden Dreikampf im Verfolgerfeld. Auch Joan Mir mischte mit der Suzuki mit. Schließlich setzte sich Petrucci durch und kam im Gegensatz zu Assen vor Dovizioso als Vierter ins Ziel. Miller folgte dahinter als Sechster.

Der Rückstand auf Sieger Marc Marquez (Honda) betrug 16 Sekunden. "Es war ein schwieriges Wochenende", bringt es Petrucci auf den Punkt. "Von den Startplätzen zwölf und 13 ist es nicht einfach. Wir wussten, dass wir im Rennen stärker sein würden. Klar haben uns die Stürze von Quartararo und Rins geholfen. Wir waren am Limit des Motorrads."

Während Petrucci und Dovizioso vorne mit dem Medium-Reifen und hinten mit dem härtesten Michelin-Reifen fuhren, setzte Miller auf den weichen Hinterreifen. "Ich habe bei den kühleren Temperaturen etwas anderes probiert und es war nicht so schlecht", lautet die Erklärung des Australiers. "Es war nicht ganz ideal, aber es hat funktioniert."



Einen Unterschied machte die Reifenwahl im Endeffekt nicht, denn alle drei GP19 kamen innerhalb von einer Sekunde ins Ziel. "Wenn drei Ducatis beisammen sind, dann ist das das Potenzial", hält Petrucci fest. "Wir haben zwar Plätze aufgeholt, aber das Podest war so wie in Assen weit entfernt. Der Rückstand wird größer." Wobei schon von vornherein klar war, dass Assen und der Sachsenring für Ducati keine einfachen Strecken sein würden.

"Heute", sagt Dovizioso zu seiner Rennanalyse, "war es wieder fast das gesamte Rennen über ein spannendes Duell mit Danilo. Ich wurde Fünfter und habe wichtige WM-Punkte auf einer unserer schwierigsten Strecken mitgenommen. Das ist positiv. Wir hätten im Rennen nicht mehr tun können. Der Rückstand zeigt, dass wir bestimmte Aspekte immer noch verbessern müssen, damit wir bei jeder Situation vorne mitkämpfen können."

In der Weltmeisterschaft geht Dovizioso mit einem Rückstand von 58 Punkten auf Marquez in die Sommerpause. "Ich bin immer noch Zweiter, obwohl wir in Barcelona Pech hatten. Dazu kamen die Probleme in den vergangenen Rennen", sagt der Italiener zur Gesamtsituation. "Wir geben sicherlich nicht auf und werden versuchen, neue Lösungen zu finden, damit wir ab dem nächsten Rennen in Brünn konkurrenzfähiger sind."



Petrucci ist WM-Dritter und hat sechs Zähler weniger als sein Teamkollege auf dem Konto. "Mit meiner Position in der WM bin ich natürlich zufrieden, denn ich bin Dritter und habe ein paar Punkte Vorsprung auf Rins, aber er ist gestürzt. Dafür hat Vinales etwas aufgeholt", so Petrucci, der in der zweiten Saisonhälfte mit diesen beiden Spaniern rechnet: "Die Saison in den Top 3 zu beenden wird sehr schwierig, aber wir müssen daran glauben. Alles ist noch möglich."

Mit einem Vertrag für 2020 in der Tasche, hat "Petrux" auch genaue Pläne für die kommenden drei freien Wochen: "Ich will daheim härter arbeiten, um fokussiert zu bleiben. Dadurch bleibe ich für die restliche Saison hungrig. Ich bin mit meinen Ergebnissen zufrieden und will diesen Platz in der WM halten, aber Rins und Vinales sind etwas schneller. Marc war hier und in Assen um eine halbe Sekunde schneller. Ihm zu folgen ist momentan unmöglich. Wir müssen etwas finden."

Da das Werksteam den Vertrag mit Petrucci verlängert hat, wird Miller im nächsten Jahr voraussichtlich bei Pramac bleiben. Aktuell ist er in der WM-Tabelle Siebter und der beste Fahrer eines Kundenteams. "Ich bin wieder an der Spitze der Independent-Wertung. Das ist das Ziel für dieses Jahr. Konstanz wird dafür der Schlüssel sein", sagt der Australier. "Die vergangenen Rennen waren für uns nicht so einfach." Mit Brünn und Spielberg kommen nun Strecken, die der Ducati besser liegen sollten.

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