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Claudio Domenicali: Ducati hat von Jorge Lorenzo "profitiert"

Ducati-CEO Claudio Domenicali bereut die Trennung von Jorge Lorenzo nicht - Er erklärt aber, dass der Spanier dem Team in der gemeinsamen Zeit geholfen habe

(Motorsport-Total.com) - Am Ende der MotoGP-Saison 2018 trennen sich die Wege von Ducati und Jorge Lorenzo. Die Italiener setzen ab 2019 auf Danilo Petrucci, während Lorenzo zu Honda wechselt und dort Teamkollege von Marc Marquez wird. Ducati-Boss Claudio Domenicali hat nun verraten, dass er Lorenzo zwar nicht unbedingt nachtrauern wird - die Zusammenarbeit mit dem Spanier für Ducati aber trotzdem wichtig gewesen sei.

Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo konnte auf der Ducati bisher drei Rennen gewinnen Zoom

"Es hat uns einen sehr großen Vorteil eingebracht, dass Jorge jetzt seit 20 Monaten [...] bei uns im Team ist. Wir haben (in dieser Zeit; Anm. d. Red.) viele Dinge über das Bike verstanden", verrät Domenicali im Gespräch mit 'GPOne.com' und erklärt: "Heute haben wir ein extrem konkurrenzfähiges Motorrad." Das habe man unter anderem auch den Hinweisen und Einwürfen von Lorenzo zu verdanken.

Trotzdem entschied sich Ducati dagegen, auch 2019 weiter mit Lorenzo zu arbeiten. Böses Blut gebe es deswegen aber nicht. "Ich mag das Wort 'Scheidung' nicht", winkt Domenicali ab und erklärt, dass man sich einfach für eine "andere Lösung" entschieden habe. Diese habe auch nichts mit dem Budget zu tun gehabt - obwohl es ein offenes Geheimnis ist, dass Petrucci deutlich weniger verdienen wird als Lorenzo in den vergangenen zwei Jahren.

Andrea Dovizioso

Claudio Domenicali will auch 2019 wieder mit Andrea Dovizioso jubeln Zoom

"Es soll nicht sentimental klingen, aber ich denke, dass wir zusammen einen guten Job gemacht haben, von dem beide Seiten profitiert haben", unterstreicht Domenicali noch einmal und erklärt: "Ich denke, dass Jorge sein Potenzial auf diesem Bike in den vergangenen Monaten erkannt hat. Er hat verstanden, dass er auf jeder Strecke gewinnen - oder es zumindest versuchen - kann."

Lorenzo brauchte lange, um auf der Desmosedici konkurrenzfähig zu sein, schaffte in diesem Jahr allerdings den Durchbruch und konnte bereits drei Rennen gewinnen. Auf die Frage, was 2019 mit dem Spanier möglich gewesen wäre, will sich Domenicali aber nicht einlassen. Er erklärt: "Mit Jorge sind die Dinge einfach nicht so gelaufen, wie wir es uns vor zwei Jahren erhofft hatten. Jetzt müssen wir uns auf die Zukunft konzentrieren."

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