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Bradl über Traktionskontrolle: "Macht einen wahnsinnig"

Stefan Bradl übt erneut Kritik an Magneti Marelli und der Traktionskontrolle - Auch Konkurrenten berichteten in der Vergangenheit von gravierenden Problemen

(Motorsport-Total.com) - Die Traktionskontrolle ist bei Stefan Bradl und seinem Forward-Team bereits seit dem Saisonbeginn immer wieder ein vieldiskutiertes Thema. Immer wieder macht die Open-Software von Magneti Marelli Probleme, mehrere Male war sie sogar schon für Stürze verantwortlich. Tatsächlich haben nicht nur Bradl und Forward Probleme damit: Auch die Open-Honda-Piloten beschweren sich immer wieder über die fehlende Zuverlässigkeit der Traktionskontrolle und nehmen Magneti Marelli in die Pflicht.

Stefan Bradl

Die Traktionskontrolle soll ein Durchdrehen des Hinterrads verhindert Zoom

"Sie funktioniert schon, aber eben nicht feinfühlig genug", erklärt Bradl das Problem im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "In Assen hatte ich einen Rutscher, den ich manuell mit der Gashand abgefangen habe. Aber die Traktionskontrolle hat viel zu stark eingegriffen, viel mehr als mir lieb war. Die Traktionskontrolle hat die komplette Leistung weggeregelt", berichtet der Deutsche.

"Ich selbst hätte nur ein paar Prozent weggenommen, dann hätte ich den Rutscher abgefangen. Die Traktionskontrolle hat zu spät erkannt, dass das Motorrad rutscht und die Leistung komplett beschnitten. Dadurch nahm das Motorrad das Gas nicht mehr an. Dadurch schaukelte sich das Motorrad auf und ich stürzte. In manchen Momenten reagiert die Traktionskontrolle verzögert", so Bradl.

Bei seinem Sturz in Assen brach sich der Deutsche das Kahnbein und verpasste so sein Heimrennen auf dem Sachsenring. "Dieses Problem ist häufiger aufgetreten, auch bei anderen Fahrern", weiß Bradl im Hinblick auf die verzögerte Traktionskontrolle und erklärt: "Die Einstellung ist extrem komplex. Es gibt viele Parameter. Die Jungs sitzen sehr lange am Computer, um Kleinigkeiten zu verändern."

"Wenn wir eine kleine Veränderung vornehmen, dann sitzen die Ingenieure zwei Stunden am Computer." Stefan Bradl

"Wenn wir vom Warmup zum Rennen eine kleine Veränderung vornehmen, dann sitzen die Ingenieure zwei Stunden am Computer. Es ist zeitlich viel zu aufwendig und macht einen wahnsinnig. Es ist viel zu kompliziert geworden, meint meine Crew", berichtet der Deutsche. Ab der kommenden Saison treten in der MotoGP alle Teams mit der Einheitssoftware von Magneti Marelli an.

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