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Alvaro Bautista: Hat ihm Karel Abraham den Job geklaut?

Noch-Teamkollege Karel Abraham fährt zwei weitere Jahre MotoGP: Alvaro Bautista grübelt, ob er dem Tschechen dazu gratulieren soll oder nicht

(Motorsport-Total.com) - Im Rahmen des MotoGP-Rennwochenendes in Silverstone gab Alvaro Bautista bekannt, dass er ab der Saison 2019 in der Superbike-WM antreten wird. Für die neue Saison fand Bautista keinen Platz in der Königsklasse und nahm das WSBK-Angebot von Ducati an. Ein Rennwochenende später war klar, dass Noch-Teamkollege Karel Abraham auch in den beiden kommenden Jahren in der MotoGP fahren wird. Bei Avintia übernimmt er den Platz von Xavier Simeon und erhält von Ducati Vorjahresmaterial.

Karel Abraham, Alvaro Bautista

Karel Abraham und Alvaro Bautista sind seit 2017 Teamkollegen Zoom

Mit einem Blick auf die Fahrerwertung muss man sich verwundert die Augen reiben. Bautista sammelte bei den bisherigen Rennen 64 Punkte und ist WM-Zwölfter, während Abraham mit vier Zählern auf Position 23 der Meisterschaft liegt.

"Ich weiß nicht, ob ich Karel gratulieren soll oder nicht (lacht; Anm. d. Red.). Mit Geld war dieser Deal einfach zu erzielen. Mit seinem Geld hat er einem Fahrer den Platz weggenommen, der nicht in der Lage war, so viel Geld hinzulegen", kommentiert Bautista im Gespräch mit 'Movistar'.

Karel Abraham

Karel Abraham "erkaufte" sich den Platz im Avintia-Team Zoom

Aktuell präsentiert sich Bautista in starker Form. Einige Experten trauen dem Spanier in der Superbike-WM große Erfolge zu. Man darf gespannt sein, was er mit der neuen Panigale V4 zeigen kann. "Ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Vertrag und werde von Tag zu Tag mehr und mehr überzeugt. Ich verfolge von außen die Entwicklungen der Ducati Panigale V4. Es werden sehr viele Tests damit absolviert. Ich stecke sehr viel Vertrauen in das Projekt. Sie berichten mir, dass es gut läuft und dass das Motorrad mit jedem Test verbessert wird", so Bautista.

Auch Ducati hat sich zum Entwicklungsstand des neuen V4-Superbikes geäußert. Nachdem es lange Zeit ruhig war, erklärte Sportdirektor Paolo Ciabatti, dass die 2019er-Maschine bei Vergleichstests bereits schneller war als das aktuelle V2-Modell. "Der Test war sehr positiv. Es gibt noch ein paar Details, an denen wir arbeiten müssen, doch das sind kleine Feinheiten", so Ciabatti.

"Das Motorrad war auf jeden Fall schon schneller als die V2-Maschine. Wir hatten ein aktuelles Motorrad von Chaz Davies dabei. Michele (Pirro) fuhr Vergleichstests und war bereits mit der V4-Maschine schneller. Das ist sehr gut. Ich denke, wir konnten ein zufriedenstellendes Niveau erreichen", so der Ducati-Sportdirektor.

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