Startseite Menü

Yamaha: Wechsel zum V4-Konzept die Lösung aller Probleme?

Fehlende Traktion bremst Valentino Rossi und Maverick Vinales ein: Kopiert Yamaha die MotoGP-Konkurrenz von Ducati und Honda und wechselt zum V-Motor?

(Motorsport-Total.com) - Seit dem Wechsel zu den MotoGP-Viertaktern in der Saison 2002 prallen in der Königsklasse verschiedene Motorkonzepte aufeinander. Während V-Motoren bei Honda und Ducati Tradition haben, setzten Yamaha und Kawasaki von Beginn an auf den weniger aufwendigen Reihenmotor. Suzuki wechselte das Konzept über die Jahre und folgte beim Neubeginn dem Konzept der Yamaha M1, die zwischenzeitlich die klare Benchmark in der MotoGP war. Doch das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Droht nun das Ende des Reihenvierzylindermotors in der MotoGP?

Yamaha M1

Das Konzept der Yamaha M1 ist seit vielen Jahren unverändert Zoom

Experten prophezeien, dass Yamahas aktuelle Probleme nicht nur auf die Elektronik zurückzuführen sind. Der Motor soll die Ursache für die Traktionsprobleme sein. Es ist kein Geheimnis, dass die Ingenieure mit V-Motoren mehr mechanische Traktion erzeugen können. Yamaha kompensierte die natürlichen Nachteile des Reihenmotors mit der Crossplane-Technologie - der Kurbelwelle mit Hubzapfenversatz. Doch das Konzept kommt vermutlich an seine Grenzen, wie die aktuellen Ergebnisse zeigen.

"Es ist möglich, dass auch der Motor ein Teil des Problems ist. Ja, das ist durchaus möglich", grübelt Rossi nach der bitteren Niederlage beim Heimspiel in Misano. Beinahe 20 Sekunden verlor der Publikumsliebling auf seiner Hausstrecke. Im Rennen kämpfte Rossi erneut mit stumpfen Waffen.

"Man muss festhalten, dass Ducati und Honda von Yamaha gelernt haben. Die Yamaha war bereits vor drei oder vier Jahren sehr sanft, während die Hondas und Ducatis extrem aggressiv waren", analysiert Rossi. "Wie es aussieht, haben Ducati und Honda in die Richtung von Yamaha entwickelt. Doch sie setzen auf V-Motoren, während wir den Reihenmotor haben. Das könnte ein Grund sein, doch ich weiß es nicht."

Valentino Rossi

Valentino Rossi erkennt, dass Ducati und Honda an der Fahrbarkeit gearbeitet haben Zoom

Teamkollege Maverick Vinales kam in Misano drei Sekunden vor Rossi ins Ziel. Platz fünf war nicht das, was sich der Spanier nach dem sehr guten Qualifying am Samstag erhoffte. Was sagt Vinales zur Motor-Thematik? "Ich bin kein Ingenieur. Was ich dazu sage, wird vermutlich nicht stimmen", winkt er ab.

"Wenn wir viel Haftung haben, dann ist unser Motorrad eines der besten im Feld. Doch sobald die Haftung nachlässt, regelt die Elektronik stark und es ist dann sehr schwierig, schnell und präzise zu fahren", schildert Vinales und deutet damit an, dass Yamaha grundlegende Probleme hat, die nach wie vor ungelöst sind.

Aktuelle Bildergalerien

MotoGP in Valencia, Qualifying
MotoGP in Valencia, Qualifying

MotoGP in Valencia, Training
MotoGP in Valencia, Training

Motorrad-Grand-Prix in Macau 2018
Motorrad-Grand-Prix in Macau 2018

MotoGP in Valencia, Pre-Events
MotoGP in Valencia, Pre-Events

Top 10: Die schnellsten MotoGP-Strecken
Top 10: Die schnellsten MotoGP-Strecken

Level7: Marc Marquez feiert in Cervera
Level7: Marc Marquez feiert in Cervera

Das neueste von Motor1.com

Klassischer Fiat Panda als Restomod von Garage Italia
Klassischer Fiat Panda als Restomod von Garage Italia

50 Jahre Ford RS-Modelle: Unterwegs im 17M RS
50 Jahre Ford RS-Modelle: Unterwegs im 17M RS

Alle BMW M-Modelle im Überblick
Alle BMW M-Modelle im Überblick

Skoda Karoq mit H&R-Sportfedern
Skoda Karoq mit H&R-Sportfedern

Lamborghini SC18: Die erste Einzelanfertigung von Squadra Corse
Lamborghini SC18: Die erste Einzelanfertigung von Squadra Corse

Rendering: Ein Subaru-Sportler mit Mittelmotor
Rendering: Ein Subaru-Sportler mit Mittelmotor

Motorsport-Fanshop

ANZEIGE

Superbike-Tickets

ANZEIGE